Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  3. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  4. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  5. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  6. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  7. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  8. Vorbehaltlos Ja zum Leben!
  9. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  10. Zeitliche und ewige Zukunft
  11. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  12. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  13. Neuer Papst erweist sich als Publikumsmagnet
  14. Massive Mehrheit in Österreich sieht Leben mit Muslimen kritisch
  15. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat

Marx GO – Woelki NO

4. November 2019 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinale Widersprüche sind in unseren Tagen wohl der Normalfall geworden. Selbst Deutschland mit nur zwei Kardinälen im Bischofsamt bleibt davon nicht verschont - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Kardinale Widersprüche sind in unseren Tagen wohl der Normalfall geworden. Selbst Deutschland mit nur zwei Kardinälen im Bischofsamt bleibt davon nicht verschont. Nun ist ein Meinungsstreit an sich keine Katastrophe, dient er doch im Gegenteil dazu, am Ende ein Klärung herbei zu führen. Doch wenn es diese Klärung schon gibt, dann wird es absurd. Es scheint nämlich in der Tat höhere klerikale Logik zu sein, wie es gehen soll, dass eine Frage endgültig entschieden ist und dennoch weiter darüber diskutiert werden soll. Dies ist die Linie, die Kardinal Marx vertritt und die er eigenen Aussagen zu Folge auch dem Papst so kommuniziert habe.
Die Sache sei endgültig entschieden und darum könne es darüber keine Diskussion mehr geben.

So erklärte es Kardinal Woelki in eine Interview in der aktuellen Ausgabe des Magazins Cicero. Jede weitere Diskussion darüber wecke nur sinnlose Hoffnungen, die am Ende zwingend enttäuscht werden müssten.

Der aufmerksame Leser von kath.net ahnt es längst. Es geht um die Frage der sakramentalen Weihe von Frauen. Im bevorstehenden „synodalen Weg“, den DBK und „ZdK“ in Deutschland gemeinsam als exklusiven Event veranstalten wollen, wird diese Frage eine der brisantesten werden. Die Funktionäre (m/w/d) der beiden großen einst katholischen (Dach-)Verbände kfd und bdkj gehören zu den prominentesten Vertretern, die eine sakramentale Weihe von Frauen fordern. Innerhalb des „ZdK“ gibt es kaum noch nennenswerte Kräfte, die die Unmöglichkeit der sakramentalen Weihe von Frauen vertreten.


Damit bildet das „ZdK“ in der Tat weder die Stimmung noch die Haltung der gläubigen Katholiken in Deutschland realistisch ab. Das „ZdK“ besteht aus Funktionären und bildet lediglich die Ansichten von Funktionären ab. Insofern ist die Nützlichkeit für gläubige Katholiken in dieser Sache nicht gegeben. Das „ZdK“ stellt sich nicht in den Dienst der Einheit in der Wahrheit.

Innerhalb des deutschen Episkopats gibt es in der Frage eine dramatische Zerrissenheit. Bischof Overbeck will die Weihe nicht mehr an einem Y-Chromosom festmachen und hat sich damit recht unverhohlen gegen Ordinatio sacerdotalis geäußert. Bischof Rudolf Vodeholzer hat in seiner Predigt zum Wolfgangsfest in Regensburg dieser doch arg vereinfachenden Sicht auf den Unterschied zwischen Mann und Frau entschieden widersprochen. Damit sind die beiden Pole wohl hinreichend erklärt.

Die Mehrheit der Bischöfe äußert sich mehr oder weniger indifferent. Die einen sind mehr oder weniger für die Frauenweihe. Andere plädieren für weibliche Diakone im sakramentalen Amt. Der gesamte deutsche Episkopat gibt im Grunde exakt das Bild der Zerrissenheit wider, welches die beiden einzigen Kardinäle, die in Deutschland einer Diözese vorstehen, in der Öffentlichkeit zeigen.

