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Den tradierten Glauben demütig anbieten

30. August 2025 in Spirituelles, 8 Lesermeinungen
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Die Autorität Gottes ist Garant der Freiheit des Menschen. Wird der Glaube an Ihn als Quelle der Autorität geschwächt oder zerstört, werden wir nach einem anderen Herrn Ausschau halten. Ein Beitrag von Erzbischof Charles Chaput


Wien (kath.net/http://vision2000.at

Die Autorität Gottes ist Garant der Freiheit des Menschen. Wird der Glaube an Ihn als Quelle der Autorität geschwächt oder zerstört, werden wir nach einem anderen Herrn Ausschau halten. Das Leben verabscheut das Vakuum. Wenn Gott von der Bühne abtritt, weitet der Staat unweigerlich seine Rolle aus, um diesen Platz einzunehmen. Ohne den Gott der Bibel landen wir in einer Art verdeckter Form von Götzendienst. Und meist steckt Politik dahinter.

Aus diesem Grund ist alles, was von innen her den Glauben der Gemeinschaft schwächt, so schädlich – nicht nur für die Kirche, sondern für die Kultur der wahren Freiheit. Es gibt keine neue Paradigmen, keine neuen Prinzipien des Verstehens, keine Revolution des Denkens (…), die die Radikalität und die befreiende Schönheit des christlichen Menschenbildes auslöschen könnten.

Der Schlüssel zu diesem Menschenbild liegt in der Natur unserer Sexualität. Sie drückt sich aus in der Komplementarität von Mann und Frau, die auf neues Leben und gegenseitige Unterstützung ausgerichtet ist. Die menschliche Sexualität und die menschlichen Beziehungen haben eine gottgegebene Bestimmung. Diese ist Quelle wahrer Freiheit und Freude. Man kann sie nicht ändern, neu interpretieren oder medizinisch wegmachen.


Das ist die Wahrheit über das, was wir als leibliche Geschöpfe sind, egal, was unsere persönlichen Schwächen und Verirrungen auch sein mögen. Zu unserem eigenen und zum Heil der ganzen Gesellschaft müssen wir diese Wahrheit bezeugen, denn das Wesen unseres Menschseins hängt davon ab. Während die in Geduld und Liebe geäußerte Wahrheit eine Waffe darstellt, ist ihr Verschweigen eine Art Diebstahl. Barmherzigkeit ohne Wahrheit ist keine Barmherzigkeit.

Vorige Woche, als ich diese Gedanken niederschrieb, bekam ich ein E-Mail von Charles Camosy, einem Theologen und Ethiker an der Fordham University. Ich zitiere nur einen kleinen Teil. Dr. Camosy schrieb: „Wir stecken in einer zutiefst zerbrochenen, entfremdeten Kultur. Viele Leute, vor allem junge, halten verzweifelt Ausschau nach etwas, das ihnen Boden unter die Füße gibt und sie herausfordert. Nach einem Ort, den es zu entdecken gilt und der ihre wahre Identität ausdrückt. Wie soll die Kirche an ein kulturelles Zeitalter wie dieses herangehen?

Mit Zuversicht. Und großer Offenheit. Jenseits der Götzen der säkularen Linken und Rechten findet eine politische Neuordnung statt, die uns neue Möglichkeiten eröffnet, treu zu unseren Traditionen und Lehren zu stehen.

Viele Jugendliche halten Ausschau nach genau dieser Art von praktiziertem, traditionellem, reichhaltigem Gut, das die Kirche zu bieten hat. Einem, das nicht den politischen Ideen ihrer Großeltern verpflichtet ist…

Wie in früheren Zeiten sollte sich die Kirche voll Vertrauen auf diese zerbrochene Realität einlassen, mit ihrer mächtigen, attraktiven Botschaft der Liebe, der Gewaltlosigkeit und mit besonderer Sorge um die Verwundbaren – aber mit dem Ziel, den kulturell Heimatlosen eine Heimat zu bieten.

Es gibt Leute, die uns heute zum Rückzug auffordern. Zur Kapitulation: Wir sollten einen massiven Paradigmenwechsel durchfüh­ren. Ihnen sage ich respektvoll: Ihr habt die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Statt unsere Tradition zu verkürzen, nach Wegen Ausschau zu halten, unsere alte Lehre und die von Gott durch die Apostel und deren Nachfolger offenbarte Weisheit zu umgehen, ist jetzt eindeutig die Zeit, die uns aufruft, das Geschenk des überlieferten Glaubens begeistert anzunehmen und ihn demütig und liebevoll dieser Kultur anzubieten, die ihn so sehr braucht.“ Besser kann man es nicht sagen.
 


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