Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. „Das Ende von Maria 2.0“
  15. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘

Mariupol: Russland entweiht katholisches Kloster und richtet Sitz der russischen Verwaltung ein

18. Mai 2022 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sitz des katholischen Paulinerordens nun städtische Zentrale der "Volksrepublik Donezk". Russen haben das Kloster vollständig geplündert und sogar die Messkelche gestohlen


Kiew/Rom  (kath.net/KAP/red) In Mariupol ist ein katholisches Kloster im Zuge des Ukrainekrieges von den Russen beschlagnahmt und zum Sitz ihrer Stadtverwaltung umfunktioniert worden. Der Weihbischof der Diözese Charkiw und Saporischschja, Jan Sobilo, habe vergangenes Wochenende bestätigt, dass das Paulinerkloster von den Besetzern nun dazu verwendet werde, berichtete der bis zu Kriegsbeginn vor Ort zuständige Pfarrer P. Pavlo Tomaszewski, der auch selbst dem Paulinerorden angehört, laut der italienischen Nachrichtenagentur SIR.

Das Kloster sei von den Angreifern bereits am 17. März geplündert worden. "Sie nahmen alles mit, was da war, sogar die Messkelche", erklärte der Leiter der Mariupoler Pfarre "Unsere Liebe Frau von Tschenstochau". Die Russen hätten alles getan, um die Ordensleute aus der Stadt zu vertreiben, und nun sei das Kloster "entweiht" und zur städtischen Verwaltungszentrale der sogenannten Volksrepublik Donezk einrichtet worden. "Ich bitte euch, für unsere schöne Stadt zu beten, für ihre Verteidiger und für uns, und dass unsere Stadt und unser Heiligtum von den Angreifern befreit werden", appellierte der Geistliche.


P. Tomaszewski war laut eigenen Angaben am 5. März gemeinsam mit einem Ordensbruder und einigen Gemeindemitgliedern die Flucht aus der Stadt gelungen. Über die Plünderungen in seinem Kloster habe er von verbliebenen Gläubigen seiner Pfarre erfahren. Er selbst befinde sich nun in der Westukraine und versuche, mit Mariupol Kontakt zu halten. Dies sei jedoch schwierig, da die Kommunikation unterbrochen ist: "In Mariupol funktioniert derzeit weder ein Mobiltelefon noch das Internet", so der Ordenspriester.

Strom und Wasser seien an manchen Stellen noch verfügbar, die Situation vor Ort sei aber in jeder Hinsicht "katastrophal". Über die entsetzliche Lage in der Küstenstadt hatte zuletzt auch Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk berichtet. Seinen Informationen zufolge litten in Mariupol derzeit über 170.000 Zivilisten unter schwerem Hunger. Die Stadt sei von Russland "vollständig umzingelt", die verbliebenen Verteidiger im Asow-Stahlwerk ihre "heldenhaften Beschützer", wobei das Schicksal der Stadt weitreichende Folgen für die gesamte Ukraine haben werde. "Alle, die die Macht haben, die Menschen in dieser Stadt Marias zu retten", rief der griechisch-katholische Erzbischof zum Handeln und Gebet auf. Es gelte "diejenigen zu retten, die am Rande des Hungertodes stehen und auf deren Köpfe jeden Tag Tonnen russischer Bomben fallen". 

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SCHLEGL 19. Mai 2022 
 

Das " heilige" Russland Kyrills

Diese Aktion ist nicht verwunderlich! Die Russen haben auch Klöster und Kirchen der ukr.orth.Kirche des EIGENEN Patriarchates Moskau beschädigt/zerstört. Der KGB Offizier Gundjajew schweigt dazu.
Auf Youtube kann man sehen,wie TÄGLICH eine beträchtliche Zahl orth.Pfarren des Moskauer Patriarchates zur selbstständigen orth.Kirche der Ukraine wechseln.Nach dem Krieg wird das Moskauer Patriarchat KEINE Gemeinden mehr in der Ukraine haben.


4
 
 Gandalf 19. Mai 2022 

Russland ist ein krankes Land!


4
 
 Mystery 19. Mai 2022 

Mich wundert in diesem

teuflischen Krieg nichts mehr.


4
 
 winthir 18. Mai 2022 

hierzu noch ein Trauer- und "Mutmach"-Lied.

aus dem "Dreißig-jährigen" Krieg.

wie nun, Ihr Herren, seid Ihr stumm ...

Text: Cornelius Becker.
Melodie: Heinrich Schütz.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  3. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  4. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  5. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  6. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  7. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  8. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  9. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  10. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  3. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  4. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  5. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  6. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  7. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  8. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  9. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  10. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  11. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  12. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  13. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  14. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  15. Der Heilige und das Tier

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz