Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  10. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

DANKE JESUS!

2. April 2022 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es braucht Glauben und Vertrauen, um auch in widrigen Situationen ehrlich und aufrichtig „Danke“ zu sagen - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Salzburg (kath.net)

Heute ist ein strahlend schöner Tag draußen, aber ich sitze in meiner Wohnung und schau zum Fenster hinaus. Hier drinnen ist es kühl und lang nicht so hell wie draußen und das Zwitschern der Vögel höre ich nur gedämpft durchs geschlossene Fenster.

Irgendwie scheint mir das ein Bild für mein momentanes Inneres zu sein. Ich hab mich in meine Traurigkeit eingemummelt und komme nicht so richtig aus meinem Schneckenhaus.

Draußen wartet Leben und herrliche Frühlingsfreude und ich müsste nur die Tür öffnen und einen Schritt hinaus machen oder wenigstens ein Fenster öffnen und ein bisschen Glück hereinlassen, aber ich schaff es nicht, über meinen inneren Schatten zu springen.

Grundsätzlich bin ich ein lebensfroher und hoffnungsvoller Mensch, aber diese Tage gibt es eben auch. Tage, wo ich so eine Schwere herumschleppe und mich nichts trösten und nur selten etwas herausreißen kann. Meine Gedanken sagen: „Keine Lust auf irgendwas. Ist sowieso alles sinnlos. Was für ein blöder Tag. Wir sind wirklich arm dran.“


Vielleicht kennt das ja jemand. Für derartige Gemütszustände muss man nicht zwangsweise depressiv sein. Es genügen schon eine Prise Corona und ein Schwung Hormone und Schmerzen und die „Selbstmitleidssuppe“ ist servierfertig. 

Da spielt es auch keine Rolle, dass es vielen anderswo auf der Welt gerade viel schlechter geht.

Mit Vernunft allein komme ich da nicht weit. 

Hilfreich ist da meine Mama. Sie ist eine eiserne Verfechterin der „Danke-Jesus-Methode“. Im Sinne von „Jesus, wir danken dir für alles — für das Gute und auch für das vermeintlich Schlechte. Danke, dass du den besten Plan hast. Danke, dass du sorgst. Danke, dass du alles im Griff hast - wir nämlich nicht.“

Seit ich klein bin höre ich also „Danke Jesus“ in allen möglichen und unmöglichen Situationen: in den falschen Zug gestiegen - „Danke Jesus“, schlechte Prüfung - „Danke Jesus“, von zu Hause ausgesperrt - „Danke Jesus“, lange Schlange an der Supermarktkasse - „Danke Jesus“, finanzielle Sorgen - „Danke Jesus“, Papa im Krankenhaus - „Danke Jesus“, Wohnungsnot - „Danke Jesus“, Jobsuche - „Danke Jesus“…

Es ist quasi, als würden wir Jesus einen kleinen Vertrauensvorschuss geben, indem wir schon Danke sagen, obwohl wir noch ganz und gar nicht sehen oder es uns auch nur vorstellen können, wie er das jetzt wieder retten oder dem Ganzen zumindest einen Sinn geben will. Aber er tut es und wir könnten mittlerweile Bücher füllen, mit all den Geschichten über seine Treue in unserem Leben.

Es braucht aber Glauben und Vertrauen, um auch in widrigen Situationen ehrlich und aufrichtig „Danke“ zu sagen. Und das ist manchmal eine riesige Überwindung - zumindest für mich und gerade heute. Aber ich nehme mir meine Mama zum Vorbild und öffne Gott mit meinem „Danke Jesus“ die Tür. „Du weißt, wie schwer sich das heute anfühlt, aber ich danke dir. Von ganzem Herzen danke ich dir für diese Zeit und diese Situation. Bei dir, in deiner Hand, bekommt alles einen Sinn.“ 

„Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus“ 1 Thes 5,18


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  4. YouTube-Kanal der Erzdiözese Łódź wurde ohne Wissen oder Zustimmung der Administratoren entfernt
  5. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf
  6. Die Würde des Menschen ist unverfügbar
  7. US-Präsident Donald Trump gratuliert Katholiken zum Fest Maria Geburt
  8. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  9. 'Schweigen angesichts des Bösen ist selbst Böses'
  10. „Die fünfsaitige Lyra der Pentarchie neu zum Klingen bringen“
  11. „Bin ich Konvertitin oder von Kindesbeinen an katholisch?“
  12. Auf Christus schauen!
  13. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  14. Tschechien: Kirchenkommission warnt vor prorussischer Desinformation
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz