Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  9. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

Geflüchtete christliche Familien kehren nach Mosul zurück

16. November 2020 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Christen mussten 2014 wegen IS-Terroristen fliehen - Muslimische Jugendliche engagieren sich bei der Reinigung und Wiederherstellung von Kirchen in der Tigris-Metropole


Bagdad (kath.net/KAP) Hundert Familien christlicher Flüchtlinge kehren in die Stadt Mosul zurück. Wie die katholische Nachrichtenagentur "Fides" berichtete, wurde die Rückkehr einer großen Gruppe von christlichen Flüchtlingen am Mittwoch vom Gouverneur der Provinz Ninive, Najim al-Jubouri, bestätigt. Die Christen waren zwischen Juni und August 2014 aus ihren Häusern geflohen, als Mosul und ein Großteil der Provinz Ninive unter die Kontrolle der IS-Terroristen geraten waren. Die vertriebenen Christen hatten größtenteils in der autonomen kurdischen Region des Irak und dessen Hauptstadt Erbil Aufnahme gefunden, so der Pro-Oriente-Informationsdienst am Sonntag.

Bereits im September 2017, wenige Wochen nach der endgültigen Befreiung Mosuls, hatten die Behörden die Rückkehr von christlichen Flüchtlingsfamilien angekündigt. Die jetzt erfolgte Rückkehr christlicher Familien nach Mosul sei ein positives Signal, auch wenn die Zahl der Christen, die nach dem Exodus wieder in ihre historischen Herkunftsgebiete zurückkehren wollen, gering bleibe. Die meisten Familien, die während der Jahre der dschihadistischen Herrschaft zur Flucht gezwungen wurden, scheinen nicht zurückkehren zu wollen, nachdem sie eine neue Unterkunft in Erbil oder in der kurdischen Region gefunden haben oder nachdem es ihnen gelungen ist, ins Ausland auszuwandern.


Nach Angaben der katholischen Nachrichtenagentur "AsiaNews" gibt es nun "hoffnungsvolle Signale" für ein neues Miteinander von jungen Muslimen und Christen. Als Beispiele des Miteinanders, nannte u.a. der Pfarrer von Karamles, P. Paulos Thabet Mekko, die Initiative "Sawajed al-Museliya", in deren Rahmen junge Muslime bei der Reinigung und Instandsetzung der Kirchen nach der Verwüstung durch die IS-Terroristen Hand helfen. Solche Initiativen seien "ein Zeichen des positiven Geistes, der jetzt in der Bevölkerung vorherrschend" sei, so der Seelsorger via "AsiaNews". Derzeit seien muslimische Jugendliche bei den Arbeiten zur Wiederherstellung der chaldäisch-katholischen Kathedrale von Mosul engagiert. Solche Initiativen zeigten, dass es eine Änderung der Mentalität gebe, das könne auch andere einladen, sich auf dem Weg des Dialogs zu engagieren.

Auch in der syrisch-katholischen Thomaskirche in Mosul sind die muslimischen Jugendlichen aktiv. Ihre Arbeit bezeichnen sie als Botschaft an die Christen: "Kommt zurück, ohne euch ist Mosul nicht vollständig", so Mohammed Essam, einer der Mitbegründer der Jugendgruppe. P. Thabet Mekko zeigte sich überzeugt, dass der Prozess des Wiederaufbaus in der Tigris-Metropole mit den jungen Leuten beginnt, die seit der Befreiung von Mosul so viele Initiativen in Gang gesetzt haben. Auch die Corona-Pandemie habe zur Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen muslimischen und christlichen Gruppen beigetragen, die sich "dafür einsetzen, dass es Räume für die Quarantäne gibt und dass der Nachschub von Lebensmitteln und Medikamenten nicht aussetzt".

Gerichtsverfahren wegen umstrittener Immobilienkäufe

Das Berufungsgericht von Dohuk in der autonomen kurdischen Region des Irak rollt inzwischen das Gerichtsverfahren wegen der illegalen Aneignung von Grundstücken und Gebäuden christlicher Eigentümer, insbesondere im Nahla-Tal, wieder auf. Das Berufungsgericht hatte den Urteilsspruch einer niedrigeren Instanz aufgehoben. Der Fall sei fahrlässig und unangemessen behandelt worden, ohne den Eigentumstitel der umstrittenen Immobilie angemessen zu prüfen.


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  2. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  3. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  4. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  5. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  6. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  7. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  8. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  9. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  10. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  11. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  12. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  13. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  14. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  15. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz