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Kardinal Eijk: Pfarreien mit katholischem Profil sind die lebendigsten31. März 2020 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Zeichen des Niedergangs der Katholischen Kirche in den Niederlanden seien bereits nach dem Zweiten Weltkrieg erkennbar gewesen. Viele Menschen hätten nur noch soziale aber keine religiöse Bindung an die Kirche gehabt.
Utrecht (kath.net/lifesitenews/jg)
Pfarren mit einem klaren katholischen Profil und einer würdigen Sonntagsliturgie seien die lebendigsten, sagte Willem Kardinal Eijk, der Erzbischof von Utrecht (Niederlande), in einem Interview mit der französischen Organisation Paix liturgique, die sich der Förderung der außerordentlichen Form des römischen Ritus widmet.
Die ersten Zeichen des Niederganges der Katholischen Kirche in den Niederlanden seien bereits nach dem Zweiten Weltkrieg sichtbar geworden. Viele Menschen hätten sich damals aus sozialen Gründen der Kirche zugehörig gefühlt, aber nicht mehr aus religiösen. Katholische Schulen oder Pfadfindergruppen seien der einzige wirkliche Bezugspunkt zur Kirche gewesen.
Die individualistische Kultur, die sich in den 1960er-Jahren auch in den Niederlanden ausgebreitet habe, habe diese Bande zerstört und den Niedergang der Kirche auch äußerlich sichtbar gemacht.
Ähnliche Entwicklungen hätten auch die protestantischen Gemeinschaften der Niederlande gemacht. Eine positive Entwicklung habe es nur bei den Bekenntnisgruppen gegeben, die ein klares religiöses Profil bewahrt hätten. Das gelte auch für die katholische Kirche. Pfarrgemeinden mit einer starken katholischen Identität und einer würdigen Liturgie hätten den meisten Zulauf, auch bei jungen Menschen und Familien.
Katechese und Liturgie hätten die Aufgabe, die Gläubigen zu einer persönlichen Beziehung zu Christus und zu einem wahren Gebetsleben zu führen, betonte der Kardinal.
Die Zahl der Gläubigen in den Niederlanden nehme ab, stellte Kardinal Eijk fest. Aber diejenigen, die sich heute für den Glauben entscheiden, seien aktive Gläubige, die an den Gottesdiensten teilnehmen. Das sei ein Zeichen der Hoffnung, auch wenn jetzt Kirchen geschlossen werden müssten.

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