Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  2. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  3. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  4. Der stumme Gott unserer Zeit
  5. Niedersachsen plant Religionsunterricht ohne Gott!
  6. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  7. Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
  8. Realitätsverlust im Bistum Chur
  9. BDKJ Nordrhein-Westfalen will Verbot der AfD
  10. Ramadan sorgte für Unfrieden an Wiener Schulen!
  11. Michelle Obama ermutigt Mütter arbeiten zu gehen
  12. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  13. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  14. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  15. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen

Klimadiskussion - 1,5-Grad-Ziel ist unrealistisch, unehrlich und sogar gefährlich

12. November 2021 in Chronik, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Theologe Martin Rhonheimer übt Kritik an einer Klimadiskussion, die es gerade den armen Ländern es praktisch verunmöglichen würde, sich wirtschaftlich zu entwickeln


Wien (kath.net)

"Die meisten Menschen glauben, das 1,5-Grad-Ziel im Klimaschutz ergebe sich zwingend aus der Wissenschaft. Dabei ist es ein politisches Ziel, und zwar eines mit vielen Nachteilen." Auf das hat der Theologe Martin Rhonheimer, Gründungspräsident des Austrian Institute of Economics and Social Philosophy in Wien, in einem Kommentar in der "Welt" hingewiesen. Als Freund einer freien Gesellschaft und einer marktwirtschaftlichen Ordnung müsse man den Klimakonferenz in Glasgow mit Skepsis begegnen. Eine offene Diskussion sei nicht vorgesehen, weil sie laut Rhonheimer immer von Zwängen der politischen Korrektheit geprägt, in wohldefinierten und immer gleichen Bahnen verläufe.

Der Theologe erinnert in dem Zusammenhang an den Irrglauben, dass die auf der Pariser Konferenz von 2015 beschlossene 1,5-Grad-Ziel für die maximale Erwärmung bis zum Jahr 2100 ein vom „UN-Klimarat“ (IPCC) vorgegebenes Ziel sei und die 2018 empfohlenen radikalen Maßnahmen zu dessen Erreichung deshalb wissenschaftlich geboten sei. Laut Rhonheimer stimme das aber nicht. Der "UN-Klimarat" habe das nicht gefordert, das war die Politik. 2018 stellte der IPCC fest, welches die voraussichtlichen Folgen einer Klimaerwärmung von nur 1,5 gegenüber zwei Grad wären und was zu tun sei, um dieses Ziel zu erreichen. Der Rat erklärte damals, dass das Ziel erreichbar sei, aber drastische Maßnahmen auf globaler Ebene ergriffen werdenmüssten, darunter ein weitgehender Umbau der Wirtschaft unter Führung staatlicher Vorgaben mit allen damit verbundenen ökonomischen und sozialen Unsicherheiten sowie tief greifenden Veränderungen unserer Lebensgewohnheiten.


Rhonheimer erinnert dannd daran, dass so eine globale Klimapolitik gerade den armen Ländern es praktisch verunmöglichen würde, sich wirtschaftlich zu entwickeln und auf unser Niveau aufzuholen. Die reichen Länder würden ihren relativen Vorsprung gegenüber den ärmeren Ländern beibehalten , die globale Ungleichheit könnte längerfristig drastisch ansteigen. Das wissen Länder wie China oder Indien auch, daher sei dort der Energiehunger deshalb groß. Diese Länder werden daher laut dem Theologen trotz Lippenbekenntnisse auch nicht mitmachen. Es sei daher unverantwortlich, so zu tun, als ob man das 1,5-Grad-Ziel in der vorgegebenen Zeit erreichen könnte. Laut Rhonheimer werden uns auch die Folgen einer 1,5-Grad-Erwärmung keine Verschnaufpause vergönnen. "Würden wir aber die Wirtschaft zur Erreichung genau dieses nun politisch angestrebten Maximalziels von nur 1,5 Grad anpassen, könnte es geschehen, dass wir dann nicht einmal die Folgen dieses eher kleinen Wandels zu meistern imstande wären, am Ende also schlechter dastünden als bei einer höheren Erwärmung mit dann aber zusätzlicher Wirtschaftskraft.", schreibt der Theologe.


Der Sozialethiker wünscht sich daher einen Mittelweg, der es ermöglicht, dass auch die ärmeren Länder aufholen und sich mit moderner Technologie an den Wandel der Umwelt anpassen können. In den meisten IPCC-Prognosen werde der technologische Wandel gar nicht mitberücksichtigt. Liberalen und bürgerlichen Kräfte sollten daher vermehrt einer Politik der Anpassung an den Klimawandel durch technologische und marktwirtschaftlich-unternehmerische Innovation das Wort reden und nicht der Verhinderungspolitik der Grünen anhängen. "Genau so funktionieren Tragödien: Man führt das Unglück mit genau jenen Handlungen herbei, mit denen man es zu verhindern sucht. Das 1,5-Grad-Ziel ist deshalb politisch nicht ernst zu nehmen – weniger Verhinderungspanik und mehr Anpassungsoptimismus würden eher zum Ziel führen.", schreibt Rhonheimer abschließend.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. "Er hat meine Pläne durchkreuzt": Warum der Teufel Angst vor Johannes Paul II. hatte
  4. Realitätsverlust im Bistum Chur
  5. Wenn der Wiener Erzbischof den Heiligen Geist gegen das Kirchenrecht ausspielen möchte
  6. Warum kein einfach gläubiger Katholik „Laienpredigten“ in der heiligen Messe braucht
  7. „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
  8. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  9. Bischof Overbeck ist mit Weidel und Chrupalla in Sachen Iran einer Meinung
  10. Hatte J.D. Vance doch Recht? Wenn Hitler-Vergleiche in Deutschland die Polizei auf den Plan rufen
  11. Papst Leo auf Versöhnungskurs
  12. „Nimm deine kleinen Kinder zur Messe mit!“
  13. 'Ich verstehe Gott nicht': Ältester Deutscher feiert 110. Geburtstag
  14. Exorzismus-Experte: Aktuelle Weltlage nicht nur Werk des Bösen
  15. Junge Katholiken suchen in der Kirche lehramtliche Klarheit und nicht Anpassungsfähigkeit

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz