Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  5. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  6. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Komatöser Pole soll in Großbritannien verhungern – Polnische Bischofskonferenz bittet um Hilfe

20. Jänner 2021 in Prolife, 10 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Gądecki schreibt an britischen Kardinal Nichols – Polnische Behörden würden Kosten für Behandlung und Transport übernehmen, aber britisches Gericht lehnt ab, da die Reise lebensbedrohlich sein könnte - VIDEO - Von Petra Lorleberg


Warschau-London (kath.net/pl) Erzbischof Stanislaw Gądecki hat an den britischen Kardinal Vincent Nichols einen Brief geschrieben mit der Bitte, sich dafür einzusetzen, dass ein in Großbritannien im Koma liegender polnischer Mann nicht dem Tod durch Verhungern ausgesetzt wird. Gądecki, der Vorsitzende der Polnischen katholischen Bischofskonferenz, Nichols ist der Vorsitzende der Katholischen Bischofskonferenz von England und Wales, beide sind stellvertretende Präsidenten des Rates der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Gądecki betonte, dass die öffentliche Meinung in Polen durch die Entscheidung des britischen Gerichts erschüttert ist, einem Polen, der mit einer Hirnverletzung in Plymouth ins Krankenhaus eingeliefert wurde, keine Nahrung und kein Wasser mehr zu geben. „Tatsächlich wurde er zum Tod durch Verhungern verurteilt“.

Der Patient ist einem Bericht von „LifeSiteNews“ zufolge ein polnischer Katholik, der Anfang November in Großbritannien einen Herzinfarkt erlitten hatte, von dem schwere Hirnschäden zurückgeblieben sind. Er kann selbstständig atmen, ist aber auf künstliche Ernährung und Flüssigkeitszufuhr angewiesen. Seine Ärzte im Krankenhaus glauben, dass er sich in einem vegetativen Zustand befinde und dass er nur eine geringe Chance habe, auch nur minimal bei Bewusstsein zu sein. Gleichzeitig erwarteten sie, dass er mit medizinischer Hilfe noch fünf oder mehr Jahre leben könnte, dies läge allerdings nicht in seinem eigenen besten Interesse.


kath.net dokumentiert den Brief von Erzbischof Stanislaw Gądecki in voller Länge in eigener Übersetzung (Quelle: Polnische Bischofskonferenz) – Übersetzung © kath.net

Eminenz,
In den letzten Tagen wurde die öffentliche Meinung in Polen durch die Entscheidung des britischen Gerichts erschüttert, einem Polen, der mit einer Hirnverletzung in Plymouth ins Krankenhaus eingeliefert wurde, keine Nahrung und kein Wasser mehr zu geben. Tatsächlich wurde er durch zum Tod durch Verhungern verurteilt.

Die Frau und die Kinder des Mannes, die in England leben, stimmten der Entscheidung zu. Eine gegenteilige Meinung vertreten die in Polen lebende Mutter und Schwester sowie die andere Schwester und Nichte des Mannes, die in England leben. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat deren Beschwerde jedoch wiederholt zurückgewiesen, wodurch das Krankenhaus das Verfahren fortsetzen kann, um diesen Mann seines Lebens zu berauben.

Die Behörden unseres Landes versicherten, dass sie die Kosten für Behandlung und Transport übernehmen würden. Das britische Gericht stimmt dem Transport des Patienten nicht zu, da die Reise lebensbedrohlich sein kann.

Johannes Paul II. schrieb in Evangelium Vitae: Man kann „in gewisser Hinsicht von einem Krieg der Mächtigen gegen die Schwachen sprechen: das Leben, das mehr Annahme, Liebe und Fürsorge verlangen würde, wird für nutzlos gehalten oder als eine unerträgliche Last betrachtet und daher auf vielerlei Weise abgelehnt. Wer durch seine Krankheit, durch seine Behinderung oder, noch viel einfacher, durch sein bloßes Dasein den Wohlstand oder die Lebensgewohnheiten derer in Frage stellt, die günstiger dastehen, wird zunehmend als Feind angesehen, gegen den man sich verteidigen bzw. den man ausschalten muss. Auf diese Weise wird eine Art »Verschwörung gegen das Leben« entfesselt. Sie involviert nicht nur die einzelnen Personen in ihren individuellen, familiären oder Gruppenbeziehungen, sondern geht darüber hinaus, um schließlich auf Weltebene den Beziehungen zwischen den Völkern und Staaten zu schaden und sie durcheinanderzubringen.“(EV, 12).

Ich wende mich an Ihre Eminenz – als Präsident der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales – und bitte Sie um Ihre Hilfe in dieser schwierigen Angelegenheit und um Schritte zur Rettung des Lebens unseres Landsmanns.

Erzbischof Stanisław Gądecki
Präsident der polnischen Bischofskonferenz
Vizepräsident der Europakonferenzen des Bischofsrates (CCEE)

Archivfoto Erzbischof Gądecki (c) Polnische Bischofskonferenz

Aktuelles Video des betroffenen polnischen Katholiken:

Mehr dazu auf kathtube:


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz