Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. So nicht, Mr. Präsident!
  2. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  3. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  4. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  5. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  6. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  9. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  10. Burke: Ein anhaltender Clash zwischen Papst Leo und Trump? „Das ist übertrieben“
  11. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet
  12. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  13. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  14. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  15. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?

Bartholomaios leitete im Phanar das neue orthodoxe Kirchenjahr ein

2. September 2020 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Heiliger Synod des Patriarchats von Konstantinopel tagte - Heiligsprechung von Athos-Mönchen - Pariser Metropolit Emmanuel nahm bei Liturgiefeier Bezug auf die jüngsten Auseinandersetzungen um Hagia Sophia und Chora - Von Erich Leitenberger


Istanbul (kath.net/KAP) Der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. (Archivfoto) leitete am Dienstag mit einem Gottesdienst in der Georgskathedrale im Phanar in Istanbul das neue orthodoxe Kirchenjahr ein. Der 1. September als Beginn des Kirchenjahrs setzt die Tradition eines römischen Steuertermins fort, mit dem das Finanzjahr begann. Die orthodoxe Kirche ehrt am 1. September in besonderer Weise Jesus Christus selbst, sie gedenkt aber auch des Heiligen Symeon des Styliten (eines der bedeutendsten syrischen Heiligen) und der 40 Märtyrerinnen von Adrianopel, die unter Kaiser Licinius den Tod erlitten.

 

Wie üblich tagte in den Tagen vor dem 1. September der Heilige Synod des Ökumenischen Patriarchats, zunächst im Dreifaltigkeitskloster auf der Insel Halki, am Montag dann im Phanar. Der Heilige Synod erwählte Bischof Dimitrios von Therma zum neuen Metropoliten von Metres und Athyra (einer heute nur mehr auf dem Papier bestehenden Metropolie im östlichen Thrakien). Außerdem wurden drei neue Auxiliarbischöfe für Mexiko bestimmt, die Metropolit Athenagoras (Anastasiadis) unterstützen werden. Die drei Bischöfe sind Isichios Thanos, Athenagoras Saul Alfonso Perez Galvis und Timoteo Luis Antonio Torres Esquivel; in ihrer Ernennung spiegelt sich das dramatische Wachstum der orthodoxen Kirche in Mexiko.

 

Der Heilige Synod wurde neu zusammengesetzt, wobei das Gewicht der alten und neuen Diaspora erhöht wurde. So sind für die nächste Zeit die Metropoliten von Mexiko, Schweden, Australien und der Schweiz Mitglieder des zwölfköpfigen Gremiums.


 

Nach dem Abschluss der Sitzung des Heiligen Synods leitete Bartholomaios I. in der Georgskathedrale die Heiligsprechungszeremonie für die drei Athos-Mönche Daniel Katounakiotis, Efraim Katounakiotis und Iosif Isichastis sowie für den Metropoliten Kallinikos (Poulos; 1918-1984) von Edessa und Pella.

 

Bei der Tagung des Heiligen Synods waren die prominentesten Bischöfe aus der Diaspora anwesend. Erzbischof Elpidophoros (Lambriniadis) vom Amerika berichtete am Rande dem Ökumenischen Patriarchen über den Fortgang der Bauarbeiten der neuen orthodoxen St. Nikolaus-Kirche am Ground Zero in New York. Die alte Kirche war bei dem Terroranschlag auf das "World Trade Center" im Jahr 2001 zerstört worden.

 

Der Erzbischof taufte in Konstantinopel auch den kleinen Sohn des prominenten jungen ukrainischen Abgeordneten Swjatoslaw Jurasch - er ist der Sohn eines Mitstreiters des früheren Präsidenten Petro Poroschenko, gehört der Selenskij-Partei "Diener des Volkes" an und hatte auf dem Maidan das internationale Medienzentrum mitorganisiert - auf den Namen Bartholomaios-Elpidophoros. Patriarch Bartholomaios segnete das Kind und seine Eltern; diese hatten in Konstantinopel kirchlich geheiratet.

 

Auf dem Blut der Märtyrer gegründet

 

Der Pariser Metropolit Emmanuel (Adamakis), der in der Vorwoche in Kiew gewesen war, feierte die Göttliche Liturgie in der Kirche Panagia Souda im Viertel Ayvansaray südlich des Goldenen Horns. Er würdigte dabei das historische Gotteshaus als "Zeichen des Lebens und der Stärke der Orthodoxie", die sich am Goldenen Horn ebenso zeige wie bei den Orthodoxen "vom seit langem leidenden Phanar", in den Pfarrgemeinden des Ökumenischen Patriarchats in aller Welt, in Europa und Ozeanien, in Nord- und Südamerika. Wörtlich stellte Metropolit Emmanuel fest: "Auch die kleinste und ärmste Pfarre in Indien ist Ruhm und Stolz des Ökumenischen Patriarchats. Niemand kann das aus der Geschichte auslöschen, auch wenn man noch so viele Steine wirft, noch so viele Mosaiken unter Verputzschichten verbirgt und noch so viele Fresken mit farbenfrohen Teppichen verhüllt. Ich denke, dass unser Glaube dadurch stärker wird und das Ökumenische Patriarch dadurch erhöht, nicht beleidigt wird. Wenn eine Kirche zerstört oder entweiht wird, dann klagt die Orthodoxie nicht, sondern blüht auf und bringt mehr Frucht". Nie dürfe man vergessen, dass die Kirche auf dem Blut der Märtyrer gegründet sei "und auf dem Schmerz und der Sorge der Christen".

 

Ursprünglich hätte auch der Jerusalemer Patriarch Theophilos III. zum Auftakt des neuen Kirchenjahres nach Konstantinopel kommen sollen. Zwischen Theophilos III. und Bartholomaios I. hatte es wegen unterschiedlicher Auffassungen über die neue "Orthodoxe Kirche der Ukraine" schwere Spannungen gegeben. Der Jerusalemer Patriarch musste die Reise aber absagen, weil einige Mitglieder der "Bruderschaft vom Heiligen Grab", die die Heiligen Stätten verwaltet und aus deren Reihen die meisten Bischöfe des Patriarchats von Jerusalem kommen, positiv auf Covid-19 getestet worden sind. Die Bischöfe des Heiligen Landes einschließlich des Patriarchen hätten sich daher entschlossen, die notwendigen Maßnahmen - einschließlich einer 14-tägigen Quarantäne aller Infizierten und ihrer Kontaktpersonen - zu ergreifen, um die weitere Ausbreitung des Virus zu bekämpfen.

 

Bartholomaios I. richtete einen freundlichen Brief an Theophilos III., in dem er sein Mitgefühl zum Ausdruck brachte: "Alle unsere Brüder im Phanar teilen Sorge und Leid der angesteckten Mitglieder der Jerusalemer Bruderschaft. Wir beten zum Arzt unserer Leiber und Seelen, damit alle bald gesund werden und ihre heilige Aufgabe der Bewahrung der Heiligen Stätten unter Ihrer starken Leitung und väterlichen Zuneigung wieder aufnehmen können".


Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wer dir beim letzten Atemzug beisteht
  2. So nicht, Mr. Präsident!
  3. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  4. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  5. "Man hätte also Hitler gewähren lassen sollen?" - Trump-Leo-Streit eskaliert
  6. Wenn der Funktionär den Bischof ersetzt
  7. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  8. Bischof: „Bin durch diese Äußerungen von Staatsanwälten und Richtern verletzt. Das ist Hassrede“
  9. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  10. Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen christlichen YouTuber
  11. "Derselbe Polarstern"
  12. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  13. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  14. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  15. Italien: Seligsprechungsverfahren für Teenager eröffnet

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz