Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  2. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  3. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Wir machen da was mit Medien
  10. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  11. „Wir werden erwartet“
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  14. Wie Halloween begann: Das Fest wurzelt in einem großen Exorzismus
  15. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein

Rom will einfach nicht

10. Jänner 2022 in Aktuelles, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die neu gewählte Präsidentin des „ZdK“ beklagte sich erst jüngst, dass die deutschen Laienfunktionäre immer noch nicht vom Papst empfangen worden seien - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Rom (kath.net)

Die neu gewählte Präsidentin des „ZdK“ beklagte sich erst jüngst, dass die deutschen Laienfunktionäre immer noch nicht vom Papst empfangen worden seien. Ob diese Klage in irgendeinem Zusammenhang mit der Romreise mehrerer Vertreter der Initiative Neuer Anfang stand, ist unbekannt. Vielleicht war die zeitliche Nähre auch nur ein Zufall. Fakt ist, es konnten Papst Franziskus nach der jüngsten Generalaudienz vergangenen Mittwoch rund 6000 Unterschriften zusammen mit dem Manifest Neuer Anfang überreicht werden.

Vertreter des „ZdK“ hatten bereits im vergangenen Jahr gefordert, ihre Vorstellungen der Reform der Kirche in Rom sowohl den Fachdikasterien als auch dem Heiligen Vater persönlich vortragen zu dürfen. Diese Forderungen sind bislang ungehört verhallt. Informierten Kreisen zu Folge zeigte sich Papst Franziskus allerdings sehr wohl geneigt, den Anliegen der Initiative Neuer Anfang Gehör zu schenken und auch mit dem deutschen Episkopat darüber ins Gespräch zu kommen.

Zahlreiche Anliegen der Initiative, die ein Kreis um den katholischen Publizisten Bernhard Meuser ins Gespräch gebracht hat, decken sich mit den Vorstellungen, die Papst Franziskus in seinem Brief an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland am Fest Peter und Paul im Jahr 2019 den deutschen Katholiken ins Stammbuch geschrieben hat. Der Unterschied zwischen den Anliegen des „ZdK“ und wahrhaften Reformüberlegungen könnte in der Tat nicht größer sein. Hier („ZdK“) die immer wieder die alten Forderungen um Frauenpriestertum, Zölibat und Dekonstruktion der Sexualmoral anstreben, welche neuerdings um eine vollkommene Dekonstruktion des sakramentalen Priestertums erweitert werden. Dort tiefgreifende Gedanken um eine geistliche Erneuerung der Kirche aus dem Evangelium.


Es wäre reine Spekulation zu überlegen, ob es einen inneren Zusammenhang gibt, warum diese sofort Zugang fanden und jene noch immer warten. Dabei ist keineswegs auszuschließen und vielleicht sogar wünschenswert, dass das „ZdK“ einen Termin im Vatikan bekommt. Die römische Luft könnte so manch einen allzu versponnenen Reformgedanken recht schnell erden. Andererseits könnte die diplomatische Höflichkeit an der römischen Kurie, die - suaviter in modo, fortiter in re – Fakten nie in unvermittelter Direktheit anspricht, als Zugeständnisse missverstanden werden. So erging es dem Vorsitzenden der DBK, der sich nach seinem Antrittsbesuch in Rom erstaunlicherweise sehr bestätigt fühlte. Man war halt nett zu ihm gewesen.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die römische Kurie seit Jahrzehnten niemals anders als mit Sorgen auf Deutschland schaut. Es gibt da durchaus markante Punkte, die man erkennen kann. Da ist einerseits an die Konzerthausrede von Papst Benedikt XVI. und andererseits an die nur schriftlich ausgeteilte Ansprache des Heiligen Vaters an die Deutschen Bischöfe im Jahr 2015 zu erinnern. Andererseits gibt es weder im jetzigen noch in einem der vorhergehenden Pontifikate eine auch nur andeutungsweise Ermutigung zu der vom „ZdK“ als Reformen verkauften Dekonstruktionen des Glaubens der Kirche.

Die Vorschläge der Initiative Neuer Anfang hingegen sind mehr als nur einen ersten Blick wert. Sie legen den Grundstein für eine mögliche geistliche Erneuerung der Kirche. Hoffnung darauf sollte man allerdings für die schwindsüchtigen diözesanen Strukturen in Deutschland nicht setzen. Wo sich in Pfarreien und Gruppen ein geistliches Wachstum zeigt, zeigt es sich trotzdem nicht wegen diözesaner Struktur. Dennoch gilt es, nicht aufzugeben und gemeinsam aus dem Geist der Schrift und der Tradition der Kirche, die untrennbar miteinander verbunden sind, die Erneuerung der Kirche zu suchen. Echte Synodalität der Kirche wächst dort, wo nicht ungezählte Kommissionen lange erledigte Ideen zum tausendsten Mal aufbacken, sondern wo Gemeinden und Gemeinschaften auf den Geist Gottes hören. Echte Reformen der Kirche entstehen dort, wo die Sakramente gefördert werden. Wo man sie abzuschaffen versucht, sucht man Wachstum vergeblich. Gäbe es nur die geringste Hoffnung, dass die Laienfunktionäre vom „ZdK“ das und genau das in Rom verstehen könnten, müsste man ihnen glatt einen Termin beim Papst verschaffen. Denn so schwer ist das ja nicht, wie man beim Neuen Anfang gesehen hat.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. Apostolisch und nix anderes
  3. Was auch immer Synodalität sein soll
  4. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  7. Die Krise des Bischofsamtes
  8. Der Bischof und der Denunziant
  9. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  10. Denn sie wissen nicht, was sie fordern







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Vatikan-Außenminister: Papstreise nach USA 2027?
  3. “As a bishop, my duty is to proclaim the faith of the Church”
  4. Erzbischof Marini über Johannes Paul II.: Er war für mich ein zweiter Vater
  5. ‚Ghost Soldier‘ – Action-Film mit Jim Caviezel in der Hauptrolle und Gebet zum Erzengel Michael
  6. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  7. "Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin
  8. Pakistan: Gericht prüft erneut Fall von entführter Christin
  9. Vatikan bestätigt Papstreise nach Südamerika im vollen Umfang
  10. Wir machen da was mit Medien
  11. „Habe Entwicklung zur Ausblendung wichtiger Themen und der Tabuisierung von Kritik selbst erlebt“
  12. Glaubensweitergabe im Wandel der Zeit
  13. Nach Anschlag in Paris: Kritik an Macrons Aussage über religiös motivierte Gewalt
  14. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  15. Eine unzählbare Schar von Zeugen - Heiligkeit kennt keine Grenzen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz