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Der Papst war unbequem

14. Mai 2021 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Kardinal Dziwisz über das Attentat auf Johannes Paul II.: Er forderte die Achtung der Menschenrechte.


Warschau (kath.net/ Polnische Bischofskonferenz)

„Das Attentat auf Johannes Paul II. war die Konsequenz seiner standhaften Forderung nach der Achtung der Menschenrechte, besonders im Kontext der Versklavung durch den Totalitarismus. Damals war ein solcher Papst für viele unbequem“, betont Kardinal Stanislaw Dziwisz zum 40. Jahrestag des Anschlags.

Am Jahrestag der Aggression. Kardinal Dziwisz weist darauf hin, dass der heilige Johannes Paul II. sich von Beginn seines Pontifikats an entschieden für verfolgte und unterdrückte Menschen und für die vom Totalitarismus versklavten Gesellschaften eingesetzt hat.


„Er selbst stammte aus Polen, einem Land, das im 20. Jahrhundert die Gräueltaten des Nazismus und des Kommunismus erlebt hat. Er verstand sehr gut, welchen Schaden die totalitäre Gewalt, die von den Behörden gegen einzelne Bürger und ganze Gesellschaften eingesetzt wurde, anrichtete. Deshalb forderte er unbeirrt, dass die Rechte und die Würde jedes Menschen geachtet werden. Er hat einen hohen Preis dafür bezahlt, aber das Attentat hat seine Mission nicht unterbrochen“, sagte der langjährige Sekretär des heiligen Johannes Paul II.

Er fügte hinzu, dass die Momente nach dem Attentat sehr dramatisch waren, weil der Papst aufgrund der Wunden in ernsthafter Lebensgefahr schwebte. „Als ich den zusammensackenden und stark blutenden Heiligen Vater hielt, war ich unter Schock; aber ich wusste, dass wir handeln mussten, um sein Leben zu retten. Johannes Paul II. blieb trotz der Schmerzen ruhig, vertraute sich Gott und Maria an und sagte mir schon auf dem Weg zum Krankenhaus, als er das Bewusstsein verlor, dass er dem Attentäter verzeiht“, erinnert sich Kardinal Dziwisz.

Er betont auch, dass der heilige Johannes Paul nach seiner Rekonvaleszenz trotz der eingeleiteten Sicherheitsvorkehrungen die Begegnungen mit den Menschen und die ausländischen Pilgerfahrten nicht mied und seine Botschaft weiterhin mutig verkündete. „Er sagte wiederholt, dass sein Leben dank Maria gerettet wurde. Er besuchte den Attentäter im Gefängnis und sprach eine Zeit lang mit ihm. Den Feinden des Papstes ist es nicht gelungen, ihn mit Gewalt zu stoppen; er hatte eine von Gott anvertraute Mission, die er bis zum Ende fortgesetzt hat“, stellte Kardinal Dziwisz fest.


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