Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  4. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  5. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  6. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  9. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  10. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  13. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets

Medizin kann nicht alles erklären und heilen, worunter der Mensch leidet!

6. Dezember 2022 in Schweiz, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kein Exorzist mehr im Bistum Chur - Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz übt Kritik: "Mit der Kirche gehen wir ebenfalls davon aus, dass Jesus die Realität des Dämonischen ernst genommen hat."


Chur (kath.net)

kath.net dokumentiert eine Stellungnahme der Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz zu einer umstrittenen Entscheidung des Bischofs von Chur:


Die Entscheidung von Bischof Joseph Maria Bonnemain, im Bistum Chur keinen Exorzisten mehr zu bestellen, wurde über die Landesgrenzen hinaus kommentiert und viel beachtet. Bei manchen Gläubigen hat sie für erhebliche Irritationen und Verwunderung gesorgt, ist doch die exorzistische Tätigkeit Jesu von den Evangelien gut bezeugt und dokumentiert. Als engagierte Mediziner und gläubige Katholiken gehen davon aus, dass die Medizin nicht alles erklären und heilen kann, worunter der Mensch leidet. Wir gehen davon aus, dass es auch Dunkelheiten gibt, bei denen der Glaube helfen kann. Mit der Kirche gehen wir ebenfalls davon aus, dass Jesus die Realität des Dämonischen ernst genommen hat. Gerade die in der Bibel geschilderte Reaktion der Schweineherde auf den Exorzismus Jesu im Zusammenhang mit der Befreiung des Besessenen von Gerasa zeigt, dass es sich in diesem Fall nicht um eine rein psychische Erkrankung handelte, sondern um wirkliche übernatürliche Besessenheit. Dafür sprechen auch andere Indizien. Der Vorstand der Vereinigung der katholischen Aerzte der Schweiz gehen mit Bischof Joseph Maria Bonnemain einig, dass psychische Erkrankungen mit medizinischen und psychotherapeutischen Massnahmen behandelt werden sollen, und dass wahrscheinlich im Bistum Chur ein grosser Teil der Hilfesuchenden mit solchen Problemen sich an die Seelsorger wenden. Im Zusammenhang des Satanismus und anderer spiritistischer Praktiken aber gibt es Phänomene, die rein medizinisch nicht zu erklären und zu therapieren sind. Es gibt diesbezüglich internationale Standards. Im sogenannten «Befreiungsdienst» werden Hilfesuchende von medizinischem Fachpersonal zunächst psychiatrisch abgeklärt. Erst wenn das Leidensphänomen den rein medizinisch-psychologischen Rahmen sprengt, werden priesterliche Dienste beansprucht. Als katholische Ärzte stehen wir zur Verfügung für interdisziplinäre Teams, durch welche Grenzüberschreitungen vom natürlichen zum übernatürlichen Bereich vermieden werden können, echte übernatürliche Phänomene aber auch nicht geleugnet werden. Wir erinnern daran, dass Jesus diesbezüglich den Aposteln bzw. der Kirche Vollmachten gegeben hat, was auch Bischof Joseph Maria Bonnemain nicht in Abrede stellt. Die entfachte Diskussion könnte uns weiterbringen und den interdisziplinären Austausch fortführen. In der Universalkirche ist das Thema jedenfalls nicht vom Tisch. Es finden diesbezüglich internationale Kongresse statt. Papst Franziskus hat sich dazu anerkennend und würdigend geäussert. Im Katechismus der katholischen Kirche wird die Thematik an verschiedenen Stellen genannt und erörtert. An römischen Hochschulen gibt es interdisziplinäre Ausbildungsgänge zum Exorzisten für eine kompetente diesbezügliche Unterscheidung der Geister.

Zürich, 01.12.2022 Vorstand der Vereinigung katholischer Aerzte der Schweiz VKAS



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. 'Rita hat das Herz eines Engels! Gott segne sie!“
  3. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  4. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  5. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  6. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  7. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"
  8. Nach Sperre: Au-pair-Plattform stimmt Vergleich mit christlichem Vater zu
  9. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus
  10. Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles
  11. Leo XIV. will Südamerikareise offenbar antreten
  12. Papst wusste offenbar seit einem Monat von Krebsverdacht
  13. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass
  14. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  15. „Du trägst Gottes Bild“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz