Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. „Warum bin ich Christ“
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  8. Was auch immer Synodalität sein soll
  9. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  10. Was eine Messe wiegt
  11. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  12. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  13. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  14. 'The Chosen': Sechste Staffel ab Dezember auf Netflix
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Zum Glauben kommen. Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes

29. Juni 2022 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: das innere Drama des Petrus. Allmählich lernen, Christ zu sein, vor allem in Momenten der Prüfung. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Angelus am Hochfest der heiligen Apostel Petrus und Paulus. Das Evangelium der Liturgie des heutigen Festtages der Schutzheiligen Roms, berichte von den Worten, die Petrus an Jesus richte: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes“ (Mt 16,16). Es sei dies ein Glaubensbekenntnis, das Petrus nicht aufgrund seines menschlichen Verstandes ausspreche, sondern weil Gott, der Vater, es in ihm inspiriert habe.

Für den Fischer Simon, genannt Petrus, „war es der Beginn eines Weges: es sollte tatsächlich noch lange dauern, bis die Tragweite dieser Worte tief in sein Leben eindrang und ihn ganz erfasste“. Es gebe eine „Lehrzeit“ des Glaubens, die auch die Apostel Petrus und Paulus betroffen habe, ähnlich wie bei jedem von uns: auch wir glauben, dass Jesus der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes ist, aber es braucht Zeit, Geduld und viel Demut, bis unser Denken und Handeln dem Evangelium voll entspricht“.

Der Apostel Petrus habe dies unmittelbar erfahren. Als Jesus ihm ankündige, dass er leiden müsse und zum Tode verurteilt werde, lehne er dies ab, da er es für unvereinbar mit dem Messias halte, nachdem er ihm seinen Glauben erklärt habe. Er sehe sich sogar gezwungen, den Meister zurechtzuweisen, der ihm seinerseits sage: „Tritt hinter mich, du Satan! Ein Ärgernis bist du mir, denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen“ (V. 23).


„Denken wir einmal darüber nach“, so der Papst: „passiert uns nicht das Gleiche? Wir wiederholen das Glaubensbekenntnis, wir sprechen es voller Glauben, aber wenn wir mit den harten Prüfungen des Lebens konfrontiert werden, scheint alles ins Wanken zu geraten“. Wir seien geneigt, beim Herrn zu protestieren und ihm zu sagen, dass das nicht richtig sei, dass es andere, direktere, weniger anstrengende Wege geben müsse. Wir erlebten die Zerrissenheit des Gläubigen, der an Jesus glaube, ihm vertraue, aber gleichzeitig spüre, dass es schwierig sei, ihm zu folgen, und versucht sei, andere Wege als die des Meisters zu suchen.

Petrus „erlebte dieses innere Drama, und es brauchte Zeit und Reife“. Zunächst sei er entsetzt über den Gedanken an das Kreuz, doch am Ende seines Lebens „legte er mutig Zeugnis für den Herrn ab, bis hin zur Kreuzigung – der Überlieferung zufolge – mit dem Kopf nach unten.

Auch der Apostel Paulus „machte eine langsame Reifung des Glaubens durch und erlebte Momente der Unsicherheit und des Zweifels“. Die Erscheinung des Auferstandenen auf dem Weg nach Damaskus, die ihn vom Verfolger zum Christen gemacht habe, müsse als Beginn einer Reise gesehen werden, auf der der Apostel mit den Krisen, den Misserfolgen und der ständigen Pein eines „Stachel im Fleisch“ fertig werden müsse. Der Weg des Glaubens sei nie ein Spaziergang, sondern anspruchsvoll und manchmal mühsam: „selbst Paulus, der Christ geworden war, musste allmählich lernen, Christ zu sein, vor allem in Momenten der Prüfung“.

Im Lichte dieser Erfahrung der heiligen Apostel Petrus und Paulus könne sich jeder von uns fragen: „wenn ich meinen Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes, bekenne, tue ich das in dem Bewusstsein, dass ich immer wieder lernen muss, oder gehe ich davon aus, dass ich ‚schon alles weiß’? Und noch einmal: lasse ich mich bei Schwierigkeiten und Prüfungen entmutigen, klage ich, oder lerne ich, sie als Gelegenheit zu nutzen, um im Vertrauen auf den Herrn zu wachsen?. Denn Christus – so schreibe Paulus an Timotheus – „befreit uns von allem Bösen und bringt uns sicher in den Himmel“.

„Die Jungfrau Maria, Königin der Apostel“, so Franziskus abschließend, „möge uns lehren, sie nachzuahmen, indem wir jeden Tag auf dem Weg des Glaubens voranschreiten“.

Nach dem Angelus erinnerte der Papst an eine neue Initiative des "L'Osservatore Romano" in der Form einer neuen Monatszeitschrift: "L'Osservatore dells Strada", für die Letzten und Ausgegrenzen und in Kontakt mit diesesn produziert.

Auch der Krieg in der Ukraine und die jüngsten dramatischen Geschehnisse beschäftigten Franzislus: 

"Jeden Tag trage ich die geliebte und gepeinigte Ukraine in meinem Herzen, die weiterhin von barbarischen Anschlägen wie dem auf das Einkaufszentrum in Krementschuk heimgesucht wird. Ich bete für ein baldiges Ende dieses wahnsinnigen Krieges und erneuere die Aufforderung, unermüdlich für den Frieden zu beten: Möge der Herr die Wege des Dialogs öffnen, die die Menschen nicht finden wollen oder können! Und lassen Sie uns nicht versäumen, dem ukrainischen Volk, das so sehr leidet, zu helfen".

.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Mexiko startet Jubeljahr der Guadalupe-Basilika mit Friedensappell
  3. Polen – ein Beispiel des christlichen Humanismus
  4. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus
  5. Müller kritisiert geplante öffentliche Hinrichtung in den USA scharf
  6. Was auch immer Synodalität sein soll
  7. Auf den Spuren des Hl. Paulus - Mit Michael Hesemann nach Griechenland
  8. Europa „entseuchen“?
  9. Gerettet durch ein Pro-Life-Schild: Die Geschichte der kleinen Sawyer
  10. Papst an Russland: Getreide der Ukraine muss exportiert werden
  11. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  12. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  13. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  14. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  15. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz