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"Die Visitation stellt einen Befreiungsschlag dar"

31. Mai 2021 in Kommentar, 23 Lesermeinungen
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"Das kirchliche Verfahren dient der Wahrheitsfindung und der Herstellung von Rechtssicherheit. Darin liegt der wesentliche Unterschied zu den öffentlichen Vorverurteilungen" - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Rom (kath.net)
Nun ist es endlich so weit. Der Vatikan hat auf die Ereignisse in Köln reagiert. Im Gegensatz zu so vielen feuchten Träumen hat der Papst gerade nicht den Erzbischof von Köln mal eben abgeräumt. Im Gegensatz zu so manch anderem Bischof hat Kardinal Woelki, nach allem was man bis jetzt weiß, vorbildliche Aufklärungsarbeit geleistet. Dennoch hielt der Heilige Vater die Apostolische Visitation für notwendig. Auch bei einem guten Bischof kann es, wie man am Auftrag der Visitatoren erkennt, zu komplexen pastoralen Situationen kommen. Mit Anders Kardinal Arborelius OCD und Bischof Johannes van der Hende kommen nun nicht etwa zwei wild wütende Inquisitoren ins rheinische Erzbistum, die mindestens den Kopf des Kölner Erzbischofs in Rom abzuliefern haben. Es kommt, so drückte es Kardinal Woelki selber aus, eine Unterstützung für das Bistum. Dazu hat der Papst zwei erfahrene Bischöfe und Seelsorger beauftragt.

Alles weitere wird man nun abwarten müssen. Ferner sollen auch der Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs durch den Erzbischofs von Hamburg, Stefan Heße, als auch durch die Weihbischöfe Dominikus Schwaderlapp und Ansgar Puff untersucht werden. Da der Erzbischof von Köln in einigen Punkten anderen Bischöfen voraus ist, zeigt der jetzige Fall in Köln, was andernorts ebenfalls zu erwarten sein wird. In München, Osnabrück oder Essen liegen beispielsweise noch gar keine Gutachten vor. Es gibt auch dort Kritik am Umgang der Ortsbischöfe mit sexuellem Missbrauch. Auch in Trier mutmaßen Insider noch so manchen längst nicht aufgearbeiteten Fall in den Archiven. Bleibt abzuwarten, was die jeweiligen Gutachter dort herausfinden. Köln könnte einen ganzen Reigen Apostolischer Visitationen eröffnen.


Zudem wird man in Rom sicher sehr aufmerksam verfolgen, welche Bischöfe stehts die Weihe von Frauen fordern, eine massive Klerikalisierung von Laien betreiben oder lehrmäßige Irrtümer verbreiten. Während in Köln die Visitation von der Bischofskongregation durchgeführt wird, gibt es Anlass genug, andere Bistümer von der Glaubenskongregation visitieren zu lassen. Es ist natürlich ein Akt pastoraler Klugheit, nicht auf jede unsinnige Äußerung hin gleich mit der Inquisitionskeule zu antworten. Etwas Spielraum muss bleiben, die Endlichkeit der römischen Geduld mit Irrlehren sollte hingegen jedem klar sein. Wenn auch der synodale Weg von DBK und „ZdK“ sicher keine Früchte tragen wird, so wären die – auch von Bischöfen - verursachten lehrmäßigen Verwirrungen dieses Weges einer Untersuchung wert. Auch hier werden nicht etwa Scheiterhaufen errichtet werden, sondern man wird Gespräche führen, untersuchen, fragen, Erkenntnisse sammeln und zu Ergebnissen kommen, die dem Papst zu berichten sind.

Entscheiden muss in der Kirche bei Konflikten am Ende immer der Papst. Es ist bekannt, dass Franziskus darin unberechenbar ist. Manche Dinge entscheidet er sehr schnell, andere lässt er sehr lange liegen. Selbst in Fragen der Lehre und des Rechts ist der gegenwärtige Pontifex immer wieder mal für eine Überraschung gut. Auch acht Jahre nach Beginn seines Pontifikats leben Priester immer noch zölibatär, gibt es keine Viri probati und nicht einmal näherungsweise einen Ansatz für ein Diakonat oder Priestertum der Frau. Das zu erwartende neue Strafrecht der Kirche wird in vielerlei Hinsicht deutlich präziser ausfallen, wie aus Fachkreisen zu hören ist. Es sollte sich niemand – auch nicht in Deutschland – zu sicher fühlen. Die Einführung beauftragter Katecheten war eine Überraschung und kann als gelungener Akt zur Stärkung der Laien angesehen werden. Man erkennt daran, dass Rom den Finger näher am Puls der Zeit hat als einige ahnen und andere befürchten.

Was am Ende die Visitation für die betroffenen Erz- und Weihbischöfe bedeuten wird, wird sich zeigen müssen. Die – auch presseöffentlich - herbei geträumte Hinrichtung von Kardinal Woelki ist jedenfalls ausgefallen. Allen Beteiligten, nicht zuletzt den Visitatoren, kann man nur starke Nerven wünschen, denn man wird sie mit interessegeleiteten Anliegen überhäufen. Bei der Suche nach der Wahrheit – und nur darum geht es – sind Interessen völlig fehl am Platz.

 

 


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Lesermeinungen

 Kant1 2. Juni 2021 
 

Kuriose Entscheidung!

@luisa-marie: ja, Sex mit Prostituierten ist Sünde, übrigens auch für Laien. Aber Gott vergibt die Sünde ... und die Kirche auch! Nehmen wir an, der Priester hat 10 Jahre in einem Kloster Buße getan, sollte man ihm dann nicht vergeben? Wie auch immer ...

Deshalb mein Hinweis, denn hier geht es gar nicht um Sünde, sondern um Homosexualität, die ja bekanntlich ein Ausschlußkriterium für den priesterlichen Dienst ist. Entweder hat sich der Priester die Weihe erschlichen, oder zumindest sollte man ihn aus der Schußlinie nehmen, denn er ist erpressbar. Als Pfarrer – und schon gar nicht in einer großen Stadt-Pfarrei oder als stellvertretender Stadtdechant – ist er nicht geeignet.

Also liegt zwar keine Pflichtverletzung vor, aber es ist doch wohl eine kuriose Entscheidung, oder? Wenn die Visitatoren "normal#" sind, werden auch sie sich wundern.


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 luisa-marie 1. Juni 2021 
 

@Kant1

Danke für den Hinweis, wusste ich noch nicht. Ich denke, man (und erst recht ein Priester) sollte weder zu einer Prostituierten noch zu einem Prostituierten gehen. Prostitution ist für mich sexuelle Gewalt gegen Menschen. Auch soll es nicht bei dem einen Fall geblieben sein. Wie kann man nur so einen Priester befördern. Kein Wunder, wenn es böses Blut gibt. Vollkommen zu Recht.


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 physicus 1. Juni 2021 
 

Versuch der selbsterfüllenden Prophezeiung

Man kann leider dem großen Versucher bei seiner destruktiven Arbeit förmlich zugucken. Zwei Methoden fallen auf, über die die Verwirrung stattfindet: Zum einen medial – einer Dauerkanonade, unter Ignorieren journalistischer Standards, mit dem Ziel, den Druck hochzuhalten. Zum anderen politisch Agierende – mit Schachzügen in Gremien oder dem Aufstellen von öffentlichen Forderungen unter Ignorieren christlicher Standards, mit dem Ziel, den Kardinal vor sich herzutreiben.

Und so versucht man, ein Negativbeispiel nach dem anderen zu finden oder zu produzieren, um zu zeigen, dass der Kardinal ja den Laden nicht im Griff habe und (wenn schon nicht aufgrund Pflichtverletzung) aufgrund schlechten Managements abzusetzen sei: Der Versuch einer selbsterfüllenden Prophezeiung.

@hape hat Recht: Diesen Personen ist eine Gewissenserforschung nahezulegen, ob sie nicht aufgrund von Eigeninteressen / verletzter Eitelkeiten / ... maßlos übertreiben. Möge die Visitation zur Besinnung beitragen.


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 Kant1 1. Juni 2021 
 

Wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über!

@Hape: danke für Ihre aufrichtigen Worte, für Ihr Mitgefühl und Ihre gutgemeinten Tips. Ich bete tatsächlich regelmäßig für K. Woelki. Ich bin nicht der „Faktenchecker“, aber die Fakten liegen einfach auf der Hand. Ich möchte mich da nicht wiederholen. Ich wünsche K. Woelki wirklich nicht, daß er seinen „Posten“ verliert, aber daß er ihn vielleicht mit etwas mehr Gottesfurcht ausfüllt, dann hätte er z.B. in der Flüchtlingskrise zu Fronleichnam kein „Flüchtlingsboot-Altar“ verwendet. Denken Sie einmal an seinen Vorgänger K. Meissner, der definitiv mehr Gegener hatte, aber weniger Visitation, nämlich keine! Von K. Meissner hat sich K. Woelki ja abgewandt ... und wurde dann sein Nachfolger. K. Meissner hat immer gesagt: „Kein Interview ohne Jesus Christus!“, denn ... wovon das Herz voll ist, davon fließt der Mund über!
@luisa-marie: Nicht zu einER , sondern zu einEM Prostituierten! Vielleicht keine Pflichtverletzung, aber doch sehr kurios, diese Entscheidung, oder?


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 berger 1. Juni 2021 
 

Luisa Marie

Ich meine das so wie ich es gesagt habe. Wenn ein Priester fehlt (Gang zu einer Prostituierten) dann ist das eine Sünde, aber nicht zu vergleichen mit anhaltenden Verfälschungen der reinen Lehre oder Liturgiemissbräuchen.


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 SVD98 1. Juni 2021 
 

@luisa-marie @bunfleck @berger

Wenn hohen Kirchenleuten, die zudem schon etliche Jahre Leitungserfahrung besitzen, so etwas passiert, dann wäre mein Vertrauen auch auf dem Nullpunkt.


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 luisa-marie 1. Juni 2021 
 

Ein Priester geht zu einer Prostituierten. Das geht nun wirklich nicht. So einen Mann kann man nicht befördern, das ist 1. gegen das Zölibatsgebot und 2. gegen die katholische Sexualmoral. So etwas hätte der Kardinal oder seine Mitarbeiter merken und beachten müssen.
@berger "passiert halt mal" Nein pfui!!!


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 girsberg74 1. Juni 2021 
 

Alle Achtung!

@Kant1 („Hochmut kommt vor dem Fall“)

Bezüglich angelasteter Pflichtverletzungen sehe ich das ebenso wie Sie:
Kardinal Woelki hat sich „ … [k]einer Pflichtverletzung schuldig gemacht ...“


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 hape 1. Juni 2021 

@Kant 1

Gratulation: offenbar sind Sie der einzige Faktenchecker in der rheinischen Tiefebene, der Wölki durchschaut hat. Wie sehr Sie doch unter seiner Empathielosigkeit leiden müssen! – Sie könnten mir fast schon leid tun, wenn diese Diskussion nicht so absurd wäre.

Die Schwierigkeiten von Wölki liegen gewiss nicht an einem Mangel an Führungsqualität, sondern am Ungehorsam seiner Gegner. Die wollen ihn, auf Deibel komm' raus, aus dem Amt drängen. Diese Leute verwechseln das Bischofsamt mit dem des Vorsitzenden eines Kölner Karnevalvereins.

Nicht Wölki muss weg, sondern seine Gegner sollten ihr Gewissen prüfen! Sie führen doch sonst auch ständig das subjektive Gewissensurteil an, um jeden Unsinn zu begründen. In diesem Fall würde die Gewissensprüfung mal so richtig Sinn machen!

Geben Sie dem Mann doch endlich eine echte Chance! Bieten Sie Wölki Ihre loyale Zusammenarbeit an und stellen Sie die Angriffe auf ihn ein. Subito! – Das wäre jetzt angemessen!


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 girsberg74 1. Juni 2021 
 

Stille Wasser nahezu überall, außer zu Köln!

@buntfleck an @einsucher

Ihrer persönlichen Meinung ungeachtet, die zutreffen mag oder nicht, schließe ich aus Ihrem Post, dass Sie es lieber sähen, wenn Woelki gegangen würde, denn sonst könnten Sie nicht urteilen:

„Zumindest das Krisenmanagement von Kardinal Woelki und seiner engsten Mitarbeiter war denkbar schlecht.“

Wie kommen Sie zu Ihrem Urteil, da ein solcher Prozess, - geradezu ein Musterprozess -, bisher zum ersten Mal geführt wurde, für den es einiges zu lernen gab.


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 Kant1 1. Juni 2021 
 

Hochmut kommt vor dem Fall!

@Hape: K. Woelki ist ein Verlierer, nicht weil er sich einer Pflichtverletzung schuldig gemacht hat, sondern weil er seine Diözese nicht gut geleitet und deshalb nicht mehr im Griff hat. Das ist doch der eigentlich Grund der Visitation: er schafft es alleine nicht mehr, sich aus der verfahrenen Situation zu befreien.

Und ein guter Verlierer ist er bisher nicht, denn er gibt dieses Versagen nicht zu. Denken Sie an seinen vielsagenden Kommentar, den ich zum besseren Verständnis aus dem „Pastoral-Geschwurbel“ für Sie ins Deutsche übersetze:
- Es ist nötig ein „nüchterner und objektiver Blick“, den ich habe, meine Kritiker nicht.
- Ich arbeite die Schuld auf, wie es sich für einen Christen gehört, meine Kritiker verkraften das offensichtlich nicht.
- Ich suche Dialog, meine Kritiker polarisieren.

Wer so „empathielos“ mit seinen Gegner umgeht, der braucht sich nicht zu wundern, daß er es nicht schafft, Ruhe in den „Laden“ zu bringen. Da fällt mir nur noch eines ein: Hochmut kommmt ...!


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 berger 1. Juni 2021 
 

Buntfleck

Schämen sollten Sie sich, hier auch noch Schmutz aufKardinal Woelki zu werfen. Und was soll an dem Vorwurf mit dem Düsseldorfer Stadtdechanten dran sein? Er soll zugegeben haben, vor etwa 20 Jahren mal bei einer Prostituierten gewesen zu sein. Das ist ein Verstoß gegen das Zölibatsgelübte aber keine Straftat. Passiert halt mal.


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 SalvatoreMio 1. Juni 2021 
 

Demokratisierung - Protestantisierung

Als Kirche sind wir schon eifrig dabei zu demokratisieren: Gemeinden des Bistums Köln lehnen es ab, dass dass der Kardinal die Firmung spendet(Beten wir für ihn und die ihm Anvertrauten!) An anderer Stelle liest man, dass ein US-amerikanischer Bischof einen Pfarrer entlassen will, weil dieser Corona-Maßnahmen kritisiert! Jener Pfarrer ist doch auch "Priester auf ewig". - Wir sind wahrhaftig in tiefem Fall! -
Oder ich denke an einen ev.-luth. Pastor, der sich sehr für seine Gemeinde aufopferte, und in deren Kirche wir regelmäßig die hl. Messe feiern durften. Er war dem Kirchenvorstand zu katholikenfreundlich. Sie schafften es, ihn loszuwerden.


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 hape 1. Juni 2021 

@ Kant1

Der Mann wurde rehabilitiert. Gute Verlierer sollten deshalb diejenigen sein, die ihm etwas anhängen wollten und es nicht geschafft haben. Sie, werter @Kant1, an erster Stelle.


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 lesa 31. Mai 2021 

@Kant 1: Solche Ettikettierungen Ihrer Person möchten Sie doch sicher auch nicht. Niemand von uns ist perfekt. Und "gerissene Taktierer" würden vermutlich nicht für die Lehre der Kirche grade stehen, wissend, dass es ihm Kopf und Kragen kosten kann, wie es Kardinal Woelki getan hat.
@einsucher: Sie sollen ja auch selbständig denken und tun es auch. Gott sei Dank.
Im übrigen: Der Herr soll Regie führen, wir bitten ihn darum!


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 girsberg74 31. Mai 2021 
 

ad @Einsucher - Wenn man Woelki für integer hält,

muss man nicht den Auguren geben.

Ich gestehe Ihnen zu, dass Sie Limburg beobachtet und die Geschehnisse verfolgt haben und daraus Ihre Schlüsse ziehen.

Das muss woanders aber nicht funktionieren. Ich wünsche Kardinal Woelki gläubige und integere Mitarbeiter.

Und ich bete für Rainer Maria Kardinal Woelki und seine Diözese; für einen anderen bin geradezu gezwungen das zu tun, ich hoffe jener lacht nicht. (Wäre mit aber auch egal.)


denn Bosheit versucht es immer auf die selbe Tour


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 physicus 31. Mai 2021 
 

@einsucher

Das schätze ich anders ein. Ich denke, es wäre keine gute Idee, einen nicht schuldigen Bischof abzusetzen. Das würde geneigten Kreisen signalisieren, man müsse nur genug Krawall machen und mit Dreck werfen, dann bekommt man, was man will.
Und das "Problem" (welches genau?) wäre dadurch keineswegs gelöst; es würde nach kurzer Scheinruhe forciert wiederkommen.


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 einsucher 31. Mai 2021 
 

Ich denke es wird zu einem Wechsel des Ortsbischofs in Köln kommen. Nicht, weil es sich um eine persönliche Schuld des Bischofs handelt, sondern das er seine Diözese nicht mehr wirklich regieren kann. Angenommen, er würde im Amt bleiben, so gibt es sicherlich sehr viele die auf den jetzigen Skandal Bezug nehmen und ihm das regieren seiner Diözese dadurch unmöglich machen.

Ich denke es wäre sinnvoll die Kölner Erzdiözese für einen bestimmten Zeitraum unter einem Apostolischen Visitator zu lassen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, sofern das überhaupt möglich ist.

Mir ist bewusst, das es nicht jedem passt, das ich es für sinnvoll erachte einen fähigen Bischof aus seiner Diözese abzulösen, aber das scheint mir die sinnvollste Lösung bis das Problem gelöst ist.


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 Marcoman 31. Mai 2021 

Ad urbi et orbi

Unser Kardinal wurde medial (hpts. Kölner Stadt-Anzeiger) unter Beschuss gestellt, ich nehme an, weil er noch die Dreistigkeit besaß, sich in den Tagungen des s.g. "Synodalen Weges" im Sinne der Kirchenlehre einzusetzen. Aber: Was interessiert dem Stadtanzeiger die Glaubenslehre! Visitiert werden soll derweil hpts. die AUFARBEITUNG des Missbrauchsskandals. Diesbezüglich wurden zwei Bischöfe der Diözese suspendiert. Ich nehme an, das ist die eigtl. Hauptsache. Der Kardinal selbst hätte sachbezogen eine einzige Fehleinschätzung eines Glaubensbruders zu verzeichnen. Das ist nicht viel, und wer hier (außerhalb der Politaktivisten) den ersten Stein werfen möge, gerne.


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 Dottrina 31. Mai 2021 
 

Im Bistum Köln

wurde zumindest etwas getan, um Aufklärung zu leisten. Was ist mit den anderen Bistümern? Gerade die Oberhirten, die den "Synodalen Irrweg" propagieren (den kein Mensch braucht), sollten sich an der eigenen Nase fassen. Die widerwärtige Art und Weise, wie hier ein Bischof angegangen wird, erinnert an die Hetz- und Treibjagd gegen Tebartz-van Elst dereinst in Limburg. Der Rauch Satans, der in die Kirche eingedrungen ist, hat sich bereits zum Rauch eines ganzen Flächenbrandes entwickelt.


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 cooperatorveritatis 31. Mai 2021 
 

Boshaftigkeit und Argwohn

@Kant1
Ihre boshafte, mit Unterstellungen arbeitende Lesart zu Kardinal
Woelki kann ich nicht teilen. Können Sie in sein Herz schauen und die tiefsten Motive erkennen? Er wollte in seinem Erzbistum die Missbrauchsaufarbeitung weiter vorantreiben. Das hat er getan. Dabei wurde seine Unschuld festgestellt. Es hätte auch ergeben können, dass er sich ebenfalls einer Pflichtverletzung schuldig gemacht hat. Glauben Sie wirklich, dass er bewusst das Kalkül verfolgt hat, die anderen Bischöfe unter Druck zu setzen und selber als "der grosse Aufklärer" dazustehen? So was können Sie doch nicht ernsthaft behaupten, ohne Belege vorzulegen! Ihr Geraune und Ihr Argwohn sind jedenfalls nicht von christlicher Art. Kennen Sie denn den alten
(Rechts)grundsatz "In dubio pro reo" nicht? Für die Mainstream-medien mögen das böhmische Dörfer sein, ein Christ aber sollte damit keine Probleme haben.


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 Cejazar 31. Mai 2021 
 

Sollte Woelki nicht öffentlich hingerichtet werden...

steht zu befürchten, dass die Gegner Woelkis das Ergebnis der Visitation nicht anerkennen werden und was von „einer Krähe hackt der anderen kein Auge aus“ usw. erzählen werden.

Für die linkskatholischen Kreise und die Presse steht das Ergebnis ja schon fest: Woelki muß weg, da er zu konservativ und gegen den synodalen Weg ist. Und nur dieses Ergebnis wird von den „toleranten“ anerkannt werden - Leider...


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 Kant1 31. Mai 2021 
 

Ein gerissener Taktierer ... auch ein guter Verlierer?

Warum hält K. Woelki eigentlich die Großraum-Pfarrei für unverzichtbar. Zu wenig Priester? Nein! Sein Grund: weil die meisten Priester nicht fähig sind, eine Pfarrei zu leiten. Die Visitation zeigt uns jetzt, daß das analog natürlich auch für Bischöfe mit ihrem Bistum gelten kann.

Und .. ja, er hat die Vorreiter-Rolle bei der Aufklärung sexuellen Mißbrauchs spielen wollen, wenn auch natürlich mit einer fast 10-jähigen Verspätung, in der auch er im Chor mit allen anderen deutschen Bischöfen erst einmal alles auf DIE Priester geschoben hat.

Aber auch in dieser Vorreiter-Rolle hat er sich übrigens als der gerissene Taktierer erwiesen, als den ihn viele kennen. Drei Fliegen mit einer Klappe: er setzt die anderen Bischöfe unter Druck, von denen viele noch Dreck am stecken haben, bekommt selber das Urteil „unschuldig“ und setzt sich selbst ala der große Aufklärer in Szene. Tja, leider nicht geklappt!

Zumindest sollte er jetzt ein guter Verlierer sein ... bisher sieht es nicht danach aus!


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