Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  9. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  10. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  11. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  12. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  13. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  14. Zwei Formen - ein Ritus
  15. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!

Tück zu Impfstraßen-Kritik: "Überzogen", aber bleibendes "Unbehagen"

29. Dezember 2021 in Österreich, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wiener Dogmatiker schwächt Warnung vor "Profanierung des Sakralen" bei Stephansdom-Impfstraße ab, fordert aber Erhalt von Kirchen als \"Anders-Orte\"


Wien (kath.net/KAP) Der Wiener Theologe Jan-Heiner Tück hat seine Kritik an Impfstraßen in Kirchen infolge einer davon ausgelösten heftigen Fachdebatte teils zurückgenommen, fordert jedoch weiterhin zum Nachdenken über den Wert sakraler Räume auf. In einem Gastbeitrag für das Portal katholisch.at (24. Dezember) bezeichnete er seine kürzlich geäußerte Warnung vor einer "Profanierung des Sakralen" als überzogen, "dennoch bleibt ein leises Unbehagen, weil die Stätte des Heiligen hier für eine Funktion in Anspruch genommen wird, die problemlos auch an anderen Orten hätte erfüllt werden können", erklärte der Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien.


Tück hatte zuvor in einem Essay für die "Kleine Zeitung" von der Kirche vor dem Hintergrund ein neues Nachdenken über die Gegenwart Gottes gefordert, der sich in der Weihnachtskrippe in Schwachheit und Verletzlichkeit zeige. "Von dieser Hoffnung auch heute zu sprechen und das Friedenspotenzial des Advents freizulegen, das wäre heilsamer als die Profanierung des Sakralen voranzutreiben und Impfstraßen in Kathedralen zu errichten, als gäbe es dafür nicht andere Orte", hatte er dabei erklärt. Dafür sowie für seine Forderung, Kathedralen sollten nicht als "verlängerter Arm staatlicher Gesundheitspolitik missbraucht" werden, erntete er teils heftigen Widerspruch.

Wie der Theologe nun differenzierter feststellte, sei die den Anlass zur Äußerung gebende Impfstraße im Wiener Stephansdom "ein Angebot, das zweifellos von vielen dankbar angenommen wird, das überdies wohl auch Menschen in die Kirche bringt, die sonst eher draußen bleiben". Die Frage nach der Zulässigkeit sei "komplex", dürfe man doch die Gesundheit des Körpers nicht gegen das Seelenheil ausspielen. Dabei gelte allerdings auch: "Ist es nicht wohltuend und gut, Räume der Stille und Sammlung zu haben, die einen zu den hektischen Lebenswelten auf Distanz gehen lassen? Anders-Orte des Sakralen, welche die Funktions- und Leistungsimperative der Gesellschaft unterbrechen? Stätten, die zur Begegnung mit dem Unbegreiflichen einladen, der sich selbst begreiflich machen wollte?"

In katholischen Kirchenräumen mache "ein ganzes Ensemble von Zeichen" die Präsenz des Heiligen bewusst, rief Tück in Erinnerung. Der Theologe verwies dabei auf das Weihwasser beim Übertreten der Schwelle - als Einladung, "der Taufe zu gedenken, durch die unser Name unauslöschlich mit dem Namen des dreifaltigen Gottes verbunden wurde". Ähnlich tiefgehende Bedeutung hätten auch der Altar, das Ambo, die Osterkerze oder das ewige Licht, welches die verborgene Gegenwart des Allerheiligsten im Tabernakel anzeige. "Sich betrachtend dem Allerheiligsten auszusetzen und sich zu sammeln, kann in Zeiten der Sorge und Zerstreuung allemal heilsam sein", so Tück.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  3. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  4. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  7. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  8. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  11. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  12. Überraschende Wendung im Mordfall Ann Widdecombe: Jetzt doch offizieller Terrorverdacht!
  13. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  14. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  15. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz