Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  3. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  4. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  5. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  6. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  7. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  8. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  9. Moskauer Patriarch Kyrill könnte auf EU-Sanktionsliste kommen
  10. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  11. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  12. Verbrechen gegen Menschlichkeit und gegen das Christentum durch Russland!
  13. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘
  14. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  15. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an

Trauungsverbot allein auf weiter Flur

17. März 2021 in Österreich, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Österreichische Bischofskonferenz hält seit über vier Monaten ein Hochzeitsverbot aufrecht, das seinesgleichen vergeblich sucht. Daher ist eine Eheschließung derzeit ohne Priester möglich. Analyse von Michael Koder


Wien (kath.net/mk) Die Österreichische Bischofskonferenz untersagt kirchliche Trauungen nun schon seit viereinhalb Monaten, selbst im kleinsten Kreis. Pandemiebedingt natürlich. Ohne irgendeine zeitliche Perspektive für heiratswillige Paare. Wenn man über Österreichs Tellerrand hinaus auf unsere Nachbardiözesen blickt, sieht die Lage anders aus:

Die Schweizer Bischöfe haben kein Trauungsverbot erlassen, in deren Richtlinien werden nur die staatlichen Vorschriften wiedergegeben, die religiöse Veranstaltungen mit bis zu 50 Personen erlauben. Auch im Erzbistum Vaduz (Liechtenstein) gibt es kein Hochzeitsverbot, hier wird auf der Homepage des Bistums sogar für heurige Ehevorbereitungskurse geworben! Ähnlich stellt sich die Lage in unseren deutschen Nachbardiözesen Passau und München-Freising dar: Trauungen sind in beiden Bistümern ausdrücklich erlaubt.


Unser südlicher Nachbar, die Diözese Bozen-Brixen in Südtirol, kennt ebenfalls kein Verbot für Trauungen. Dasselbe gilt für Ungarn: der dortige Erlass der Bischofskonferenz ist wesentlich schlanker als das österreichische penible Hygienekonzept, er verweist nur pauschal auf die staatlichen Vorschriften und ermutigt die Gläubigen zum Gebet. Blickt man schließlich in die Slowakei, so gilt dort staatlicherseits ein Verbot von Gottesdiensten und jeglichen religiösen Veranstaltungen; dagegen haben die slowakischen Bischöfe aber schon heftig protestiert, kath.net hat berichtet. Die Gläubigen sollten nicht das Gefühl haben, von der Kirche in dieser schweren Zeit verlassen zu werden, so appellieren die Bischöfe an ihre Regierung.

kath.net stellte eine Presseanfrage an das Generalsekretariat der österreichischen Bischofskonferenz, wie lange das Trauungsverbot noch gelten soll, warum selbst Trauungen im kleinsten Kreis verboten sind (Taufen dagegen nicht), warum (groteskerweise) standesamtliche Trauungen möglich sind, kirchliche aber nicht. Die Anfrage blieb bis dato unbeantwortet.

Hinzuweisen ist darauf, dass es in Notzeiten die Möglichkeit einer „außerordentlichen“ Trauung OHNE Priester gibt: Eine Eheschließung ist – an jedem Ort – allein vor zwei Zeugen gültig, wenn sich (ohne schweren Nachteil) kein Priester findet, der „ein Auge zudrückt“ und das Paar traut, und das wahrscheinlich noch ein Monat lang so sein wird (can. 1116 CIC). Eine besondere Dringlichkeit der Trauung ist nicht notwendig.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - MONTAG ANMELDESCHLUSS!!!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. "Wir haben kleines Gebet gesprochen, weil wir glauben, daß Jesus durch das Spiel verherrlich wird"
  4. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  5. Linksfeministinnen haben einst katholischen Verband übernommen
  6. „Alles, was auch nur entfernt katholisch aussieht, zu hinterfragen, davor zu warnen“
  7. ‚Das Christentum ist in Deutschland inzwischen fast so bedroht wie das Auerhuhn‘
  8. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  9. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  10. „NMECHA hat mehr für den christlichen glauben getan als die letzten kirchentage der @EKD“
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  14. Elon Musk kündigt rechtliche Schritte gegen das ZDF an
  15. Nicht spektakuläre Gesten sondern kleine Taten der Treue

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz