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Strafermittlungen gegen Aachener Weihbischof

5. Dezember 2019 in Deutschland, 15 Lesermeinungen
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Aachener Weihbischof Johannes Bündgens stellte heute wegen Strafermittlungen gegen ihn alle Ämter ruhend


Aachen (kath.net)
Die katholische Kirche in Deutschland wird von einem neuen Skandal erschüttert. Laut Medienberichten hat heute der Aachener Weihbischof Johannes Bündgens wegen Strafermittlungen gegen ihn alle Ämter ruhend gestellt. Laut dem Kölner Domradio wird dem Weihbischof von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen, eine sechsstellige Geldsumme von einer Person angenommen zu haben, die zum Zeitpunkt der Vereinbarung der Zahlung möglicherweise nicht mehr geschäftsfähig gewesen sei. Bündgens ist seit 2006 Weihbischof und Domkapitular und steht außerdem an der Spitze des Verwaltungsrats des katholischen Hilfswerks missio in Aachen.



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Lesermeinungen

 Lilia 7. Dezember 2019 
 

@winthir

In unserer Nachbargemeinde hat der damalig verantwortliche Caritasdirektor über einen Zeitraum von mehreren Jahren, mehr als eine Million Euro veruntreut und wanderte deshalb ins Gefängnis.
Seitdem haben die Leute hier die Nase voll von Caritas und es ist keiner mehr bereit mit der Sammelbüchse an irgendeiner Haustüre zu klingeln!


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 winthir 7. Dezember 2019 

"Das Abstauben bei Erbschaften", erwähnte Andrzej123,

ja.
selbst erlebt:
Das Caritas-Konto meiner damaligen Pfarrei war auf einmal leergeräumt. Von ca. 2000 EUR (wozu ich auch sehr beigetragen hatte) auf 0 EUR.

Des Rätsels Lösung: Ein früherer Pfarrer hatte dafür gesorgt, dass eine alte Dame ihr Vermögen komplett der Kirche vermacht hatte. Die Tochter bekam - nichts. Nach dem Tod der Mutter wurde die Tochter schwer krank, brauchte Geld, und hatte sich an den Nachfolge-Pfarrer gewandt. Der hat ihr dann (ohne jede Rücksprache) das komplette Geld aus dem Caritas-Konto überwiesen.

Daraufhin (ich hatte da vorher schon einiges erlebt), beschloß der winthir, seine Aktivitäten für die Caritas (Caritas-Kuratorium, Caritas-Arbeitskreis, Caritas-Mitglied, Büchsensammlung, Entwicklung einer Briefsammlung, Werbung in der Kirche am Caritas-Sonntag) einzustellen.

immerhin: jedes Jahr, wenn der Bettelbrief (Briefsammlung) kommt, freue ich mich. "Das ist auf meinem Mist gewachsen" :-)


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 Zeitzeuge 7. Dezember 2019 
 

Wir spenden nicht an Caritas oder Adveniat/Missio, sondern an Kirche in Not und kath.net!


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 winthir 7. Dezember 2019 

Der Mann hat der Kirche Schaden zugefügt (die alte Dame hat ihr Geld ja wieder zurück).

wer will da noch spenden?

Ein Beispiel aus meiner Stadt (ist schon länger her).

Eine alte Dame hatte ihre Villa mit Seegrundstück(!) am Starnberger See(!) - schon damals viele Millionen wert, heute praktisch unbezahlbar - der Caritas vermacht, mit der Auflage, daß dort alte Menschen ihren Lebensabend verbringen sollten.

Die Caritas beschloß, dass diese Villa für diesen Zweck ungeeignet sei, und dass das verkauft werden müsse.

De Erwerber war (dreimal dürft Ihr raten) der Finanzdirektor der Caritas. Zu einem Spottpreis.

Als die Sache aufgeflogen war, konnte die Caritas mehrere Jahre lang in München keine Straßensammlungen mehr veranstalten. "Nein danke, wir spenden nicht für Ferienhäuser".

Das doofe ist auch: so etwas bleibt lange hängen. Viele Jahre später (ich Strassensammler mit Büchse) hat mir jemand gesagt: "Du stehst Dir hier die Beine in den Bauch, und der Caritasdirektor fährt 'nen dicken Mercedes und raucht teure Zigarren ..."


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 Lilia 6. Dezember 2019 
 

Die kirchlichen Würdenträger haben alle schlicht und ergreifend zu viel Geld

...und das treibt die seltsamsten Blüten.


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 winthir 6. Dezember 2019 

in Stichworten -

ich beziehe mich auf einen Artikel aus dem gedruckten Spiegel.

Beide langjährig bekannt (Sievernich, Privatoffenbarung).

Kontovollmacht erteilt September 2016

Demenz ärztlich festgestellt in 2017

Unter Betreuung seit März 2018

Dezember 2017 bis Januar 2018, "gerade noch rechtzeitig" [persönliche Meinung vom winthir] vier Überweisungen i. H. v. insgesamt € 127.999,50.

Rückzahlung in Raten von € 1.000 mtl. mit dem Betreuer bereinbart.

Die Anwälte (die sich der Weihbischof inzwischen genommen hatte) empfahlen ihm, das Geld komplett zurückzuzahlen.

So geschehen, Zahlungseingang der kompletten Restsumme am 26.09.2019.

Die alte Dame lebt bis heute in ihrem eigenen Haus, umsorgt vom Personal, und kann sich an nichts erinnern.

Das mit dem (nicht verbrieften) Wohnrecht in fremder Umgebung kommentiere ich jetzt mal nicht. Ich wundere mich da nur.


Pech für die Kirche. Ausgerechnet in der Spendenfreudigsten Zeit des Jahres flog das auf.


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 Hausfrau und Mutter 6. Dezember 2019 
 

Es ist nicht die Aufgabe eines Bischofs, solche Geschäfte durchzuführen

Es spielt für mich an dieser Stelle nicht so eine große Rolle, wer nun man recht hat oder nicht. Die hier im Artikel vorgetragene Informationen sowie die in weiteren im Internet zu findende Details lassen darauf schließen, dass ganz offensichtlich ein Tauschgeschäft (Zahlung gegen Wohnrecht) vorgesehen war. Jedoch ist es absolut unklar, ob Vorsatz vorhanden ist und mit welcher Intention der Bischof agierte. Ich persönlich kenne genug ältere Menschen, die nicht davon hören wollen, ins Altersheim (o.Ä.) zu gehen und zunächst bereit sind, irgendetwas zu unternehmen. Was da genau los war, wissen wir nicht. Dass Anklage nun erhoben wurde, heißt nicht, dass der Bischof schuldig ist.

Was auf jedem Fall nicht seine Rolle ist, ist sich persönlich (d.h. mit seinem Privateigentum) an solchen Geschäften zu beteiligen. Es wäre sicherlich ratsamer gewesen, die Dame an einem zuständigen Betreuer zu verweisen.

H&M


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 Hadrianus Antonius 5. Dezember 2019 
 

Bankrott

Das Bistum Aachen ist finanziell am Ende.
Vor einem Jahr wurde gierig nach dem Besitz der einzigen Trappistenabtei Deutschlands gegriffen, wobei der Bischof mit seinem Büro selbst das Todesurteil über die Abtei sprach und sie aufhob.
Das "Wohnrecht" ist offensichtlich nur "von hören sagen", weil es nicht im Grundbuch eingetragen ist.
Und warum beim "Einsicht" des Weihbischofs die beanstandete Summe erst einmal in monatlichen Raten von 1000,-€uro zurückzuzahlen angeboten wurde (bei einer hochbetagten dementen Frau) und dann plötzlich alles in drei Tranchen schnell zurückbezahlt wurde, ist etwas unklar.
Offensichtlich hat der Kläger den Weihbischof bei den E... gepackt; der Rectsbeistand des Weihbischofs schweigt.
Im Übrigen ist der Bericht veraltet: es wird nicht mehr ermittelt, sondern die Strafverfolgung wurde eingesetzt.
Torpediert.


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 Cremarius 5. Dezember 2019 

Ein liberales Bistum im Umbruch - ein konservativer WB

Laut Aachener Zeitung soll dem Weihbischof eine Summe von 128.000 Euro von einer älteren Dame überwiesen worden sein, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr geschäftsfähig, da dement, war. Der WB soll sodann eine Eigentumswohnung in Aachen für 600.000 Euro erstanden haben, für die der besagten Seniorin (etwa 65 Jahre) ein lebenslanges Wohnrecht bestellt worden sei. Das überwiesene Geld habe der WB inzwischen zurückgezahlt. Soweit die bisher bekannten Fakten.

Ich weiß nicht, ob hier wirklich Untreue vorliege. Lebenslanges mietfreies Wohnen... Fünfzehn Jahre à 1000 Euro pro Monat? Man müsste wissen, was konkret verabredet worden sei. Da eine Gegenleistung erbracht werden sollte, liegt rechtlich eigentlich keine Schenkung vor...

WB Bündgen gilt eher als konservativ in einem sehr liberalen Bistum. Vielleicht ist das der wahre Stein des Anstosses...

Zumal unter dem neuen Bischof Dieser vieles verändert werden soll... "Heute bei Dir", Pfarrfusionen, noch deutlich größere Großpfarreien,...


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 Ehrmann 5. Dezember 2019 

Es gibt auch in Ö die Möglichkeit, eine Wohnung bei Lebzeiten zu verkaufen

mit der notariell eingetragenen Bedingung des Wohnrechtes bis zum Lebensende (wird meist von Menschen ohne Erben genützt). Der Kaufpreis wird zur höheren Bequemlichkeit des Lebensabends und Anstellen von erforderlichen Hilfen verwendet.


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 landpfarrer 5. Dezember 2019 
 

Mittlerweile hat ein Artikel in Spiegel.online ein wenig Licht in die Sache gebracht.Danach geht es um eine ältere Frau, die in einer vom WB scheinbar gekauften Immobilie ein Wohnrecht besitzt. Die genauen Details aber sind nicht leicht einzuordnen.


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 Anna Lea 5. Dezember 2019 
 

Müssen denn nun Bischöfe und Priester

Schädel samt Inhalt des Spenders überprüfen bevor sie Geld annehmen ?


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 Andrzej123 5. Dezember 2019 
 

Das Abstauben bei Erbschaften

war und ist nicht gerade selten in gewissen katholischen Kreisen und führt verständlicherweise zu Gerede, egal wie geschäftsfähig der Erblasser ist.

Etwas anderes ist es aber, wenn der Erblasser aus eigenen Stücken an die Kirche heran tritt.

In letzterem Fall müssen die anderen Erben dies akzeptieren, ihnen bleibt dabei jedenfalls der Pflichtteil.

Wie es sich in vorliegendem Fall genau verhält, wird man vielleicht später noch sehen.


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 Labrador 5. Dezember 2019 
 

Riecht nach Erben, die sich übergangen fühlen

Andererseits klingt die von Martinus Teophilus angeführte verzögerte Meldung an den B nicht gerade beruhigend


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 Martinus Theophilus 5. Dezember 2019 
 

Skandal?

Die Meldungen im Zusammenhang mit Weihbischof Bündgens werfen Fragen auf. Verwunderlich ist zum Beispiel, dass Bündgens nach Angaben des Aachener Generalvikars Frick erst am 03.12.2019 seinen Diözesanbischof über die staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen ihn informiert habe - und dies, obwohl die Ermittlungen nach Angaben des Amtsgerichts Kerpen bereits im Frühjahr 2018 aufgenommen wurden und inzwischen bereits eine Anklage vorliegt.
Dennoch wäre ich mit dem Wort "Skandal" vorsichtig. Meines Erachtens wird dieser Begriff von kirchenkritisch eingestellten Journalisten gerne für alles Mögliche verwendet - nicht zuletzt, um das Image der Kirche zu schädigen.
Bleiben wir doch bei den Fakten: Ein Bischof ist angeklagt, weil ihm die Begehung einer Straftat vorgeworfen wird. Alles Weitere wird nun das Amtsgericht in Kerpen beurteilen müssen.


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