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Gib Dein Ziel niemals auf

27. Oktober 2021 in Jugend, 2 Lesermeinungen
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Ich glaube, es ist wichtig, sich ein Hauptziel vor Augen zu halten. Und dieses Ziel ist für uns Christen die Erlösung. Unser ganzes Leben, unser Tun und Lassen, sollte darauf ausgerichtet sein - Die Jugendkolumne von kath.net - Von Viktoria Samp


Linz (kath.net)

Häufig machen wir die Erfahrung, dass wir uns einer Sache annehmen und nach kurzer Zeit trotz anfänglichem Enthusiasmus die Energie und die Motivation verlieren, die wir anfangs noch so stark verspürt haben. Wir haben ein Ziel vor Augen und gehen die Sache voller Elan an, doch nach den ersten Tagen merken wir, dass der Weg zum Ziel viel anstrengender ist, als wir gedacht haben. Oft geben wir es dann einfach auf. Warum ist es so und was können wir dagegen unternehmen?

Eine schöne Verbildlichung dieses Phänomens hatte ich zuletzt vor Augen, als ich einen Berg hinaufstieg. Ich wusste, dass der Ausblick von oben wunderschön sein wird und das hat mich motiviert, den ersten Schritt zu machen. Zunächst kam es mir leicht vor und dementsprechend hoch war auch mein Tempo. Doch nach kurzer Zeit bereits ging mir der Atem aus und ich musste den Schritt verlangsamen. Am liebsten wollte ich einfach nur stehen bleiben oder Kehrt machen. Doch stets mit dem Ziel des wundervollen Ausblicks vor Augen konnte ich mich dazu motivieren, doch noch weiterzugehen.


Oft ist es auch so in unserem Leben – wenn wir kein Ziel vor Augen haben, können wir uns nicht aufraffen. Erst ein konkretes Ziel hilft uns, konkrete Schritte in seine Richtung zu machen. Je größer und besonderer uns das Ziel scheint, desto motivierter gehen wir es an. Doch meistens ist das Ziel dann auch so weit entfernt, dass es viel Zeit und Kraft in Anspruch nimmt und so viel von uns verlangt, dass wir sogar am Punkt ankommen, dass wir aufhören, daran zu glauben, dass es überhaupt realisierbar ist. Wenn wir diese Hoffnung verlieren oder nicht bereit sind, ausreichend viel für das Ziel zu opfern, geben wir es auf. Daher ist es wichtig, dieses große Ziel in mehreren kleineren Zielen zu realisieren, die uns helfen, „am Ball“ zu bleiben und am Ende zum Endziel führen.

Ich glaube, es ist wichtig, sich ein Hauptziel vor Augen zu halten. Und dieses Ziel ist für uns Christen die Erlösung. Unser ganzes Leben, unser Tun und Lassen, sollte darauf ausgerichtet sein, irgendwann Gott schauen zu können. Der Weg zu diesem Ziel führt durch unser Leben und dies ist – wie bekannt – nicht immer leicht. Es führt durch enge, steinige, steile und kurvige Gassen mit vielen Hindernissen. Wenn nicht unsere Hoffnung und unser Glaube, dass uns am Ende dieses Weges etwas Großartiges begegnet, hätten wir schon längst aufgeben können. Es ist daher auch wichtig, sich auf diesem Weg kleinere Ziele zu setzen, die auf das Endziel ausgerichtet sind. Jeder Tag ist ein neuer Tag mit neuen Herausforderungen, die wir mithilfe des besten Lebensberaters – Jesus – angehen sollten. Auf unserem Weg müssen wir stets wachsam sein, unter die Füße schauen, auf Menschen, die sich vielleicht verirrt oder in einem der vielen Hindernisse verheddert haben. Auch wir können uns irgendwann in solch einer Lage finden und wünschten uns dann aufmerksame Leute, die uns voll Liebe wieder auf die richtige Spur bringen. Wir schreiten alle gemeinsam auf diesem Weg und müssen es uns täglich in Erinnerung rufen. Denn ein Ziel erreichen wir nur, indem wir noch so kleine Schritte machen, aber stets vorangehen. Egal, wie klein oder langsam diese Schritte noch sein mögen, sie bringen uns immer näher an das Ziel als wenn wir aufgeben würden. Und wir haben mit der Eucharistie, dem Evangelium, dem Katechismus, der Kirche, den Sakramenten usw. wunderbare Wegweiser, die es zu nutzen gilt.


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