Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  11. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  12. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  13. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  14. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  15. Bericht des US-Justizministeriums: Regierung Biden hat traditionelle Christen intensiv durchleuchtet

„Kardinal Marx 'verbessert' die Kirche?“

3. Februar 2022 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„In jedem Fall wäre es besser, wenn wir Hirten hätten, die den katholischen Glauben und die (eigene) Lebensform nicht beständig infrage stellen, sondern verteidigen und den Menschen vermitteln würden!“ Gastbeitrag von Joachim Heimerl


München-Wien (kath.net) „Es wäre besser für alle“ – mit diesen knappen Worten fordert Kardinal Marx in der Süddeutschen Zeitung das Ende des sogenannten „Pflichtzölibats“. Ausgerechnet am „Tag des geweihten Lebens“ meint Marx, das wäre besser für die Gläubigen und für die Priester wäre es das sowieso, nicht nur aus „sexuellen“ Gründen, sondern auch, damit sie nicht „einsam“ seien.

Dem könnte man viel entgegen, angefangen damit, dass Marx die Ehe hier offensichtlich ebenso überhöht, wie man das neuerdings – verächtlich – dem Priesterbild unterstellt. Doch eine verkehrte Welt ist nach Marx eben immer die bessere Welt, und in dieser verkehrten Welt zählt es nicht, dass die Einsamkeit ja gerade Teil der priesterlicher Berufung ist: In der Einsamkeit seines Lebens soll der Priester nämlich Christus begegnen, dem er sakramental enger verbunden ist. So sagt es freilich nicht Kardinal Marx, sondern das das römische „Direktorium für Dienst und Leben der Priester“.


Kardinal Marx aber weiß es demgegenüber besser, was „für alle“ besser ist – doch was heißt das schon: „besser“?

Ist „besser“ wirklich ein christliches oder gar ein katholisches Kriterium, wenn es um die Lebensform Jesu und damit um die einzige Lebensform geht, die dem Priestertum angemessen ist?

Kann es wirklich „besser“ sein, auf den Zeitgeist zu schielen, um nicht nur mit einer Tradition zu brechen, sondern mit einem ganz wesentlichen Merkmal des Katholischen überhaupt?

Kann es wirklich „besser“ sein, auf das wesentlichste Mittel zur Heiligung des Priesterstandes zu verzichten, um daraus einen „Beruf“ wie jeden anderen zu machen?

Kann es wirklich „besser“ sein, sich von der engeren Nachfolge Jesu zu verabschieden, um Funktionären aus dem ZDK und aus anderen Gremien die Heiligen Weihen zu ermöglichen?

Kann es wirklich besser sein, wenn ausgerechnet derjenige auf das Lebensopfer des Zölibats verzichtet, dessen Aufgabe es ist, täglich das Opfer Christi darzubringen?

Kann das wirklich „besser“ und – vor allem – glaubhafter sein? Oder heißt „besser“ im Grunde hier nicht einfach nur noch „protestantisch“?

Offensichtlich hat Kardinal Marx den Wahlspruch des Seligen Karl Leisner vergessen, über den er einmal zum Gedächtnis der Priesterweihe Leisners im KZ Dachau gepredigt hat: „Sacerdotem opportet offere“, „dem Priester geziemt es, zu opfern“. Doch in Zeiten des „Synodalen (Irr-)Weges“ verschwendet man an das Opfer freilich keinen Gedanken mehr, erst recht nicht an das Opfer in der Heiligen Messe! Wer aber den Zölibat nicht von diesem Standpunkt aus sieht, der wird ihn nie verstehen, und der wird am Wesentlichen des katholischen Priestertums insgesamt vorbeigehen.

Was also wäre besser? In jedem Fall wäre es besser, wenn wir Hirten hätten, die den katholischen Glauben und die (eigene) Lebensform nicht beständig infrage stellen, sondern verteidigen und den Menschen vermitteln würden! „Verbesserungsvorschläge“ à la Kardinal Marx helfen jedoch sicher nicht weiter – und am wenigsten uns Priestern! Es wäre besser, Kardinal Marx würde daraus Konsequenzen ziehen.

Der Autor Dr. Joachim Heimerl (siehe Link) ist Priester der Erzdiözese Wien und Oberstudienrat.

Archivfoto (c) Joachim Heimerl


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  4. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  7. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  8. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  9. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  10. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  11. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. „Es war, als sähe ich Jesus wirklich“
  14. Paris: Klassische lateinische Messe bringt eine neue Generation in die katholische Kirche
  15. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz