
Deutliche Kritik an 'Amoris Laetitia' im Vorfeld des Papstbesuches4. Juni 2026 in Weltkirche, 11 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Argüello (Valladolid), hat in einem aktuellen Hirtenbrief zum bevorstehenden Fronleichnamsfest (Corpus Christi) klare rote Linien für den Empfang der heiligen Kommunion gezogen
Madrid (kath.net/rn) Der Vorsitzende der Spanischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luis Argüello (Valladolid), hat in einem aktuellen Hirtenbrief zum bevorstehenden Fronleichnamsfest (Corpus Christi) klare rote Linien für den Empfang der heiligen Kommunion gezogen. Die Veröffentlichung sorgt für erhebliches Aufsehen, da sie als deutliche Kritik am Amoris Laetitia, dem umstrittenen Schreiben von Franziskus, interpretiert wird.
In seinem Schreiben vom 1. Juni widmet sich Argüello ausführlich der Würde des Altarsakraments und den Voraussetzungen für dessen Empfang. Dabei bezog er explizit Stellung zur Situation von Gläubigen, die nach dem Scheitern einer sakramentalen Ehe eine neue zivile Partnerschaft eingegangen sind. „Diese Personen, die weiterhin Teil der Kirche sind, müssen wissen, dass dieser Bruch des Ehesakraments die eucharistische Kommunion verhindert“, so Argüello wörtlich. Solange diese Situation andauere, sei ein Empfang der Kommunion „nicht möglich“. Argüello betont, dass es objektive Lebenssituationen gebe, die unvereinbar mit der vollen Gemeinschaft mit Christus und der Kirche seien. Neben sündhaften Beziehungen nannte er in diesem Zusammenhang auch den Missbrauch anderer Personen sowie die öffentliche Verteidigung von Positionen, die der christlichen Moral widersprechen.

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