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Ein Segen sollst du sein!

2. Jänner 2021 in Spirituelles, 7 Lesermeinungen
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Mag das Leben noch so dunkel sein, Gott schenkt seinen Freunden immer wieder „Aufsteller“. Das erlebte ich eben unter der Bezeichnung „Blessing“ (Segen) - Gedanken des 88-jährigen Kapuzinerbruders Tilbert Moser / VISION2000


Wien (kath.net/Vision2000.at)

Bruder Tilbert Moser ist Kapuziner und lebt seit einem Sturz  im Vorjahr im Schweizer Kloster Wil, das für Pflegebedürftige eingerichtet ist. In seinem jüngsten Runddbrief erzählt er, wie er vom Wunder des Segnens neu berührt wurde.



Ich schreibe Euch als Schwerbehinderter und Schmerzgeplagter vom Pflegekloster Wil in der Schweiz aus. Mit meinen 88 Jahren bin ich wie in einem noch abgedunkelten Theatersaal und blicke gespannt auf den Vorhang, bis er sich öffnet und ich überwältigt werde von dem, was mir da entgegenkommt: das strahlende himmlische Jerusalem. Nun bin ich nicht mehr  Zuschauer, sondern hineingenommen in das Leben der Himmelsbewohner.


Mag das Leben noch so dunkel sein, Gott schenkt seinen Freunden immer wieder „Aufsteller“. Das erlebte ich eben unter der Bezeichnung „Blessing“ (Segen). Im April 2020 bekam eine Gruppe unter Kari Jobe in USA die Eingebung, den Priestersegen Aarons laut mit seinen Sängern in die Welt hineinzurufen, gegen Corona und alle dämonischen Mächte, die heute unsere Welt bedrohen:  
 

Der Herr sprach zu Mose: Sag zu Aaron und seinen Söhnen: So sollt ihr die Israeliten segnen;
sprecht  zu ihnen: Der Herr segne dich und behüte dich. Der Herr lasse Sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende Sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden. So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, und ich werde sie segnen. (Num 6,22-27)
 

Diesen Segen zu sprechen, war dem priesterlichen Geschlecht vorbehalten. Jesus hat dies ausgeweitet auf alle Getauften, wie Petrus sagt: „Ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, eine königliche Priesterschaft, ein heiliger Stamm, ein Volk, das sein besonderes Eigentum wurde, damit ihr die großen Taten dessen verkündet, der euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen hat» (1Petr 2,9).
 


Als priesterliches Geschlecht sind wir berufen, den Segen Got­tes weiterzuleiten: „Vergeltet Böses nicht mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung! Im Gegenteil: Segnet, denn dazu seid ihr berufen worden…“  (1Petr 3,9). Daraus hören wir die Stimme Jesu: „Liebt eure Feinde, tut denen Gutes, die euch hassen! Segnet die, die euch verfluchen; betet für die, die euch beschimpfen!“ (Lk 6,27f).
 

Was ist Segen, Segnen? Das griechische und lateinische Wort dafür (eu-logein/ bene-dicere) heißt wörtlich „Gutes sagen“. Wenn Gott uns Gutes zuspricht, sind das keine leeren Worte, sondern mit Seinem Wort weckt Gott Leben und Fruchtbarkeit auf allen Ebenen. Am Beginn der Schöpfung zuerst bei den unvernünftigen Lebewesen: „Gott segnete sie, und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch“ (Gen 1,22), dann bei den Menschen: „Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres …“ (Gen 1,28ff).
 

Hier zeigt sich, worauf der Segen Gottes zielt: Durch Seinen Segen ermächtigt er die Gesegneten, selber Segensträger zu sein. Der allmächtige Schöpfer macht die Menschen zu Abbildern seiner Herrschermacht, wie es der Psalm staunend besingt: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn gekrönt mit Pracht und Herrlichkeit. Du hast ihn als Herrscher eingesetzt über die Werke deiner Hände, alles hast du gelegt unter seine Füße … Herr, unser Herr, wie gewaltig ist dein Name auf der ganzen Erde“ (Ps 8,5-7.10).
 

Durch den Sündenfall kam der Fluch (das Gegenteil von Segen) in die Welt, der zum Tod führt. Doch Gott wollte, dass sein Segen über den Tod triumphiert, und zwar durch menschliche Segensträger. Immer wieder segnete Gott Menschen, damit sie Seinen Segen durch ihre Nachkommen weitergeben: „Gott segnete Noach und seine Söhne…“ und stiftete mit dem Regenbogen den Noach-Bund (Gen 6-8).
 

Weiter geht der Segensstrom durch Abraham: „Ein Segen sollst du sein. Ich werde segnen, die dich segnen; wer dich verwünscht, den werde ich verfluchen. Durch dich sollen alle Sippen der Erde Segen erlangen“ (Gen 12,2f). So geht der auf das Kommen des Messias ausgerichtete Segen durch Handauflegung auf den Erstgeborenen weiter, über David zu Jesus (Mt 1,1-16; Gal 3,16). Durch Jesus geht der Abrahamsegen weiter auf alle Glaubenden: „Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, … damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteil wird und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen“ (Gal 3,13f). Der Segen besteht also konkret im Heiligen Geist.
 

„Du sollst ein Segen sein!“ (Gen 12,2; 1 Petr 3,9) Nicht nur, indem wir jeden, der uns begegnet mit einem „bhüet di Gott“ oder „grüess Gott“ segnen, sondern indem wir durch unser ganzes „Leben mit Christus“ anderen Seinen Segen (durch „Aufopferung“) zuwenden und helfen „Seelen zu retten“, wozu Maria uns bei ihren Erscheinungen aufruft. Wir lassen uns mitreißen von jenen, die im „Blessing“ den Aaronsegen in die Welt hinausrufen, schätzen aber auch die verborgenen Segensträger, die durch ihr „Mitgekreuzigtsein mit Christus“ wie Paulus „ergänzen, was an den Leiden Christi noch fehlt, für seinen Leib, die Kirche“ (vgl. Kol 1,24).


Der Quell, woraus wir den Segen schöpfen, um ihn weiterzugeben, ist das durchbohrte und verklärte Herz Jesu, uns zugänglich in der Eucharistie. Daraus schöpfe ich täglich, wenn ich mich als stiller „Konzelebrant“ mit Schmerzen und Müdigkeit bei der täglichen Eucharistiefeier mit dem Opfer Christi verbinde und meinen mühevollen Alltag mit Seinem Opfer verbinde, damit er zum Segen werde, besonders für jene, für die ich besonders bete. Bei der heiligen Kommunion empfange ich Ihn real, um mit Ihm „durch Sein Leiden und Kreuz zur glorreichen Auferstehung“ zu gelangen und vom Himmel aus „Rosen zu streuen“ (nach dem Bild der Kleinen Therese). Doch schon jetzt hoffe ich, dass ich mit dieser „Bibelarbeit“ euch näher zum Quell des Segens geführt habe. Miteinander wollen wir unsere Vollmacht als Christen ausnützen, den Segen des Auferstandenen in die dunkle Welt hineinzurufen.


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Lesermeinungen

 lakota 6. Jänner 2021 
 

Herzlichen Dank kath.net

für diesen wunderbaren Beitrag des Kapuzinerbruders und für die Kommentare der User hier!

Es tut gut, immer wieder daran erinnert zu werden, daß wir ein Segen sein sollen und andere segnen sollen. Man vergißt es doch im Alltag öfter, dabei ist es doch so wichtig und wertvoll.


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 Diadochus 2. Jänner 2021 
 

Segen

Die Gedanken des Kapuzinerbruders sind ein Segen. Das tut gut. Gerne möchte ich mit ihm im Stillen "konzelebrieren", um ein Segen sein zu können.
@Flo33, während meiner Umschulung in Nürnberg zum Bürokaufmann war ich mit einer Klassenkameradin (Klassensprecherin) zerstritten. Ich konnte mir nicht ausmalen, was für einen Groll sie gegen mich hegte. Eine Retourkutsche jagte die nächste. Wie dem ein Ende setzen? Nach dem Mittagessen in der Schulkantine fragte ich sie, ob ich ihr einen Kaffee bringen dürfe. Sie willigte ein und ich bediente sie. Unter vier Augen entschuldigte ich mich bei ihr und bot ihr meine Hand an. Wir wurden beste Freunde. Die anderen Klassenkameraden staunten nur noch und konnten es nicht fassen. Der Friedensschluss blieb unser Geheimnis. Wo ein Wille, da ein Segen.


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 SalvatoreMio 2. Jänner 2021 
 

Der alte Griesgram von der Bank

Es ist "ewig" her: immer wenn ich zur Bank ging und von einem bestimmten Herrn bedient wurde, war ich innerlich ärgerlich. Er reagierte auf keinen Gruß, war immer griesgrämig. Eines Tages, als ich die Bank betrat, ging ich freundlich auf ihn los (widerwillig und scheinheilig), fragte aber freundlich, wie es ihm gehe usw.? Oh, Wunder, ich habe es nie begriffen: von da an war der Mann plötzlich nett, konnte lächeln und grüßen!


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 Rosenzweig 2. Jänner 2021 

DANKE - liebes Kath.net Team - verbunden mit herzl. Segenswüschen..

für das begonnene Jahr des HERRN 2021!
Für Ihren segensreichen Dienst-"Kathl.Info"- weiterhin die Gaben d. Hl.GEISTES + Unterscheidg. d. Geister-
dazu in der KRAFT + FREUDE am wahren Glauben-
u. unterm Schutz MARIENs - der Braut des Hl.GEISTES!
-
Sowie DANK jetzt für diesen wertvoll. Beitrag - dazu zum Jahresbeginn ein wertvoller IMPULS-
Jeden Tag- nun 2021- wieder bewusster die Kraft/ Gnade u. auch Heilung Unseres SEGNENs zu nutzen!

Wir- die wir um die Kraft + Heilung des SEGNENs wissen u. auch immer mal selbst erfahren-
werden sicher auch danach einmal gefragt..?!

Wenn wir z.B. im „Mea Culpa“ beten:
„..Gutes unterlassen + Böses getan..„- spüren wir auch, wo das GUTE oder das SEGNEN ausbleibt-
hat der Böse FREIRAUM- zum Unguten/o. Sünde zu verleiten..?!
-
Danke auch wertern Herrn Fleischer + @ grumpycath
Für
Ihre Beiträge + ebenso wertvolle Erfahrungen - ja mitunter spontan- Früchte des Hl. GEISTES in uns + um uns spürbar werden!
Vergelt`s GOTT u. dankb. verbunden..!


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 Flo33 2. Jänner 2021 
 

An Gottes Segen, ist alles gelegen

Ja , Freunde Gottes ich hatte auch so einen Fall . Ein Konkurrent meiner damaligen Firma , Dachdecker , hat nur über mich geschimpft , gelästert . Als er vom Dach stürzte (Murnau) Unfallkrankenhaus , hab ich ihm einen Genesungsbrief geschrieben , und immer wieder gesegnet . Seither , bring ich ihn nicht mehr los (lache)


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 grumpycath. 2. Jänner 2021 
 

@Stefan Fleischer

Exakt den gleichen Rat im Stillen - bei aufkommender Abwehr und Widerwillen gegen bestimmte Personen - für sich zu beten "Herr segne sie/ihn" gab ein erfahrener Beichtvater vor Jahren meiner Frau.

Hat schon oft gut funktioniert und spontanen Widerwillen in Gelassenheit und Toleranz gewandelt.


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 Stefan Fleischer 2. Jänner 2021 

Apropos segnen

In meinen Betrachtungen zum Stossgebet habe u.a. geschrieben:
Viele Menschen, die mir begegnen, lösen bei mir Antipathie, Widerwillen, oft sogar Ekel aus. Würde ich mich bemühen, solche Menschen immer zuerst einmal zu segnen, würde sich mein Verhältnis zu ihnen schnell ändern. Sicher, auch die tiefste Gottesbeziehung kann meine natürlichen Abwehrreaktionen, meine Gefühle nicht einfach hinweg wischen, oder gar in ihr Gegenteil verkehren. Das gelingt vielleicht ganz großen Heiligen, aber sicher nicht dem Anfänger. Doch mit einem Stoßgebet würde es mir leichter fallen, mich nicht dabei aufzuhalten, oder mich gar noch in meine Gefühle hineinzusteigern. Es würde mir helfen, das Gute in diesen Menschen zu sehen, diese Beziehung auf eine höhere Ebene zu verlagern, sie hineinzunehmen in meine Beziehung zu Gott.


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