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'Windhauch, alles Windhauch' würde Kohelet sagen.

15. Jänner 2022 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Wenn du heute in der Wüste bist, dann sag ich dir: „Du bist nicht allein. Und du musst das nicht alleine aushalten. Du kannst es Gott hinhalten und mit ihm durchhalten. Du bist gehalten - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Lucia Zimmermann


Linz (kath.net)

Unangenehme Gefühle aushalten. Chaos aushalten. Ungewissheit aushalten. Einfach Aushalten. Aushalten, was da ist und es nicht wegdrücken oder mich in Ablenkungen flüchten. Ich glaube, ich habe schon oft darüber geschrieben, aber diese Themen holen mich immer wieder ein. Also müsst ihr eben meine Zeilen aushalten :)

Stehst du auch mal wieder in der Wüste? Das Sklavenhaus hinter dir, voller Sehnsucht nach Frieden und Fülle im gelobten Land, aber das Hier und Jetzt quälend mühsam, unbequem und beängstigend? Wir Menschen neigen dazu, uns zurück nach Ägypten zu sehnen, wenn es schwierig wird, weil das vertraute Übel erträglicher scheint, als eine ungewisse Zukunft und ungewohnte Entbehrungen. Ich persönlich kann mich aber auch sehr mit denen identifizieren, die am liebsten Tag und Nacht durchmarschieren würden, blind und stur, Hauptsache das Unangenehme nur möglichst schnell hinter mich bringen. Beides ist Flucht. Beides macht unfrei. Beides bringt mich um die Gelegenheit, ganz in der Gegenwart und bei Gott zu sein. Wenn die „Wolke“ hält und Gott „Stopp“ sagt, dann schreit in mir etwas „Aber das geht jetzt nicht! Es muss doch erst besser werden!“.


Ich weiß, Gott macht keine Fehler und die Bibel sagt, die Grenzen, die er mir steckt, sind Schutz, nicht Schikane. Offensichtlich lässt Gott Wüste zu. Also kann ich hier Heil finden, wenn ich diese unangenehme Erfahrung annehme. In den Momenten, wo das Leben sich meiner Kontrolle entzieht, habe ich die Wahl, wie David in der Wüste bei Gott zur Ruhe zu kommen, egal wie sehr mich der Feind von außen bedrängt, oder einen Kampf zu kämpfen, wo Gott nicht mitgeht.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich ziehe den „Königsweg“ vor. :)

Das Knifflige an Wüsten ist nur, dass man plötzlich sehr viel Zeit zum Nachdenken hat.

Und Gedanken werden so schnell zu Anklägern, Antreibern, Angstmachern und Verführern. Innerlich einfach sagen: „Jesus, ich vertraue auf dich“, und erstmal eine Tasse Tee trinken, wird zu einem regelrechten Kraftakt.

Mir hilft es immer, wenn ich mir in solchen Momenten die Frage stelle: „Lucia, welche Bedeutung haben all die Dinge, die dich jetzt so aufregen und sorgen in der Ewigkeit?“.

„Windhauch, alles Windhauch“ würde Kohelet sagen.

Also gelassen bleiben ist die Devise, auch im Leid, auch in der Sorge. Klingt unmöglich, aber dieses Wort gibt es im Himmel nicht.

Wenn du heute in der Wüste bist, dann sag ich dir: „Du bist nicht allein. Und du musst das nicht alleine aushalten. Du kannst es Gott hinhalten und mit ihm durchhalten. Du bist gehalten. Er sieht dich. Er hört dich. Er hat einen Weg für dich.“

„Siehe, nun mache ich etwas Neues. Schon sprießt es, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Wüste und Flüsse durchs Ödland.“ (Jes 43,19)


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Lesermeinungen

 lakota 19. Jänner 2022 
 

Gelassen werden....

"Innerlich einfach sagen: „Jesus, ich vertraue auf dich“ - JA, das kann gelassen, ruhig machen.

Ich bete einmal die Woche im K-TV die "Gnadenstunde" mit, mit dem Barmherzigkeits-Rosenkranz und dem schönen Jesus-Bild und seiner Unterschrift: Jesus ich vertraue auf dich.

Das tut der Seele gut und macht innerlich ruhig.


1
 
 winthir 15. Jänner 2022 

ich mag Kohelet. Das war "mein" Text, den ich mir zu unserer kirchlichen Hochzeit gewünscht hatte.

Alles, Alles hat seine Zeit.

(auszugsweise)

"weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit

zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit

schweigen hat seine Zeit, reden hat seine Zeit

klagen hat seine Zeit, tanzen hat seine Zeit

[...]

Da merkte ich, dass es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben."

ja.

winthir.


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