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16. Jänner 2021 in Familie, 1 Lesermeinung
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Die Theologie des Leibes als Blog - Von C. Klaus - Erster Blog-Beitrag


Wien (kath.net)

Johannes Paul II. erklärte uns von 1979 bis 1984 in seinen Mittwochskatechesen, wer der Mensch ist und was seine Bestimmung ist. Er sprach vom Menschen, der als Gottes Ebenbild und als Mann und Frau erschaffen wurde, wie es in der Genesis geschrieben steht (Gen 1,27). Doch der Mensch trägt aufgrund von seinem freien Willen auch die Verantwortung, wirklich zum Abbild Gottes zu werden und sein Mann- oder Frausein auch als Abbild Gottes zu leben.

Aber wie können wir das verwirklichen? Die Antwort darauf hat uns der heilige Papst Johannes Paul II. durch seine Theologie des Leibes gegeben. Er war nicht nur ein Heiliger, der als Theologe ein sehr tiefgehendes Verständnis von der heiligen Schrift hatte, sondern auch ein Philosoph, der sich mit dem zeitgenössischem Denken und den daraus entstehenden Handlungsweisen der Menschen auseinandergesetzt hat. Wegen seiner tiefen Verbundenheit mit Gott konnte er uns die Sichtweise Gottes zu Themen wie der Beziehung zwischen Mann und Frau vermitteln. Anhand von biblischen Texten erklärte er das christliche Menschenbild und die Bestimmung des Menschen. Durch das Wort Gottes, unseres Schöpfers, können wir am besten verstehen, wer wir als Menschen sind und wozu wir berufen sind. Diese Erkenntnis ist entscheidend dafür, wie wir unsere Beziehungen gestalten. In ihr finden wir auch die Antworten auf die ethischen Fragen in Bezug auf Sexualität, Ehe und Familie.


Im Schöpfungsbericht der Genesis lesen wir, dass der Mensch als Abbild Gottes erschaffen wurde. Aufgrund seines Verstandes und seines freien Willens ist der Mensch den Tieren eindeutig überlegen. Der Mensch ist aber nicht nur als Individuum Abbild Gottes, sondern vor allem in der Gemeinschaft. Gott Vater, Jesus und der Heilige Geist sind die drei göttlichen Personen der Dreifaltigkeit. Zwischen ihnen besteht die vollkommenste Form der Liebe. Der Mensch wurde von Gott aus Liebe erschaffen und mit der wunderbaren Schöpfung beschenkt. Gott ist Liebe und der Mensch, der liebt, wird durch seine Liebe Gott ähnlich. Die Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau und ihr sexuelle Vereinigung in der Ehe sollen daher ein Abbild der Liebe Gottes sein. Unser Körper als Mann oder als Frau zeigt, dass wir für die Liebe geschaffen sind, um Liebe zu empfangen und Liebe zu geben. Wir sind auf das andere Geschlecht hin geschaffen. Unsere Berufung zur Liebe, zur Hingabe, zum Schenken und zum Empfangen und die Sehnsucht nach dieser Berufung wurden also in unseren Körper von unserem Schöpfer hineingeschrieben.

Das war ein kleiner Vorgeschmack auf die großen Themen der Theologie des Leibes. Johannes Paul II. beschrieb auch den Menschen vor dem Sündenfall, der die Liebe in der vollkommenen Reinheit des Herzens verwirklichen konnte. Dann sprach er über den „geschichtlichen“ Menschen in unserer Welt, der mit der egoistischen Begierde kämpft. Und schließlich erläuterte er die Auferstehung des Leibes und den Menschen in der zukünftigen Welt des ewigen Lebens.

In diesem Blog möchte ich über einige Themen der Theologie des Leibes schreiben. Wer sich darin weiter vertiefen möchte, kann es bei dem Studiengang „Theologie des Leibes“ in Heiligenkreuz, den ich auch absolviere und der mich sehr fasziniert.


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