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Regierung Biden will Abtreibung ‚so weit wie möglich’ zugänglich machen

3. Juli 2022 in Prolife, 15 Lesermeinungen
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Über den Versand von Abtreibungspillen sollen Abtreibungsverbote in den Bundesstaaten umgangen werden. Die Initiative geht von Präsident Biden persönlich aus.


Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)

Die US-Regierung hat am 28. Juni einen fünfstufigen Plan veröffentlicht, mit dessen Hilfe sie Abtreibungen möglichst weitgehend ermöglichen will, obwohl der Oberste Gerichtshof das Urteil „Roe v. Wade“ aufgehoben und damit Abtreibungsverbote in den Bundesstaaten ermöglicht hat.

Eine zentrale Rolle sollen dabei Abtreibungspillen spielen, die per Post verschickt werden. Gesundheitsminister Xavier Beccerra hat den Plan bei einer Pressekonferenz in Washington D.C. vorgestellt, berichtet das Magazin Insider. Es sei „ein nationales Gebot und im öffentlichen Interesse“, dass der Zugang zu diesen Mitteln verbessert werde, sagte der Politiker. Mit der Aufhebung von „Roe v. Wade“ habe der Oberste Gerichtshof einen „Krise im Gesundheitswesen“ verursacht, fuhr er fort.


Die Regierung reagiert auf dieses Urteil des Höchstgerichts mit dem Plan, Abtreibungspillen „so weit wie möglich“ verfügbar zu machen. „Wir werden alles innerhalb der rechtlichen Grenzen Mögliche tun, um die Patienten zu erreichen und die Anbieter zu unterstützen“, sagte Becerra wörtlich.

Der von Becerra präsentierte Plan sieht folgendermaßen aus:

  1. Das Gesundheitsministerium will sicherstellen, dass die Bundesstaaten den Versand von Abtreibungspillen nicht verbieten können, wie dies in einigen Bundesstaaten bereits geschehen ist. Das Ministerium will alle staatlichen Anbieter von Gesundheitsleistungen anweisen, dass diese Abtreibungspillen an Frauen ausgeben müssen, die durch Vergewaltigung oder Inzest schwanger geworden sind oder deren Schwangerschaft für sie lebensbedrohend ist.
  2. Ärzte und Apotheker sollen darin unterwiesen werden, wie sie schwangere Frauen für Abtreibungen überweisen.
  3. Die Mitarbeiter des Programms Medicaid, das Gesundheitsprogramm für Menschen mit niedrigem Einkommen, sollen daran erinnert werden, dass sie öffentliche Mittel für Geburtenkontrolle und Notfallverhütung verwenden dürfen.
  4. Das Büro für Bürgerrechte (Office of Civil Rights) soll sicherstellen, dass medizinische Informationen privat bleiben und keine Patientin diskriminiert werden darf, der eine Abtreibung durchführen lassen will.
  5. Das Gesundheitsministerium prüft Möglichkeiten, um mittels Notfallsgesetzen Abtreibungen anbieten zu können.

Es gebe kein Patentrezept, sagte Becerra, aber wenn es etwas gibt, das wir tun können, werden wir es finden und anwenden. „Das war die Anweisung, die ich vom Präsidenten der Vereinigten Staaten bekommen habe“, sagte er wörtlich.

 


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