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Die eugenische Wurzel von zwei großen Abtreibungskonzernen

28. September 2022 in Chronik, 5 Lesermeinungen
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Margaret Sanger und Marie Stopes, die Gründerinnen von Planned Parenthood, sprachen sich für drastische Maßnahmen zur Reduktion „unerwünschter Bevölkerungsgruppen“ aus. Nach wie vor sind schwarze Frauen bei Abtreibungen stark überpräsentiert


New York/Edinburgh (kath.net/mk) Margaret Sanger und Marie Stopes, die Gründerinnen von zwei der aktuell weltgrößten Abtreibungskonzerne, waren ausgesprochene Eugenikerinnen und befürworteten drastische Maßnahmen der Bevölkerungsreduktion, wie LifeNews berichtet. Sanger, geboren 1879 als sechstes von elf Kindern einer irisch-amerikanischen Familie in New York, ließ schon in frühen Jahren ihren katholischen Glauben hinter sich und wurde in den USA des frühen 20. Jahrhunderts zu einer der revolutionärsten Kämpferinnen gegen die christliche Moral zu Ehe und Familie. Ihre Zeitung trug das Motto „Keine Götter! Keine Herrscher!“ und propagierte Prostitution, Abtreibung und „Geburtenkontrolle“ mit Verhütungsmitteln.

Diese Kontroll-Tendenz verstärkte sich nach einem einjährigen Aufenthalt in England, wo Sanger mit Marie Stopes und anderen (teils in der Gesellschaft hochrangigen) Anführern der britischen eugenischen Bewegung zusammentraf. Nach ihrer Rückkehr in die USA war Sanger eine ausgesprochene Vertreterin eugenischer Maßnahmen, um die Gesellschaft vom „Ballast menschlichen Abfalls“, wie sie es nannte, zu befreien. So eröffnete sie 1916 ihre erste Klinik zur Geburtenkontrolle in einem Armenviertel von Brooklyn, ihre Zielgruppe waren „eingewanderte Südeuropäer, Lateinamerikaner und Juden“. In den folgenden Jahren errichtete sie gezielt dort neue Kliniken, wo sie „unerwünschte Bevölkerungsgruppen“ vermuten konnte; ihr Fokus lag dabei vor allem auf der afro-amerikanischen Bevölkerung. Aus der von Sanger gegründeten „American Birth Control League“ ging später der Abtreibungsriese „Planned Parenthood“ hervor, zu dem auch die deutsche „Pro Familia“ gehört.


Die aus Edinburgh stammende Marie Stopes wiederum rief schon 1920 in einer ihrer Schriften zur „zwangsweisen Sterilisierung“ aller auf, die „völlig ungeeignet für die Elternschaft“ seien, wozu sie etwa Geisteskranke oder Geistesschwache rechnete. Nicht von ungefähr schrieb sie im August 1939 einen Brief an „Herr[n] Hitler“, um ihm ihre Gedichte zum Wohl der deutschen Jugend zum Geschenk zu machen. Stopes eröffnete 1921 das erste Zentrum für Geburtenkontrolle in Großbritannien; es existiert heute noch in der Londoner City und wird vom Abtreibungskonzern „Marie Stopes International“ betrieben.

Die eugenische Bewegung erhielt zwar durch Bekanntwerden der Nazi-Gräuel einen empfindlichen Dämpfer; doch die führenden Köpfe gingen still und leise zu ihrer Vergangenheit auf Distanz und änderten ihre Terminologie: Statt „Eugenik“ und „Sterilisierung“ hieß es nun „Genetik“ und „Familienplanung“. Was blieb, ist ihr Einsatz für die Legalisierung von Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle. 2009 erzählte die US-Höchstrichterin und Frauenrechts-Ikone Ruth Bader Ginsburg der New York Times, dass hinter der breiten Legalisierung von Abtreibung in den USA durch das Urteil Roe v. Wade auch bevölkerungspolitische Absichten gesteckt haben könnten. Und nach wie vor sind schwarze Frauen unter den Klientinnen der US-Abtreibungskliniken stark überrepräsentiert, etwa im Verhältnis 4:1 gegenüber Weißen. Weder die Wissenschaft noch Massenmedien sind jedoch bereit, diesen demographischen Skandal aufzugreifen.


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