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Papst greift in Reformprozess des Malteserordens ein28. Oktober 2021 in Weltkirche, 9 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Weitreichende neue Befugnisse für päpstlichen Gesandten Kardinal Tomasi
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus greift in die laufende Verfassungsreform des Malteserordens ein. In einem jetzt vom Vatikan veröffentlichten Brief an den päpstlichen Gesandten für den Souveränen Orden, Kardinal Silvano Tomasi, überträgt der Papst dem 81-Jährigen weitreichende Befugnisse. Der langjährige Vatikan-Diplomat Tomasi dürfe im Namen des Papstes "notfalls auch in Abweichung von der geltenden Verfassungscharta und dem Ordenskodex" Konflikte lösen, so Franziskus.
So soll der päpstliche Gesandte an einem selbstgewählten Termin ein außerordentliches Generalkapitel einberufen und den Vorsitz übernehmen. Bis zu dieser Ordensversammlung und der Neuwahl eines Großmeisters soll der amtierende Statthalter, Marco Luzzago (71), weiter im Amt bleiben.
Darüber hinaus möge Kardinal Tomasi über die Zusammensetzung und Abhaltung des Generalkapitels bestimmen, die neue Verfassungscharta und den Ordenskodex genehmigen sowie eine Reform des Souveränen Rates in Einklang mit den neuen Rechtstexten vornehmen. Letztlich soll Tomasi den gesamten Staatsrat, das höchste Leitungsgremium, zur Wahl eines neuen Großmeisters einberufen. 
Ringen um Reform
Der Souveräne Malteserorden ringt seit geraumer Zeit um eine Reform seiner Ordensstrukturen. Nach dem Tod des langjährigen Großmeisters Giacomo della Torre im Frühjahr 2020 war der Norditaliener Luzzago im November zunächst zum Statthalter auf ein Jahr gewählt worden. Damit erhielt er zwar dieselben Pflichten und Rechte wie ein Großmeister, darf das Amt aber nicht bis zum Lebensende bekleiden.
Die Gründe dafür lagen einerseits in den Umständen seiner Wahl in Pandemiezeiten, vor allem aber in der weiterhin nicht abgeschlossenen Ordensreform. Bei der Reform ihrer Verfassung und ihres Kodex wollen sich die Malteser vor allem eine zeitgemäßere Leitungsstruktur geben. Jener Teil, der die Organisation als Orden betrifft, muss vom Papst genehmigt werden, anderes nicht. Darüber hinaus sind Reformen in Finanzwesen und Compliance, aber auch bei der Berücksichtigung von Frauen in Entscheidungsfunktionen in Gang.
Schauplatz kircheninterner Flügelkämpfe
Der Malteserorden war in den vergangenen Jahren auch des Öfteren Schauplatz kircheninterner Flügelkämpfe zwischen traditionalistischen Franziskus-Gegnern und gemäßigten, Franziskus nahe stehenden Mitgliedern. Offizielle Gottesdienste wurden wiederholt Anlass eines Streits um den ordentlichen oder den außerordentlichen "alten Ritus", weswegen Großmeister della Torre im Juni 2019 nur noch den ordentlichen Messritus erlaubte. Als der Brite Henry Sire in seinem Buch "Dictator Pope" schwerste, auch persönliche Vorwürfe gegen Franziskus erhob, wurde er ausgeschlossen.
Der "Souveräne Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes von Jerusalem von Rhodos und von Malta", so der offizielle Titel, ist politisch ein eigenes Völkerrechtssubjekt und unterhält diplomatische Beziehungen zu 110 Staaten, darunter auch Österreich. Als kirchlicher Orden jedoch unterstehen die Malteser dem Papst.
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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Lesermeinungen| | stephanus2 28. Oktober 2021 | | | | @KMCA Ich darf Ihnen hier meine Meinung kundtun, dass es Frau Merkel "mit ihrer komplett wahnsinnigen Energiewende", wie Sie schreiben,
n i c h t gut gemeint hat. |  2
| | | | | Richelius 28. Oktober 2021 | | | | @ KMCA Die Probleme existieren aber schon länger. Seit der letzten Codexreform (ich hoffe ich vertue mich jetzt nicht mit den Reformen) ist der Weg zur Profeß ein Spiesrutenlauf ohne Ende. Wenn ein junges Mitglied des MHDA überlegt, die Gelübde im Orden abzulegen, kann man ihm nur sagen: „Geh‘ zu einem anderen Orden“.
Dazu der unglaubliche Stolz vieler Ordensmitglieder und das Problem, daß manche den Orden auch als exklusiven Adelsclub betrachten, in dem die Gelübde nur stören… |  1
| | | | | Zeitzeuge 28. Oktober 2021 | | | | Der geistlich/moralisch de-formierte Malteserorden, vgl. z.B. kath.net 59330 und 68215, wird von mir keinerlei finanzielle Zuwendungen
erhalten.
Da spende ich lieber an "Kirche in Not"
und kath.net!! |  3
| | | | | Dr Feingold 28. Oktober 2021 | | | | @Lämmchen was hat das mit der völkerrechtlichen Souveränität des Ordens zu tun? |  0
| | | | | KMCA 28. Oktober 2021 | | | | Tja, was soll man machen Das ist nun mal das was herauskommt wenn ein leicht größenwahnsinniger deutscher Kleinadeliger lieber die Souveränität des Ordens opfert, als persönlich zurück zu stecken. Es gibt nichts zu sehen, gehen Sie bitte weiter.
Dabei hat es, und das ist ein ziemlich tragischer Aspekt an dem Ganzen, Boeselager vermutlich gut gemeint. Genauso wie Frau Merkel ihre komplett wahnsinnige "Energiewende" gut gemeint hat. Manche Menschen müsste man daran hindern, ihre "guten Ideen" in die Praxis umzusetzen. |  2
| | | | | SalvatoreMio 28. Oktober 2021 | | | | "Andere Gemeinschaften"? @Sehr geehrter claude! Was meinen Sie damit? |  1
| | | | | claude 28. Oktober 2021 | | | | Ich habe da eine extrem ungute Ahnung... ... behzüglich anderer Gemeinschaften... |  2
| | | | | Lämmchen 28. Oktober 2021 | | | | Souverän? Bezeichnet sich der Malteserorden tatsächlich noch weiterhin als Souveräner Orden?
Darüber müssten sie dringend nachdenken. |  3
| | | | | Marcus, der mit dem C 28. Oktober 2021 | | | | Die Beschreibung der Verhältnisse ist stark tendenziös! Es fehlt völlig die Causa v. Boeselager und der Streit um eine Großspende. Hier wird nur auf "Traditionalisten" und "Gemäßigte" abgehoben. |  5
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