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Rottenburger Bischof Fürst prüft Taufspendung und Gemeindeleitung durch Laien

28. Mai 2021 in Aktuelles, 44 Lesermeinungen
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Bischof Fürst versicherte außerdem, sich weiterhin für die Einführung des Diakonats für Frauen einzusetzen. Allerdings gehe hier nichts ohne das Einverständnis der Weltkirche.


Rottenburg (kath.net) Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, prüft derzeit, ob eine Möglichkeit besteht, dass das Sakrament der Taufe auch durch pastorale Laien gespendet werden kann. Das gibt die Diözese auf ihrer Homepage bekannt. Auch stehe in Überlegung, die Gemeindeleitung durch Laien auszubauen und ihre Position als pastorale Ansprechpartner vor Ort sowie den Anteil weiblicher Führungskräfte in der Diözesanverwaltung gezielt zu erhöhen. Zudem will sich der Bischof weiterhin für das Diakonat der Frau einsetzen. Den Teilnehmerinnen eines diözesanen Frauenforums schrieb er dies in einem Brief und formulierte, er habe „erneut gespürt, welch tiefen Schmerz viele Frauen empfinden, weil sie sich in ihrer Berufung nicht ernst genommen fühlen“, Parallel bat er um Verzeihung, wenn er selbst diesen Eindruck erweckt habe. „Ich habe mir die Beiträge des Frauenforums zu Herzen genommen, ebenso wie die Erwartungen der Aktion Maria 2.0.“


Er habe bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die kirchenrechtlich prüft, wie und unter welchen Bedingungen nicht geweihte pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Taufe spenden können. Ein weiteres Gremium soll in der Folge ein konkretes pastorales Konzept der Taufe durch Laien erarbeiten, so die Darstellung der Diözese auf ihrer Homepage. Bischof Fürst versicherte, sich weiterhin für die Einführung des Diakonats für Frauen einzusetzen. Allerdings gehe hier nichts ohne das Einverständnis der Weltkirche. Frauen, die die Berufung zur Diakonin oder Priesterin in sich tragen, will Bischof Fürst zeitnah zu einem Gespräch einladen.

Archivfoto Bischof Fürst (c) Diözese Rottenburg-Stuttgart


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