Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Mariupol: Russland entweiht katholisches Kloster und richtet Sitz der russischen Verwaltung ein

18. Mai 2022 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sitz des katholischen Paulinerordens nun städtische Zentrale der "Volksrepublik Donezk". Russen haben das Kloster vollständig geplündert und sogar die Messkelche gestohlen


Kiew/Rom  (kath.net/KAP/red) In Mariupol ist ein katholisches Kloster im Zuge des Ukrainekrieges von den Russen beschlagnahmt und zum Sitz ihrer Stadtverwaltung umfunktioniert worden. Der Weihbischof der Diözese Charkiw und Saporischschja, Jan Sobilo, habe vergangenes Wochenende bestätigt, dass das Paulinerkloster von den Besetzern nun dazu verwendet werde, berichtete der bis zu Kriegsbeginn vor Ort zuständige Pfarrer P. Pavlo Tomaszewski, der auch selbst dem Paulinerorden angehört, laut der italienischen Nachrichtenagentur SIR.

Das Kloster sei von den Angreifern bereits am 17. März geplündert worden. "Sie nahmen alles mit, was da war, sogar die Messkelche", erklärte der Leiter der Mariupoler Pfarre "Unsere Liebe Frau von Tschenstochau". Die Russen hätten alles getan, um die Ordensleute aus der Stadt zu vertreiben, und nun sei das Kloster "entweiht" und zur städtischen Verwaltungszentrale der sogenannten Volksrepublik Donezk einrichtet worden. "Ich bitte euch, für unsere schöne Stadt zu beten, für ihre Verteidiger und für uns, und dass unsere Stadt und unser Heiligtum von den Angreifern befreit werden", appellierte der Geistliche.


P. Tomaszewski war laut eigenen Angaben am 5. März gemeinsam mit einem Ordensbruder und einigen Gemeindemitgliedern die Flucht aus der Stadt gelungen. Über die Plünderungen in seinem Kloster habe er von verbliebenen Gläubigen seiner Pfarre erfahren. Er selbst befinde sich nun in der Westukraine und versuche, mit Mariupol Kontakt zu halten. Dies sei jedoch schwierig, da die Kommunikation unterbrochen ist: "In Mariupol funktioniert derzeit weder ein Mobiltelefon noch das Internet", so der Ordenspriester.

Strom und Wasser seien an manchen Stellen noch verfügbar, die Situation vor Ort sei aber in jeder Hinsicht "katastrophal". Über die entsetzliche Lage in der Küstenstadt hatte zuletzt auch Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk berichtet. Seinen Informationen zufolge litten in Mariupol derzeit über 170.000 Zivilisten unter schwerem Hunger. Die Stadt sei von Russland "vollständig umzingelt", die verbliebenen Verteidiger im Asow-Stahlwerk ihre "heldenhaften Beschützer", wobei das Schicksal der Stadt weitreichende Folgen für die gesamte Ukraine haben werde. "Alle, die die Macht haben, die Menschen in dieser Stadt Marias zu retten", rief der griechisch-katholische Erzbischof zum Handeln und Gebet auf. Es gelte "diejenigen zu retten, die am Rande des Hungertodes stehen und auf deren Köpfe jeden Tag Tonnen russischer Bomben fallen". 

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ukraine

  1. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  2. Nuntius in Kiew ermutigt zur Unterstützung der Ukrainer
  3. Ukraine: Sophienkathedrale als Leuchtturm der Hoffnung
  4. "Wir sind Zuschauer bei etwas, was einem Völkermord sehr nahekommt"
  5. Ukrainische Katholiken erhalten katholische Kirche für 50 Jahre zurück
  6. Die menschenverachtenden Angriffe auf die Ukraine durch Russland gehen täglich weiter!
  7. Papst Leo XIV. plant Ukraine-Besuch!
  8. Friedensappell für Ukraine von Kardinal Woelki und Weihbischof Hrutsa aus Lwiw
  9. Bei Treffen mit Leo: Selenskyj lädt Papst in die Ukraine ein
  10. Kritische Analyse des US-Friedensplanes von Präsident Donald Trump






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  4. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  5. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  8. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  9. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  10. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  11. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  12. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  13. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Papst erlässt neues Verfahren zu Absetzung ostkirchlicher Patriarchen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz