Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Ismail Tipi: „Ich fordere sofortigen Abbruch der Sponsorenverhandlungen mit Katar“

15. Juli 2021 in Kommentar, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Hessischer Landtagsabgeordneter und CDU-Integrationsexperte: „Mit Terrorfinanciers verhandelt man nicht“ – Tipi kritisiert Doppelmoral der UEFA: Einerseits Werbung für ‚UEFA Respect‘, auf der anderen Seite ist Qatar Airways ein großer Sponsor.“


Wiesbaden (kath.net/pm) Zahlreiche Politiker auf Bundesebene haben sich jüngst zu den Verhandlungen des DFB mit der staatlichen Airline Qatar Airways geäußert und diese teils scharf kritisiert. Der DFB hatte durch die Corona-Krise die Zusammenarbeit mit dem bisherigen Sponsor Lufthansa unterbrochen. Der Vertrag soll nach Medienberichten nun aber endgültig beendet werden. Als neuer Sponsor sei Qatar Airways im Gespräch.

Ismail Tipi, hessischer Landespolitiker, sieht in diesen Äußerungen eine Bestätigung seiner Forderungen. „Gerade in den letzten Wochen am Rande der Europameisterschaft habe ich immer wieder die UEFA und ihre Doppelmoral kritisiert. Auf der einen Seite werben sie mit Plakaten für ‚UEFA Respect‘. Auf der anderen Seite ist Qatar Airways ein großer Sponsor, der während der EM-Spiele großflächig über die Werbebanden zur allerbesten Sendezeit Werbung machen konnte. Daher kann ich auch die Verhandlungen des DFB mit der Airline nicht nachvollziehen“, so Tipi.


Mit dieser Meinung steht Tipi auch nicht alleine da. Fraktionsübergreifend haben nun mehrere Bundespolitiker den DFB aufgefordert, die Gespräche sofort zu beenden. Hintergrund ist vor allem die angespannte Menschenrechtslage in Katar. Es sei ein falsches Signal, wenn man sich finanziell von so einem Land abhängig mache. „Katar ist nicht nur für seine extensiven Menschenrechtsverletzungen bekannt, sie betreiben sogar verdeckte Terrorfinanzierung für dschihadistische Gruppen und Milizen. Sie treten all die Werte mit Füßen, die wir hier in Deutschland und in Europa als essenziell betrachten: Menschenwürde, Toleranz, ein friedliches Nebeneinander unterschiedlichster Kulturen und Religionen, aber auch Freiheiten und Demokratie. Daher sage ich ganz klar: Wer Terror finanziert, der kann nicht zugleich ein Partner für Europas Demokratien sein, auch nicht auf einer sportlichen Ebene“, so Tipi.

„Wenn wir ernsthaft und glaubwürdig in Deutschland für all die genannten Werte eintreten wollen, für Menschenrechte und Gleichberechtigung, für Toleranz und Freiheit, dann dürfen wir nicht mit so einem Land oder auch einer staatlichen Airline verhandeln und uns sponsern lassen. Wenn sich die Spieler der Nationalmannschaft für Menschenrechte einsetzen und das auf und neben dem Platz auch deutlich machen, ist das ein gutes und wichtiges Zeichen. Wenn ein Fußballverband wie der DFB dann mit einem solchen Land wie Katar Sponsorenverträge abschließt, dann ist das eine höchst verwerfliche Doppelmoral. Wenn wir es wirklich ernst meinen mit unseren Werten, dann dürfen wir sie nicht für Geld und Finanzinteressen verkaufen. Ich erhoffe mir ein klares und deutliches Statement – Kein Geld für Terrorismusunterstützer, kein internationales Parkett für Feinde von Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeiten, für die die Menschenrechtserklärung allenfalls eine unverbindliche Empfehlung darstellt.“

Pressefoto MdL Tibi (c) Ismail Tibi


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz