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Englisches Krankenhaus beendet künstliche Ernährung: Komatöser Patient tot

27. Jänner 2021 in Prolife, 13 Lesermeinungen
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Nach einem Herzinfarkt lag der Pole im Koma. Auf Anraten der Ärzte und der Ehefrau des Patienten wurde die künstliche Ernährung gegen den Widerstand der Herkunftsfamilie beendet - FOTO: R.S. als junger Mann mit Papst Johannes Paul II.


Plymouth (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Der polnische Patient, der nach einem Herzinfarkt in einem englischen Krankenhaus im Koma gelegen ist, ist am 26. Januar verstorben. Der nur unter den Initialen R.S. bekannte Mann kam nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus. Der Herzinfarkt verursachte Schädigungen des Gehirns. S. lag im Koma und musste künstlich ernährt werden.

Am 15. Dezember entschied ein Gericht, dass die künstliche Ernährung eingestellt werden kann. Die Ärzte des Krankenhauses und die Ehefrau des Patienten hatten dies gewünscht. Die Herkunftsfamilie von S., darunter seine Mutter, zwei Schwestern und eine Nichte, haben bis zuletzt versucht, das Urteil aufheben zu lassen. Sie argumentierten, S. sei ein gläubiger Katholik, der Euthanasie ablehnt. Es war ihnen zweimal gelungen, die Einstellung der künstlichen Ernährung zu verhindern. Mit Unterstützung der polnischen Regierung haben sie sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gewandt, um mit dessen Hilfe zu erreichen, dass S. weiter ernährt wird. Auch die polnische Bischofskonferenz hat sich dafür eingesetzt.


Zuletzt hat die polnische Regierung S. einen Diplomatenpass ausgestellt, um ihn auf diesem Weg dem Einfluss britischer Gerichte zu entziehen. Polen wäre bereit gewesen, S. zurück in seine Heimat zu verlegen und ihn dort in einer Spezialklinik behandeln zu lassen. Der britische Richter hat einen Transport des Polen abgelehnt, da er unterwegs sterben könnte. Gleichzeitig hat er die Ansicht der Ärzte des NHS gutgeheißen, dass eine weitere künstliche Ernährung nicht im besten Interesse des Patienten sei. Am 14. Januar stellten die Ärzte die künstliche Ernährung ein.

Foto: Der Pole R.S., der in England nach Beendigung der künstlichen Ernährung starb, als junger Mann mit Papst Johannes Paul II.

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Lesermeinungen

 jakob19 9. Mai 2023 
 

Wir sind alle in Gottes Hand, er begrenzt unser Leben. Wenn menschliche Hilfe nicht mehr möglich ist, sollte sie eingestellt werden und das hat nichts mit aktiver Sterbehilfe oder Euthanasie zu tun. Eine künstliche Verlängerung des Sterbens kann nicht in Gottes Willen liegen. Auch deshalb braucht jeder katholische Christ eine Patientenverfügung in der er nach seinem Gewissen palliative Maßnahmen regelt.


0
 
 Fink 27. Jänner 2021 
 

Das nennt man "passive Sterbehilfe". Ich finde es richtig.

Die vorgelegten Informationen zum Hergang sind lückenhaft. Ich reime mir das so zusammen: Herr R.S. hat bei einem Herzinfarkt einen Herzstillstand erlitten. Dabei kam es zu Durchblutungsstörung und einer dauerhaften Schädigung des Gehirns. Der Notarzt hat reanimiert (wiederbelebt), hat die Herz-Kreislauf-Funktion wieder in Gang gebracht, nicht aber die Atmung. Deswegen muss auf der Intensivstation dauerhaft beatmet werden. Der Patient ist im Dauerkoma. Jetzt stellt sich die Frage: die künstliche Beatmung abstellen und die künstliche Ernährung einstellen (das ist "passive Sterbehilfe", KEINE EUTHANASIE), oder auf unbestimmte Dauer intensivmedizinisch so weitermachen. In der Tat wäre hier eine Patientenverfügung überaus nützlich. Ersatzweise entscheidet die Ehefrau. "Verhungern lassen", "Verdursten lassen", was soll denn diese Stimmungsmache? -Dem Lebensschutz ist mit solchen Extrempositionen nicht gedient, meine ich!


0
 
 Richelius 27. Jänner 2021 
 

Mir kommt das alles sehr bekannt vor. Nur lebe ich nicht in England...


2
 
 Mich@EL 27. Jänner 2021 
 

@Herbstlicht

"In Polen hätte es vielleicht eine kleine Chance zur Besserung gegeben..."
Ich kann Ihnen versichern, dass er in Polen eine bessere Chance hätte als in GB. Er wäre sicherlich auch nicht getötet worden


7
 
 Herbstlicht 27. Jänner 2021 
 

Ich empfehle den Verstorbenen in Gottes gute Hände.

Bei IHM wird er mehr Liebe erfahren als hier auf der Erde.

Nicht ins Heimatland Polen transportieren wegen Todesgefahr,
aber verhungern und verdursten lassen.
Solch ein abwegiges Handeln ist einfach nur krank und alles andere als rational nachvollziehbar.

In Polen hätte es vielleicht eine kleine Chance zur Besserung gegeben, vielleicht ...
Verhungern und verdursten jedoch ist der sichere, richterlich erlaubte Tod.


10
 
 Dr Feingold 27. Jänner 2021 
 

@nazareth

woher nehmen Sie das Wissen,daß der Wille des Patienten nicht beachtet wurde ?


3
 
 SalvatoreMio 27. Jänner 2021 
 

Vorsorge treffen

@DrFeingold: ich teile Ihre Meinung! Wenn der Verstorbene keine Vorsorge getroffen hat, gilt als erstes der Wille der Ehepartnerin. -Inwieweit Mediziner und Gerichte in Großbritannien noch christliche Entscheidungen treffen, da darf man zumindest Zweifel hegen. - Ansonsten möchte ich diese Gelegenheit nutzen: wer im Falle von ernster Krankheit oder beim Ableben die Sterbesakramente wünscht und auch ein Requiem, der sollte das nicht dem "Schicksal" überlassen, sondern mit Angehörigen besprechen und am besten schriftlich vorsorgen!


8
 
 nazareth 27. Jänner 2021 
 

Das war ja wohl Mord. Und der Wille des Kommatösen null von Bedeutung. Sollten jene bedenken, die groß von Freiheit zur Entscheidung reden.


6
 
 Bene16 27. Jänner 2021 
 

Herr, erbarme Dich!

R.I.P.


10
 
 Rolando 27. Jänner 2021 
 

Mystery

Genauso schlimm ist es mit den Ungeborenen, durch Verdacht auf Behinderung oder mögliche kurze Lebenserwartung werden sie getötet.


12
 
 Dr Feingold 27. Jänner 2021 
 

entscheidend ist

was er wollte und wenn er das nicht klar geregelt hat die Ehefrau das ist nicht Sache der Verwandtschaft
Man kann nur jedem raten für solch einen Fall rechtlich Vorsorge zu treffen
Ihr Dr. Feingold


4
 
 Haifisch 27. Jänner 2021 

Dies ist ein trauriger Fall,

der bekannt wurde genau wie die Fälle der beiden Jungen, die man hat sterben lassen. Ich möchte wissen, wieviele arme Menschen in England oder sonstwo, hinter denen niemand stand, euthanasiert wurden.


12
 
 Mystery 27. Jänner 2021 

Sorry aber perverser geht

es wohl nicht. Die englischen Gerichte haben seinen Tod beschlossen aber die Verlegung in seine Heimat Polen abgelehnt da er während der Fahrt sterben könnte...?!?!


16
 

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