Die Einheit, so wird völlig zu Recht betont, sei ein hohes Gut in der Kirche. Der Episkopat als höchste Instanz der Kirche, da die Bischöfe in der apostolischen Tradition stehen und mit apostolischen Vollmachten ausgerüstet sind, gibt derzeit ein jämmerliches Bild ab. Auf Seiten der Einheit steht allerdings nur der, der auch auf Seiten der Wahrheit steht.

Darin unterscheidet sich die Kirche in der Tat von einer Demokratie, in der Entscheidungen der Führung unter Umständen dann (und nur dann) gut sind, wenn sie extreme Positionen ausgleichende Kompromisse darstellen, um am Ende die ganze Bevölkerung mit ihren Interessen abzubilden.

In der Kirche geht es um die Wahrheit, um die ewige Wahrheit, die als menschgewordenes Wort Gottes zu uns gekommen ist. Das heißt, dass Kompromisse hier unter Umständen der Wahrheit entgegen stehen können und damit sogar verderblich sind.

Der Streit um die Weihe von Frauen ist in Ordinatio sacerdotalis endgültig entschieden. Eine klare Stellungnahme der Glaubenskongregation, die auch die klare Willensbekundung des Heiligen Papstes Johannes Paul II. unfehlbar zu lehren bestätigt, lässt keinen redlichen Zweifel mehr offen.

Aufgabe des Episkopats, ganz gleich ob weltweit oder national, ist es hier, diese Wahrheit zu verkünden und immer tiefer zu ergründen. Ein Dienst an der Einheit ist es nicht, hier einen längst erledigten Meinungsstreit als ungeklärt vorzutäuschen. Nicht im Dienst an der Einheit in der Wahrheit zu stehen, ist ganz klar ein Defizit in der Leitung. Gehört es doch auch zur Aufgabe des Sprechers einer nationalen Bischofskonferenz, sich – notfalls gegen eigene ganz persönliche Zweifel, vor denen niemand gefeit ist – in den Dienst der Einheit in der Wahrheit zu stellen.

Für Laien bedeutet der Dienst an der Einheit in der Wahrheit vor allem das Gebet – auch die den Episkopat im Lande – und das persönliche Zeugnis. Werden wir also nicht müde für alle Bischöfe zu beten und gegenüber den Laienfunktionären Zeugnis für die Wahrheit abzulegen.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  2. Hippe Missionare sind brandgefährlich
  3. Bischof sein in Opferperspektive
  4. Ein entscheidungsrelevantes „We shall see“ zur Synodalkonferenz
  5. Das Ende der Säkularisierung hat begonnen
  6. Die Kirche bleibt der Welt fremd
  7. Rotes Licht für verfolgte Christen
  8. Deutsche Bischöfe stellen sich que(e)r zur Lehre der Kirche
  9. Wir predigen den heiligen Klimawandel
  10. Endlich ein Queergottesdienst im Fernsehen






Top-15

meist-gelesen

  1. Statt Jesuskind in der Krippe ein schleimiges Alien-Monster in der ARD!
  2. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  3. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  4. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  5. "'Potestas sacra' für Laien: worum es letztlich geht"
  6. ‚Jede Frau ist stark genug‘, um sich nach einer Vergewaltigung für ihr Baby zu entscheiden
  7. THESE: 'Viele Priester ignorieren das Übernatürliche in der Lehre!'
  8. Kardinal Nemet: Papst Leo ist der Löwe, der die Wölfe jagen wird
  9. SWR-Skandalchristmette - Zuständig ist die Diözese Rottenburg-Stuttgart!
  10. Ermittlungen im Fall Orlandi offenbar an einem Wendepunkt
  11. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  12. Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung
  13. Wie Johannes vom Kreuz mit nervigen Menschen umging
  14. „Driving home for Christmas“ – Nun ist Chris Rea auf dem Weg in seine ewige Heimat
  15. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz