Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  2. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  5. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  6. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  12. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  13. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  14. Papst Leo: „So können wir als Christen das Alter leben: gebrechlich, aber zugleich berufen“
  15. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“

DANKE JESUS!

2. April 2022 in Jugend, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Es braucht Glauben und Vertrauen, um auch in widrigen Situationen ehrlich und aufrichtig „Danke“ zu sagen - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Salzburg (kath.net)

Heute ist ein strahlend schöner Tag draußen, aber ich sitze in meiner Wohnung und schau zum Fenster hinaus. Hier drinnen ist es kühl und lang nicht so hell wie draußen und das Zwitschern der Vögel höre ich nur gedämpft durchs geschlossene Fenster.

Irgendwie scheint mir das ein Bild für mein momentanes Inneres zu sein. Ich hab mich in meine Traurigkeit eingemummelt und komme nicht so richtig aus meinem Schneckenhaus.

Draußen wartet Leben und herrliche Frühlingsfreude und ich müsste nur die Tür öffnen und einen Schritt hinaus machen oder wenigstens ein Fenster öffnen und ein bisschen Glück hereinlassen, aber ich schaff es nicht, über meinen inneren Schatten zu springen.

Grundsätzlich bin ich ein lebensfroher und hoffnungsvoller Mensch, aber diese Tage gibt es eben auch. Tage, wo ich so eine Schwere herumschleppe und mich nichts trösten und nur selten etwas herausreißen kann. Meine Gedanken sagen: „Keine Lust auf irgendwas. Ist sowieso alles sinnlos. Was für ein blöder Tag. Wir sind wirklich arm dran.“


Vielleicht kennt das ja jemand. Für derartige Gemütszustände muss man nicht zwangsweise depressiv sein. Es genügen schon eine Prise Corona und ein Schwung Hormone und Schmerzen und die „Selbstmitleidssuppe“ ist servierfertig. 

Da spielt es auch keine Rolle, dass es vielen anderswo auf der Welt gerade viel schlechter geht.

Mit Vernunft allein komme ich da nicht weit. 

Hilfreich ist da meine Mama. Sie ist eine eiserne Verfechterin der „Danke-Jesus-Methode“. Im Sinne von „Jesus, wir danken dir für alles — für das Gute und auch für das vermeintlich Schlechte. Danke, dass du den besten Plan hast. Danke, dass du sorgst. Danke, dass du alles im Griff hast - wir nämlich nicht.“

Seit ich klein bin höre ich also „Danke Jesus“ in allen möglichen und unmöglichen Situationen: in den falschen Zug gestiegen - „Danke Jesus“, schlechte Prüfung - „Danke Jesus“, von zu Hause ausgesperrt - „Danke Jesus“, lange Schlange an der Supermarktkasse - „Danke Jesus“, finanzielle Sorgen - „Danke Jesus“, Papa im Krankenhaus - „Danke Jesus“, Wohnungsnot - „Danke Jesus“, Jobsuche - „Danke Jesus“…

Es ist quasi, als würden wir Jesus einen kleinen Vertrauensvorschuss geben, indem wir schon Danke sagen, obwohl wir noch ganz und gar nicht sehen oder es uns auch nur vorstellen können, wie er das jetzt wieder retten oder dem Ganzen zumindest einen Sinn geben will. Aber er tut es und wir könnten mittlerweile Bücher füllen, mit all den Geschichten über seine Treue in unserem Leben.

Es braucht aber Glauben und Vertrauen, um auch in widrigen Situationen ehrlich und aufrichtig „Danke“ zu sagen. Und das ist manchmal eine riesige Überwindung - zumindest für mich und gerade heute. Aber ich nehme mir meine Mama zum Vorbild und öffne Gott mit meinem „Danke Jesus“ die Tür. „Du weißt, wie schwer sich das heute anfühlt, aber ich danke dir. Von ganzem Herzen danke ich dir für diese Zeit und diese Situation. Bei dir, in deiner Hand, bekommt alles einen Sinn.“ 

„Dankt für alles; denn das ist der Wille Gottes für euch in Christus Jesus“ 1 Thes 5,18


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Jugendkolumne

  1. Wovor beugst du das Knie?
  2. Dein Glaube und die Herrlichkeit Gottes
  3. Wenn Gott dich ruft: Bist du da?
  4. Brennt dein Herz noch für Gott?
  5. Der Friede, den Gott dir nachwirft
  6. Ruhelos in der Welt, doch ruhig in Christus
  7. Jesu Kreuzesopfer und dein Bekenntnis
  8. Gnade in jedem Augenblick
  9. Die Sehnsucht Christi nach dir
  10. Gerufen, das Blut Christi zu lieben






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  6. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  7. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  10. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  11. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  12. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  13. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  14. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen
  15. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz