Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  7. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  8. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  9. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  10. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  11. US-Diözesen mit ungewöhnlich hoher Zahl an Priesterweihen
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  14. R.I.P. Dolly Parton
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

Die nackte Synode!

18. November 2022 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Mich interessieren die Synoden eigentlich recht wenig. Sie sind für mein Glaubensleben ungefähr so relevant wie der berühmte „umgefallene Reissack“ in China - Ein Kommentar von Roland Noé


Rom (kath.net)

Stell Dir vor, es ist Synode und fast keinen interessiert das. Dazu eine kleine Geschichte: Es gab einmal einen eitlen Kaiser, der sehr viel Wert auf sein Äußeres legte. Eines Tagen kamen Betrüger zum Hofe und nutzten die Eitelkeit aus und verkauften dem Kaiser ganz besonders „schöne“ Kleider, die aber für dumme Menschen angeblich unsichtbar sein sein sollten. Der Kaiser fiel auf den Schwindel rein und konnte natürlich die Kleider, die es gar nicht gab, auch nicht sehen. Doch zugeben wollte er dies nicht. Auch sonst wollte keiner seine Hofmitarbeiter den Schwindel dem Kaiser zugeben. So geschah es, dass der Kaiser die „Kleider“ dem Volk präsentieren wollte. Da rief ein Kind, dass der Kaiser doch gar keine Kleider anhabe. Der Schwindel flog auf.

So ähnlich erinnert mich derzeit die Synoden-Diskussion, nicht nur die in Deutschland sondern auch die Diskussion in der Weltkirche.  Auch wenn man sich bei Bischöfen damit unbeliebt macht: Die Wahrheit ist, die Synode in Deutschland interessiert fast keinen Menschen, aber auch die Weltsynoden sind nur eine Veranstaltung einer gewissen „Elite“ aus Bischöfen und Lobbyisten. Ansonsten hat es für einen normalen Gläubigen keine Relevanz. Im normalen Pfarrleben oder auch im normalen Glaubensleben fast aller Katholiken ist die Bedeutung von der Synode gleich Null, die meisten haben davon noch gar nichts gehört.


Mich interessieren die Synoden eigentlich immer weniger. Sie sind für mein Glaubensleben ungefähr so relevant wie der berühmte „umgefallene Reissack“ in China. Wer sich das jüngste Synodenschreiben „Mach den Raum deines Zeltes weit“ ernsthaft antut und die 58 Seiten liest, braucht schon starken Kaffee, um durchzuhalten und fragt sich manchmal auch, auf welchen Planeten die Autoren denn leben. „Auf weltweiter Ebene hat die Beteiligung alle Erwartungen übertroffen.“ Wow, waren die Erwartungen wirklich gleich Null, dass de facto eine Beteiligung der Katholiken, die sich eher im Promille-Bereich befindet, schon für solche Jubelmeldungen sorgt. Für mein Glaubensleben genügt mir die Bibel als geistliche Lektüre oder Gedanken von großen Denkern und Heiligen der Kirche. Möchte ich wissen, was die Kirche sonst so lehrt, schlage ich im  Katechismus nach. Synodendokumente brauch ich nicht für mein Glaubensleben.

Die Probleme und die Sorgen der meisten Katholiken im deutschen Sprachraum sind ganz woanders zu finden und Nein, hier geht’s auch nicht um die neue „Klima-Religion“, der auch einige aus der Kirche anhängen. Da geht’s um die Frage, wie kann ich meinen Glauben vertiefen oder stärken, wo finde ich überhaupt noch Glauben, wohin kann ich am Sonntag in eine Heilige Messe gehen, ohne dass mich Liturgieverzerrtheiten vom Glauben abhalten. Gibts in meiner Umgebung überhaupt noch eine Heilige Messe, die ich erreichen kann?  In den meisten Pfarren war das Thema „Synode“ bis jetzt kein Thema. Viele Katholiken aus der Weltkirche, die beispielsweise in der Diaspora leben oder verfolgt werden, haben noch viel gewichtiger Sorgen. Daher würde ich gerne heute mal die Kinderrolle einnehmen und dem Kaiser (=Synode) gerne dies mitteilen, dass diese(r) nackt ist.

Mir kommen die Synoden-Debatten eher als perfekt organisierter kirchlicher Stuhlkreis vor, der die Bischöfe und ein paar Eliten jahrelang beschäftigen soll, aber gleichzeitig massiv von den relevanten Themen ablenkt. Und die relevanten Themen sind die Fragen, die wir uns alle am Sterbebett stellen werden. Und da dürfte bis jetzt noch kein Mensch darüber nachgedacht haben, was eine Synode ist oder ob "Klima-Greta" jetzt eine neue Selige der katholischen Kirche wird.  Da geht’s nur um eines: JESUS!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  3. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“
  4. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  5. Erfrischung für Rom: Als ein Papst die Piazza Navona unter Wasser setzte
  6. Polnische Salvatorianer boten Workshop für Ministrantendienst im klassischen Ritus an
  7. Irland: 30 Prozent Rückgang bei katholischen Taufen in zehn Jahren
  8. Ein Wunder der Vorsehung
  9. Die Krise des Bischofsamtes
  10. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  11. US-Regierung leitet 2 Milliarden Dollar an christliche Hilfsorganisationen um
  12. Slowakei und Polen planen gemeinsamen Johannes-Paul-II.-Pilgerweg
  13. „Wenn ich mich nicht täusche, gibt es in der Geschichte keine vergleichbare Institution“
  14. USA: Priester-Boom und Neueröffnung eines Philipp-Neri-Seminars in Kansas
  15. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz