Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  3. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. Schisma auf leisen Sohlen
  6. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  7. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  8. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  9. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  10. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  11. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. 'Nicht mehr zeitgemäß': Katholischer Kindergarten aus Österreicht streicht Muttertagsgedichte

„Kardinal Marx 'verbessert' die Kirche?“

3. Februar 2022 in Kommentar, 12 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„In jedem Fall wäre es besser, wenn wir Hirten hätten, die den katholischen Glauben und die (eigene) Lebensform nicht beständig infrage stellen, sondern verteidigen und den Menschen vermitteln würden!“ Gastbeitrag von Joachim Heimerl


München-Wien (kath.net) „Es wäre besser für alle“ – mit diesen knappen Worten fordert Kardinal Marx in der Süddeutschen Zeitung das Ende des sogenannten „Pflichtzölibats“. Ausgerechnet am „Tag des geweihten Lebens“ meint Marx, das wäre besser für die Gläubigen und für die Priester wäre es das sowieso, nicht nur aus „sexuellen“ Gründen, sondern auch, damit sie nicht „einsam“ seien.

Dem könnte man viel entgegen, angefangen damit, dass Marx die Ehe hier offensichtlich ebenso überhöht, wie man das neuerdings – verächtlich – dem Priesterbild unterstellt. Doch eine verkehrte Welt ist nach Marx eben immer die bessere Welt, und in dieser verkehrten Welt zählt es nicht, dass die Einsamkeit ja gerade Teil der priesterlicher Berufung ist: In der Einsamkeit seines Lebens soll der Priester nämlich Christus begegnen, dem er sakramental enger verbunden ist. So sagt es freilich nicht Kardinal Marx, sondern das das römische „Direktorium für Dienst und Leben der Priester“.


Kardinal Marx aber weiß es demgegenüber besser, was „für alle“ besser ist – doch was heißt das schon: „besser“?

Ist „besser“ wirklich ein christliches oder gar ein katholisches Kriterium, wenn es um die Lebensform Jesu und damit um die einzige Lebensform geht, die dem Priestertum angemessen ist?

Kann es wirklich „besser“ sein, auf den Zeitgeist zu schielen, um nicht nur mit einer Tradition zu brechen, sondern mit einem ganz wesentlichen Merkmal des Katholischen überhaupt?

Kann es wirklich „besser“ sein, auf das wesentlichste Mittel zur Heiligung des Priesterstandes zu verzichten, um daraus einen „Beruf“ wie jeden anderen zu machen?

Kann es wirklich „besser“ sein, sich von der engeren Nachfolge Jesu zu verabschieden, um Funktionären aus dem ZDK und aus anderen Gremien die Heiligen Weihen zu ermöglichen?

Kann es wirklich besser sein, wenn ausgerechnet derjenige auf das Lebensopfer des Zölibats verzichtet, dessen Aufgabe es ist, täglich das Opfer Christi darzubringen?

Kann das wirklich „besser“ und – vor allem – glaubhafter sein? Oder heißt „besser“ im Grunde hier nicht einfach nur noch „protestantisch“?

Offensichtlich hat Kardinal Marx den Wahlspruch des Seligen Karl Leisner vergessen, über den er einmal zum Gedächtnis der Priesterweihe Leisners im KZ Dachau gepredigt hat: „Sacerdotem opportet offere“, „dem Priester geziemt es, zu opfern“. Doch in Zeiten des „Synodalen (Irr-)Weges“ verschwendet man an das Opfer freilich keinen Gedanken mehr, erst recht nicht an das Opfer in der Heiligen Messe! Wer aber den Zölibat nicht von diesem Standpunkt aus sieht, der wird ihn nie verstehen, und der wird am Wesentlichen des katholischen Priestertums insgesamt vorbeigehen.

Was also wäre besser? In jedem Fall wäre es besser, wenn wir Hirten hätten, die den katholischen Glauben und die (eigene) Lebensform nicht beständig infrage stellen, sondern verteidigen und den Menschen vermitteln würden! „Verbesserungsvorschläge“ à la Kardinal Marx helfen jedoch sicher nicht weiter – und am wenigsten uns Priestern! Es wäre besser, Kardinal Marx würde daraus Konsequenzen ziehen.

Der Autor Dr. Joachim Heimerl (siehe Link) ist Priester der Erzdiözese Wien und Oberstudienrat.

Archivfoto (c) Joachim Heimerl


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Schisma auf leisen Sohlen
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  9. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  10. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  11. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  12. Kardinal Müller: Geld war bei Papstwahl nicht entscheidend
  13. Der blinde Fleck: Wieviel Epstein steckt in uns?
  14. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  15. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz