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Polen: Tschenstochau feiert "Schwarze Madonna" mit Friedensappell

28. August 2025 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Erzbischof Polak lädt ein zu: "Achtung vor dem menschlichen Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, Achtung der Menschenwürde, Erziehung junger Menschen im Geist des Evangeliums"


Tschenstochau (kath.net/KAP/red) Tausende Pilger und zahlreiche hohe kirchliche Würdenträger haben sich am Dienstag im polnischen Marienheiligtum Jasna Góra zur Feier des Festes der Heiligen Jungfrau Maria von Tschenstochau versammelt. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten der "Schwarzen Madonna" stand laut einem Bericht von Vatican News der Ruf nach Einigkeit, Frieden und gegenseitigem Respekt in einer von Herausforderungen geprägten Zeit. Der Primas von Polen, Erzbischof Wojciech Polak, rief in seiner Predigt zur "Herzensreinigung" und zur Achtung der Menschenwürde von der Zeugung bis zum natürlichen Tod auf. Er appellierte an die Gläubigen, im Geist der christlichen Botschaft zu leben, den Frieden zu suchen und sich für gesellschaftliche Einheit, Vergebung sowie Solidarität mit Geflüchteten einzusetzen.

Wörtlich sagte Erzbischof Polak: „Wir hören den Ruf nach Ehrlichkeit und Integrität bei der Gestaltung unseres persönlichen, familiären und gemeinschaftlichen Lebens. Möge der Ruf nach Achtung vor dem menschlichen Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod, nach Achtung vor der Menschenwürde und nach Fürsorge und Erziehung junger Menschen im Einklang mit dem Geist des Evangeliums Christi, nach einem Leben in Liebe und Gerechtigkeit, in Selbstverleugnung und gegenseitigem Respekt, nach einem Leben in Harmonie und Frieden ohne Hass, Gewalt und Ausbeutung unsere Herzen erneut erreichen.“


Arnold Chrapkowski, Generaloberer des seit dem 14. Jahrhundert für die Seelsorge im Kloster von Tschenstochau zuständigen Paulinerordens, betonte in seiner Eröffnungsansprache, dass Glaube nicht nur Privatsache sei, sondern eine gemeinsame Verantwortung darstelle, die sich in Wort und Tat zeigen müsse. Er sagte: "Der Glaube ist nicht nur Privatsache, sondern eine öffentliche Angelegenheit. Möge er zur Quelle des Lebens für Einzelne, Familien und Nationen werden. Wir haben das Recht, unseren Glauben öffentlich zu bekennen, öffentlich über Gott zu sprechen und in Schulen über ihn zu lehren. Lasst uns beten, dass wir unseren Glauben leben und ihn in Worten, Taten und Gesten zum Ausdruck bringen können. Dass wir in der Vielfalt Einheit und Dialog, gegenseitigen Respekt und Unterstützung lernen."

Das Fest hat großen Dankcharakter für die besondere Rolle Mariens in der polnischen Geschichte. Sie gilt als Beschützerin höchster Werte wie Glauben, Kultur und Sprache. Traditionell erneuerten die Gläubigen auch die Jasna-Góra-Gelübde des polnischen Volkes, die von Kardinal Stefan Wyszyski (1901-1981) verfasst wurden. Zudem wurde am Dienstag auch der Beginn der dritten Etappe der landesweiten Wallfahrt mit einer Kopie des Marienbildes gefeiert, die an die Diözese Sosnowiec übergeben wurde.

Die Marienikone der Schwarzen Madonna von Tschenstochau wird seit Jahrhunderten als "Königin von Polen" verehrt. Die Geschichte des dem Evangelisten Lukas zugeschriebenen Bildes ist tief mit dem nationalen Schicksal Polens verbunden, zumal sie in Zeiten von Kriegen, Teilungen und Fremdherrschaft stets als geistlicher Schutzschild des Volkes galt. Ihre sichtbaren Narben an der Wange, die aus einem Angriff auf das Kloster Jasna Góra 1430 stammen, gelten als ein Symbol für die Verletzlichkeit, Freiheitsstreben und Widerstandskraft des Glaubens.

Zwischen Mariä Himmelfahrt (15. August) und dem 26. August finden Fußwallfahrten zum Heiligtum aus ganz Polen statt, an denen sich heuer laut offiziellen Angaben fast 30.000 Pilger beteiligten. Die Bedeutung der Schwarzen Madonna reicht jedoch auch weit über die Landesgrenzen hinaus. Allein im Jahr 2024 kamen über vier Millionen Gläubige aus der ganzen Welt nach Jasna Góra, viele davon aus der polnischen Diaspora. Der polnische Papst Johannes Paul II. kam in seiner Amtszeit sechsmal nach Tschenstochau, seine Nachfolger Benedikt XIV. und Franziskus je einmal.

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