Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Zeitliche und ewige Zukunft
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  13. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

Christus, König, der oberste Richter

22. November 2020 in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: in das Reich Gottes durch die Tür des demütigen und großzügigen Dienstes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Der Menschensohn wird sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen und er wird die Menschen voneinander scheiden“: Papst Franziskus kommentierte in seiner Ansprache vor dem traditionellen Mittagsgebet am Hochfest Christkönig das Evangelium vom Tag (Mt 25,14-30). Am Vormittag hatte er am Kathedra-Altar der Petersbasilika die Messe zum Hochfestgefeiert.

Das Kirchenjahr ist zu Ende, „die große Parabel, in der sich das Geheimnis Christi entfaltet“. Er „ist das Alpha und das Omega, der Anfang und die Erfüllung der Geschichte“. Die heutige Liturgie konzentriere sich auf das „Omega“, also auf das Endziel. Der Sinn der Geschichte könne verstanden werden, wenn wir uns ihren Höhepunkt vor Augen hielten: „das Ende ist auch das Ziel“. Genau das tut Matthäus im Evangelium, indem er die Rede Jesu über das Weltgericht an den Schlusspunkt seines irdischen Lebens setze. Er, den die Menschen zu verurteilen im Begriff sind, sei in der Tat der oberste Richter. In seinem Tod und seiner Auferstehung werde sich Jesus als Herr der Geschichte, als König des Universums, als Richter über alles zeigen. Aber das christliche Paradoxon bestehe darin, dass der Richter kein furchteinflößendes Königtum kleide, sondern ein Hirt voller Sanftmut und Barmherzigkeit sei.


Tatsächlich verwende Jesus in diesem Gleichnis vom jüngten Gericht das Bild des Hirten, des Volkes, gegen die bösen Hirten Israels. Diese seien grausam und ausbeuterisch gewesen und hättten es vorgezogen, sich selbst statt die Herde zu hüten. Deshalb verspreche Gott selbst, sich persönlich um seine Herde zu kümmern und sie vor Ungerechtigkeit und Missbrauch zu schützen. Diese Verheißung Gottes für sein Volk „wurde in Jesus Christus voll verwirklicht, der von sich selbst sagt: Ich bin der gute Hirt’“.

Im heutigen Abschnitt aus dem Evangelium identifiziere sich Jesus nicht nur mit dem König und Hirten, sondern auch mit den verlorenen Schafen, also mit den geringsten und bedürftigsten Brüdern. Damit gebe er das Kriterium des Urteils an. Es werde auf der Grundlage der konkreten Liebe getroffen, die diesen Menschen geschenkt oder verweigert werde, weil er selbst, der Richter, in jedem von ihnen gegenwärtig sei. Jesus sagt: „Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan – Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan“. So würden wir nach der Liebe beurteilt werden. Nicht nach Gefühlen: nnach den Werken, dem Miteid, das zu Nähe und fürsorglicher Hilfe werde.

Deshalb werde der Herr am Ende der Welt seine Herde überprüfen, und zwar nicht nur auf der Seite des Hirten, sondern auch auf der Seite der Schafe, mit denen er sich identifiziert habe. Und er werde fragen: „Warst du ein Hirte wie ich?“. Das sei die Frage, die uns das Evangelium bereits heute als Kriterium des Urteils in unser Herz lege. „Konntest du, als ich in Schwierigkeiten war, ein wenig Zeit damit vergeuden, sich um mich zu kümmern?". Der Papst erinnerte an das Gleichnis vom bermherzigen Samariter.

„Bitten wir die Jungfrau Maria“, so der Papst abschließend, „uns zu lehren, im Dienst König zu sein. Die in den Himmel aufgenommene Gottesmutter erhielt die Königskrone von ihrem Sohn, weil sie ihm auf dem Weg der Liebe treu gefolgt ist. Lernen wir von ihr, von nun an in das Reich Gottes einzutreten: durch die Tür des demütigen und großzügigen Dienstes.“

 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Angelus

  1. Die Gnade der Eucharistie: essen und gesättigt werden
  2. Der Sinn von Christi Himmelfahrt. Zwei Handlungen: Ankündigung der Gabe des Geistes und Segen
  3. Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
  4. Hören, kennen, folgen
  5. Die Zeit, mit Jesus neu anzufangen, mit ihm hinauszufahren
  6. Auch wir sind wie Thomas
  7. Die Wahrheit, die uns frei macht
  8. Bekehren wir uns vom Bösen, entsagen wir der Sünde!
  9. Die Verklärung und die Gnade der Wachsamkeit
  10. Die Versuchungen und der Kampf gegen das Böse






Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  14. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz