Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  4. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  5. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Was auch immer Synodalität sein soll
  12. Was eine Messe wiegt
  13. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  14. „Warum bin ich Christ“
  15. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'

Berlin – Früheres Mitglied des Landesdenkmalrats: „Noch nicht zu spät, Hedwigs-Kathedrale zu retten“

25. März 2021 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nikolaus Bernau befürwortet inhaltlich sowie unter dem Aspekt der Sparsamkeit den „Willen zum Kompromiss“ – „Es gibt keinen einzigen technischen oder liturgischen Grund, weiter abzureissen – außer blank ästhetisierendem Fundamentalismus“


Berlin (kath.net/pl) Die Berliner St. Hedwigs-Kathedrale „wurde zwischen 1952 und 1963 nach den Plänen des rheinischen Architekten Hans Schwippert wiederaufgebaut, als Gesamtkunstwerk von Künstlern aus beiden Teilen Deutschlands. Es war die bedeutendste, Raum gewordene Demonstration einer standhaften und doch des eigenen Versagens in der Nazizeit bewussten Katholischen Kirche. Dennoch will das Erzbistum diesen Raum zugunsten einer aus seiner Sicht repräsentativen ‚Hauptstadtkirche‘ aufgeben.“ Das schreibt der Architekturkritiker und Sachbuchautor Nikolaus Bernau in einem Kommentar in der „Berliner Zeitung“. Das frühere Mitglied des Berliner Landesdenkmalrats, der auch bereits mehrfach Lehraufträge Architektur- und Museumsgeschichte bekam, dass das Erzbistum „bisher hartleibig“ reagiere und „auf den Vorrechten des Bischofs und der Priester, die Kirche zu gestalten“ bestehe, ja, sich durchgesetzt habe.


Der Architekturkritiker beschreibt die aktuelle Bausituation: In der Kirche sei „die zentrale Öffnung zwischen Unter- und Oberkirche …bereits provisorisch geschlossen, der alte Hauptaltar ist abgeräumt“. Doch sei aber vieles erhalten, was in sich erhaltenswert sei: „die Schwippert-Säulen mit ihren goldenen Streifen und den alten, von 1774 stammenden Basen, das Gebälk, der schwarzgraue, zart gemaserte Marmor-Fußboden, die raffiniert gewürfelten, grüngraublauen Putzwände, die mattierten Fenster, die großartige Kuppel mit ihren schuppenartigen Akustiktafeln“.

Dann stellt Bernau fest, dass es „keinen einzigen technischen oder liturgischen Grund, weiter abzureissen – außer blank ästhetisierendem Fundamentalismus“. Vielmehr gebe es eine „aktuelle Modellaufstellung des Sitzbankarrangements und des Altars von Sichau & Walter und Zogmeyer zeigt: Eine Kombination dieses Neuen mit der verbliebenen Schwippert-Architektur wirkt kraftvoll und stimmig.“

Hier brauche es einen „Willen zum Kompromiss“, der allerdings auch durch „das vertrackte deutsche Urheberrecht gehemmt sei, das „absurderweise die Zerstörung eines Kunstwerks, nicht aber seine Veränderung“. Es sei inhaltlich sowie unter dem Aspekt der Sparsamkeit sinnvoll, gemäß dem Vorbild des antiken Panteons die „grandiose Architektur“ unangetastet zu lassen, „nur die Inneneinrichtung“ zu ändern.

Link zum Kommentar in der „Berliner Zeitung“

Foto St. Hedwigs-Kathedrale © Wikipedia/A.Savin/FAL


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  3. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  4. Aktionäre fordern FedEx auf, den Versand von Abtreibungspillen einzustellen
  5. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  6. Israel: Vikariat ruft drei Jahre nach 7. Oktober zu Versöhnung auf
  7. Georgien: Kirchen- und Staatsoberhaupt bekräftigen christliche Wurzeln
  8. Bischofstreffen zu Ehe und Familie will Abschlussbericht publizieren
  9. Du bist eingeladen – mit deinem ganzen Leben
  10. Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
  11. Erzbischof Randazzo: Synodalität kein Grund, Elemente der kirchlichen Tradition zu verwerfen
  12. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  13. 'Tatsächlich Gott'
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. „Warum bin ich Christ“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz