SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
- Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
- Vertrauenskrise in der Kirche
- Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
- ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
- Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
- „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
- Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
- Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
- Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
- „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
- Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
- Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
- Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
- Katholische Kita in Hessen verzichtet auf Mutter- und Vatertagsgeschenke
| 
Medizin kann nicht alles erklären und heilen, worunter der Mensch leidet!6. Dezember 2022 in Schweiz, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Kein Exorzist mehr im Bistum Chur - Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz übt Kritik: "Mit der Kirche gehen wir ebenfalls davon aus, dass Jesus die Realität des Dämonischen ernst genommen hat."
Chur (kath.net)
kath.net dokumentiert eine Stellungnahme der Vereinigung katholischer Ärzte der Schweiz zu einer umstrittenen Entscheidung des Bischofs von Chur:
Die Entscheidung von Bischof Joseph Maria Bonnemain, im Bistum Chur keinen Exorzisten mehr zu bestellen, wurde über die Landesgrenzen hinaus kommentiert und viel beachtet. Bei manchen Gläubigen hat sie für erhebliche Irritationen und Verwunderung gesorgt, ist doch die exorzistische Tätigkeit Jesu von den Evangelien gut bezeugt und dokumentiert. Als engagierte Mediziner und gläubige Katholiken gehen davon aus, dass die Medizin nicht alles erklären und heilen kann, worunter der Mensch leidet. Wir gehen davon aus, dass es auch Dunkelheiten gibt, bei denen der Glaube helfen kann. Mit der Kirche gehen wir ebenfalls davon aus, dass Jesus die Realität des Dämonischen ernst genommen hat. Gerade die in der Bibel geschilderte Reaktion der Schweineherde auf den Exorzismus Jesu im Zusammenhang mit der Befreiung des Besessenen von Gerasa zeigt, dass es sich in diesem Fall nicht um eine rein psychische Erkrankung handelte, sondern um wirkliche übernatürliche Besessenheit. Dafür sprechen auch andere Indizien. Der Vorstand der Vereinigung der katholischen Aerzte der Schweiz gehen mit Bischof Joseph Maria Bonnemain einig, dass psychische Erkrankungen mit medizinischen und psychotherapeutischen Massnahmen behandelt werden sollen, und dass wahrscheinlich im Bistum Chur ein grosser Teil der Hilfesuchenden mit solchen Problemen sich an die Seelsorger wenden. Im Zusammenhang des Satanismus und anderer spiritistischer Praktiken aber gibt es Phänomene, die rein medizinisch nicht zu erklären und zu therapieren sind. Es gibt diesbezüglich internationale Standards. Im sogenannten «Befreiungsdienst» werden Hilfesuchende von medizinischem Fachpersonal zunächst psychiatrisch abgeklärt. Erst wenn das Leidensphänomen den rein medizinisch-psychologischen Rahmen sprengt, werden priesterliche Dienste beansprucht. Als katholische Ärzte stehen wir zur Verfügung für interdisziplinäre Teams, durch welche Grenzüberschreitungen vom natürlichen zum übernatürlichen Bereich vermieden werden können, echte übernatürliche Phänomene aber auch nicht geleugnet werden. Wir erinnern daran, dass Jesus diesbezüglich den Aposteln bzw. der Kirche Vollmachten gegeben hat, was auch Bischof Joseph Maria Bonnemain nicht in Abrede stellt. Die entfachte Diskussion könnte uns weiterbringen und den interdisziplinären Austausch fortführen. In der Universalkirche ist das Thema jedenfalls nicht vom Tisch. Es finden diesbezüglich internationale Kongresse statt. Papst Franziskus hat sich dazu anerkennend und würdigend geäussert. Im Katechismus der katholischen Kirche wird die Thematik an verschiedenen Stellen genannt und erörtert. An römischen Hochschulen gibt es interdisziplinäre Ausbildungsgänge zum Exorzisten für eine kompetente diesbezügliche Unterscheidung der Geister.
Zürich, 01.12.2022 Vorstand der Vereinigung katholischer Aerzte der Schweiz VKAS

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Aschermittwoch 9. Dezember 2022 | | | | Unterscheidung der Geister Ich glaube, diejenigen welche den Exorzismus bekämpfen, haben ihn wohl am nötigsten. |  1
| | | | | greti 6. Dezember 2022 | | | | Arzt und Bischof Ohne Worte. |  1
| | | | | Uwe Lay 6. Dezember 2022 | | | | Jesus: nicht mehr zeitgemäß In der sog.Leben Jesu Forschung ist gar die These vorherrschend, daß Jesus von Nazareth sich als Exorzist verstanden habe und das auch praktizierte. Das ist aber für moderne "Theologen" völlig inakzeptabel und muß so neben vielen anderen als ein Fehler Jesu abqualifiziert werden. Jesus war eben leider auch "abergläubisch". Am einfachsten wäre es doch, ganz sich von Jesus zu verabschieden und zeitgeistgemäßeren Vorbildern sich zuzuwenden für die Neusynodale-Kirche, etwa den heroischen Kämpfern der "Letzten Generation".
Uwe Lay Pro Theol Blogspot |  5
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 





Top-15meist-gelesen- EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
- Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
- Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
- Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
- Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
- Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
- „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
- Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
- Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
- Vertrauenskrise in der Kirche
- Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
- ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
- Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
- „Wir sollten für den Himmel leben“
|