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Die verzerrte öffentliche Wahrnehmung von Sri Lanka und Christchurch

11. Mai 2019 in Kommentar, 9 Lesermeinungen
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Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, behauptet, dass die ermordeten Christen von Sri Lanka mehr Aufmerksamkeit bekamen als die ermordeten Muslime von Christchurch - Eine Untersuchung von Sebastian Moll


Berlin (kath.net)
Aiman Mazyek ist empört. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland hält die öffentliche Wahrnehmung der Ereignisse von Christchurch im Vergleich zu jenen auf Sri Lanka für verzerrt und findet, dass die ermordeten Christen des Inselstaats viel mehr Aufmerksamkeit bekämen, während die muslimischen Opfer des Anschlag in Neusseland kaum Beachtung gefunden hätten. Nun wollen wir uns einmal anschauen, wie genau die Reaktionen auf die jeweiligen Ereignisse ausfielen.

Terroranschlag auf Moscheen in Christchurch, 15. März 2019

1. Erste Reaktionen

Aus aller Welt kommen Bezeugungen der Anteilnahme. Auffällig in diesem Fall war allerdings die betonte Solidarisierung. Von Außenminister Heiko Maas hörten wir: „Wenn Menschen allein wegen ihrer Religion ermordet werden, ist das ein Angriff auf uns alle.“ SPD-Chefin Andrea Nahles formulierte ähnlich: „Wer Muslime angreift, greift uns alle an.“ Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern trägt als Zeichen der Solidarität ein Kopftuch, viele Neuseeländerinnen tun es ihr in den folgenden Tagen gleich.


2. Das Motiv

Hier gibt es sofortige Aufklärung. Der Attentäter hat ein ausführliches Manifest veröffentlicht, das seine Motive offen darlegt. Es handelt sich um eine wirre Mischung aus rechtsextremen Verschwörungstheorien und rassistischer Ideologie.

3. Hintergründe

Die Verbindungen des Attentäters zu europäischen Organisationen werden untersucht. Dabei stellt sich heraus, dass er eine Spende an die Identitäre Bewegung in Österreich geleistet hatte.

4. Lehren

Neben einer geplanten Verschärfung des Waffenrechts in Neuseeland wird vor allem zum Kampf gegen rechtes Gedankengut aufgerufen.

Terroranschlag auf Kirchen in Sri Lanka, 21. April 2019

1. Erste Reaktionen

Aus aller Welt kommen Bezeugungen der Anteilnahme. Dieser Schritt stellt die einzige Parallele zwischen den beiden Ereignissen dar, wenngleich es auch hier bereits merkbare Unterschiede gibt. Von einem „Anschlag auf uns alle“ sprach nach den Anschlägen von Sri Lanka beispielsweise niemand. Ebenfalls auffällig war die scheinbare Unfähigkeit führender amerikanischer Politiker, das Wort „Christen“ in den Mund zu nehmen, wenn sie über die Opfer sprechen. Stattdessen verwenden Hilary Clinton und Barack Obama den vermutlich eigens für diesen Kontext erfundenen Begriff „Easter Worshippers“ (in etwa: „Osternfeiernde“). Politiker, die demonstrativ Kreuze oder andere christliche Symbole tragen, sucht man vergebens.

2. Das Motiv

Obwohl es sich unübersehbar um einen islamistischen Terroranschlag handelt, wird lange Zeit so getan, als seien die Motive der Tat unklar. Als sich die islamistische Verbindung nicht mehr leugnen lässt, wird allen Ernstes versucht, Verständnis für die Tat zu wecken, indem man behauptet, es handele sich um Vergeltung für Christchurch. Diese These wird schnell widerlegt, da die Planung für den Anschlag bereits Monate zuvor begonnen hatte.

3. Hintergründe

Verbindungen der Attentäter nach Europa werden nicht untersucht. Dabei wäre es durchaus sinnvoll gewesen, darauf hinzuweisen, dass etwa zu den Gründungsmitgliedern des Zentralrats der Muslime in Deutschland unter anderem die Deutsche Muslimische Gemeinschaft (DMG) gehört, die enge Verbindungen zur extremistischen Muslimbruderschaft unterhält.

4. Lehren

Nach dem durch einen Rechtsextremen verübten Anschlag wird vor rechtem Gedankengut gewarnt. Also müsste nach einem islamistischen Anschlag vor islamischen Gedankengut gewarnt werden, oder? Tja, sollte man meinen, aber so ist es nicht. Vielmehr wird aus den Anschläge von Sri Lanka die Lehre gezogen, dass Islamfeindlichkeit in keinem Fall zu tolerieren sei und mit allen Mitteln bekämpft werden müsse.

In einem Punkt hat Aiman Mazyek also Recht. Die öffentliche Wahrnehmung der Ereignisse von Christchurch einerseits und Sri Lanka andererseits ist tatsächlich verzerrt – aber in einem anderen Winkel, als er es gerne hätte.


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Lesermeinungen

 Veritatis Splendor 12. Mai 2019 

Das Massaker von Christchurch...

...wurde von einem wirren Einzeltäter verübt -
Sri Lanka hingegen vom organisiertem islamistischen Netzwerk.

Warum in aller Welt, Herr Mohammed Aiman Mazyek, soll man dem immer noch hochaktivem Netzwerk weniger Beachtung schenken, als dem bereits unschädlich gemachten Einzeltäter?

Sehr entlarvend!


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 Johannes Evangelista 11. Mai 2019 
 

Eine peinliche Ungelichbehandlung

In Sri Lanka wurden christliche Kirchen angegriffen. In der Diskussion bei Maischberger sinniert Mazyek über Nachteile der Muslime. Das war schon maximal unsensibel. Allerdings saß auf diesem Podium niemand, der für die Christenheit hätte sprechen können: Kein Bischof, kein Priester, kein Sprecher eines Hilfswerks. Das war peinlich für die ARD. Da darf man sich nicht wundern, wenn Mazyek freie Bahn hat und arme Muslime bedauert.


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 Diadochus 11. Mai 2019 
 

Grotesk

Soll Aiman Mazyek doch zum flennen anfangen, wenn er so empööört ist. Mich beeindruckt das nicht. Wahrscheinlich bekommt er von den öffentlich-rechtlichen Propagandasendern noch Zuspruch dafür. Gut, dass Herr Moll die groteske Verzerrung mit seiner Untersuchung wieder zurecht gerückt hat.


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 Ehrmann 11. Mai 2019 

"Mehr Aufmerksamkeit" - und wenn es so wäre?

Wichtig ist, daß die Anschläge von Sri Lanka zugegebenermaßen Vergeltungstaten für die Tat eines Einzelnen gegen Moslems waren, von Vergeltung von Christen gegen Moslems war (Gott sei Dank)von seiten der Christen keine Rede, sie beteten (und beten) für die irregeleiteten Täter und die Opfer, vor allem um Trost und Hilfe für die Hinterbliebenen, die zu Recht ihre Verstorbenen als Märtyrer betrachten dürfen, so schmerzlich der Verlust auch ist. O ja, unsere Ziele sind grundverschieden - was ist falsch daran?


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 girsberg74 11. Mai 2019 
 

@Eliah“Das Flaubert-Syndrom“

Diese einstudierte Empörung sollte in der Öffentlichkeit breiter dargelegt werden, vor allem auch gegenüber Personen, die für alle und alles Interesse und Verständnis haben, außer für die Belange von Christen.


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 Ihr Priester lasst uns nicht allein! 11. Mai 2019 
 

@mirjamvonabelin

Wir haben ALLES - Wir haben JESUS!!
(:


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 JP2B16 11. Mai 2019 
 

Der Koran ruft auf zur "Taqiyya" - "Verstellung"; Herr Mazyek folgt dem ...

In Sure 3, 54 heißt es, Allah ist der "beste Listenschmied“ oder Ränkeschmied, Täuscher. Die Feinde des Islams sind zu überlisten. Dafür darf und soll sogar die "Verstellung" - "Taqiyya" angwendet werden. Herr Mazyek tut nichts andere als dieser Weisung zu folgen.
Der Islam versteht es perfekt, sich per "Taqiyya" in die Opferrolle zu begeben.
Diejenigen (Ungläubigen), die das Christentum abgrundtief hassen, stimmen dem vielleicht noch zu. Die Feinde der Welt waren, sind und bleiben Christen (Joh. 15,18)bis zu SEINER Wiederkunft!


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 Eliah 11. Mai 2019 
 

Das Flaubert-Syndrom

Herr Mazyek wird empört sein über diese Analyse. Zeigt sie doch, dass seine erste Empörung Mittel zum Zweck war. Gustave Flaubert hat das in feiner Selbstironie einmal so ausgedrückt: "Was mich aufrecht hält, ist einzig und allein die Empörung! Für mich ist die Empörung das, was der Stock bei den Puppen ist, der Stock, den sie im Hintern haben und der sie aufrecht hält. Wenn ich nicht mehr empört wäre, dann würde ich flach fallen!"


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 mirjamvonabelin 11. Mai 2019 
 

Mir wird schlecht wenn ich höre was die Moslems reden...

Mein Trost ist jedesmal der Rosenkranz... wie haben nichts anderes...


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