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Beichten auf dem Pfarreiparkplatz

17. März 2020 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
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Corona-Creativität: US-Pfarrei bietet Beichten vom Auto aus an, um die Hygieneregeln einzuhalten – Pfarrer: „Dies ist eine Fastenzeit wie keine andere“ – Von Petra Lorleberg


Washington DC. (kath.net/pl) Die katholische Pfarrei St. Edward der Bekenner in Bowie (US-Bundesstaat Maryland) bietet an, auf dem Pfarreiparkplatz vom Auto aus beichten zu können. Damit können die hohen Hygieneregeln angesichts der Corona-Pandemie gewährleistet werden. Eine körperliche Berührung ist zur Spendung durch den Priester ist für die gültige Spendung des Beichtsakraments ja nicht notwendig. Die Ohrenbeichte kann auch durch diese Praxis gewährleistet werden. Der Parkplatz ist entsprechend vorbereitet, andere Autofahrer warten außerhalb der Hörweite, ein Priesteramtskandidat wird die Autos entsprechend einweisen. Wer anonym beichten möchte, sagt dies dem Seminaristen, dieser informiert den Priester vorab, dass er eine Augenbinde aufsetzen wird. Das Angebot zur Beichte wird täglich einschließlich sonntags bestehen, nur bei schlechtem Wetter werden die Beichtwilligen gebeten, am nächsten Tag wiederzukommen. Die zuständige Erzdiözese Washington DC. hat mit Wirkung vom 14. März alle öffentlichen Gottesdienste ausgesetzt, was das sakramentale Leben für die Gläubigen eigentlich nahezu unerreichbar macht.

Auf der Facebookseite seiner Pfarrei schreibt Pfr. Holmer, dass es für ihn „eine Quelle großer Trauer“ ist, „dass keiner von uns aufgrund der Gesundheitskrise, die unsere Nation und die Welt bedroht, an einer gemeinsamen Messfeier teilnehmen kann“. Er ruft dazu auf, sich in das Email-System der Pfarrei aufnehmen zu lassen, „Ihre Gebete mit dem Heiligen Messopfer zu vereinen, das ich privat feiern werde“ und „weiterhin Ihre Fastenzeit-Disziplin des Gebets, des Fastens und der Werke der Barmherzigkeit aufrechterhalten“.

„Dies ist eine Fastenzeit wie keine andere“, so Holmer. „Ich glaube, der Herr lädt uns zu einer verstärkten Sorge um das Wohlergehen unserer Nachbarn ein und bietet uns die Möglichkeit, Opfer für sie zu bringen. Was für eine große Fastenzeit für uns alle. Seien Sie sich meiner Gebete für Sie sicher. Bitte beten Sie für die Gesundheit und das Wohlergehen aller in unserer Gemeinde und in der umliegenden städtischen Gemeinde. Ich vermisse euch alle schrecklich.“

#Corona-Creativität: Beichten auf dem Pfarreiparkplatz




kath.net-Buchtipp
Glaubenswege III: Beichte konkret - Positive Erfahrungen mit dem Bußsakrament
Von Petra Lorleberg (Hrsg.)
Vorwort von Kardinal Paul Josef Cordes;
Beiträge von Paul Badde; Karl Wallner; Martin Lohmann; Michael Schneider-Flagmeyer; Claudia Sperlich; Weihbischof Dominik Schwaderlapp;
Taschenbuch, 134 Seiten
2016 Dip3 Bildungsservice Gmbh
ISBN 978-3-903028-43-2
Preis 9.80 EUR

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Foto (c) Pfarrei St. Edward der Bekenner/Bowie (Maryland)/Facebook


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 17. März 2020 

Und noch etwas ganz anderes,

was unsere Hirten tun könnten. Sie könnten und daran erinnern, dass wir uns durch die Situation aufrütteln lassen sollten um unsere persönliche Gottesbeziehung zu überdenken und zu erneuern.
Da wäre einmal die Frage, ob wir nicht unser Gebetsleben etwas besser, regelmässiger, bewusster gestalten müssten. Wie steht es mit dem Morgen- und Abendgebet, dem Tischgebet etc.? Und sonst untertags?
Dann wäre der Sonntag. Jetzt, wo die Gottesdienste ausfallen stellt sich die Frage, ob wir diesen (nicht nur) jetzt ganz bewusst als den Tag des Herrn leben und gestalten müssten.
Und vielleicht wäre auch eine Gewissenserforschung in Bezug auf unsere Nächstenliebe nötig. Schützen wir uns z.B. gegen den Virus einfach wegen uns, oder tun wir es auch, ja besonders als Schutz für, aus Liebe zu unsere Nächsten und zu Gott?
So könnte dieser Virus zum reichen Segen für unsere Christenheit werden.


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 Fatima 1713 17. März 2020 
 

Hörrohr?

Vielleicht wäre das eine gute Lösung;-)

Ich finde das Angebot sehr gut!


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 Herbstlicht 17. März 2020 
 

@Lilia

Not macht erfinderisch!
Ich finde das Angebot des Priesters grundsätzlich sehr anerkennswert!

Der Abstand zwischen Beichtvater und Beichtendem erscheint mir zwar auch etwas groß, aber wem er für ein gedeihliches Gespräch zu groß ist, weil als trennend empfunden, braucht das dem Priester ja nur zu signalisieren und dieser wird sicher etwas näherrücken, soweit er dies verantworten kann.


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 Lilia 17. März 2020 
 

Da muss der Priester aber ein gutes Gehör haben....


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