Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Voll in die Falle getappt
  7. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  8. Die große Täuschung
  9. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  10. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  11. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  12. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  13. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  14. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  15. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung

Der mit dem Zeitgeist tanzt

18. Februar 2019 in Kommentar, 17 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Wenn der Bischof von Magdeburg den Applaus der Welt sucht - Es wäre eine gute Idee, wenn Bischöfe weniger Interviews in Gazetten gäben und stattdessen mehr Katechesen in Kathedralen hielten - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)
Um es gleich vorweg zu sagen, Dubia gab es schon früher. Im Unterschied zu heute, erhielt man damals Antworten. Auf die Frage, wie denn die Enzyklika Ordinatio sacerdotalis eizuordnen sei, antwortete der damalige Präfekt der Glaubenskongregation, de fide. Für alle nicht des Lateinischen oder des Kirchensprech mächtigen: Das heißt es ist unveränderliches Glaubensgut der Kirche. Wer anders handelt oder anderes lehrt, verursacht eine Trennung in Leitung (=Schisma) oder in der Lehre (=Häresie).

Was ist davon zu halten, wenn der Bischof von Magdeburg wie jüngst gemeldet, behauptet, in Zukunft würden in der Kirche Frauen zu Priesterinnen geweiht. Eines ist klar. Der Applaus der Welt ist ihm sicher. Die gläubigen Katholiken sind mindestens verunsichert. Wie kann ein Bischof verkünden, was ein Papst bereits ausgeschlossen hat? Wie kann ein Bischof behaupten, es werde künftig etwas geben, was mit höchster lehrmäßiger Autorität ausgeschlossen wurde?

Die Antwort ist recht einfach. Die Kirche ist keineswegs so linear und so top down geschnitten, wie es manche wünschen und andere fürchten. Nur selten wird ein Professor zur Rechenschaft gezogen, der ganz offen Häresien im Hörsaal verkündet. Wenn etwas nach außen dringt und zum Ärgernis wird, dann reagiert die Kirche ebenfalls öffentlich.


Ein Bischof kann den größten Mist verkünden, er wird kaum mit Sanktionen rechnen müssen. Der Bischof von Essen will aktuell die Welt verbessern, indem er mit Heribert Prantl (SZ) die Menschen zum Guten hindiskutiert. Der nächste Dialog findet mit einem Klimaforscher statt. Statt das Evangelium zu verkünden, besser das Klima retten. Ist ja auch sinnvoller als über einen abstrakten Himmel zu reden. Wessen Apostel folgen die Bischöfe gleich noch mal nach?

Aus Trier kommt die Meldung, man wolle mit Homosexuellenverbänden enger zusammenarbeiten. Warum ist das eine Meldung? Vielleicht weil diese Verbände in der Vergangenheit durch eine erklärte Feindschaft zur Kirche auffielen? Es ist gerade angesagt, sich für all diese Dinge einzusetzen. Dabei sind es keine Neuheiten. Der Zölibat steht einigen deutschen Bischöfen zu Folge auch bald zur Disposition. Es ist kaum anzunehmen, dass sich nach hypothetischer Einführung von viri probati noch in nennenswertem Umfang ehelose Männer weihen lassen.

Wer an dieser Stelle noch nicht verwirrt ist, dem sei zur Vollendung der Verwirrung gesagt, dass der Bischof von Magdeburg bei Firmungen und Visitationen als ganz normaler katholischer Bischof wahrgenommen wird. Gleiches darf man im Übrigen von allen Bischöfen, die sich in letzter Zeit mit Zeitgeistbotschaften hervorgetan haben, ohne jegliche Bedenken annehmen. Auch wird nicht jeder der Unfug redet damit gleich zum Häretiker. Dafür muss man sich etwas mehr anstrengen.

Zu alle dem ist es müßig zu spekulieren, was manche Bischöfe treibt, in öffentlichen Stellungnahmen und Aktionen mit dem Zeitgeist zu tanzen. Seien es schlechte Berater, mittelmäßig besetzte Pressestellen, persönliche Angst vor der Presse oder einfach ungeschickter Umgang mit den Medien. Das spielt keine Rolle und es muss sich am Ende jeder Bischof selber fragen, wie er sich aufstellt.

Es bleibt dennoch erschreckend, denn mehr und mehr nehmen die Menschen wahr, dass man sie nicht ernst nimmt. Intuitiv haben die allermeisten getauften Christen noch eine Erinnerung an das, was die Kirche lehrt. Intuitiv ahnen auch Kirchenferne den Widerspruch und das Fehlen von Wahrhaftigkeit.

Unabhängig von persönlicher Zustimmung oder Ablehnung der Botschaft der Kirche erkennen die Menschen den zeitgeistgesteuerten Widerspruch, dessen sich so manche Hirten befleißigen. Man ist nicht authentisch mit dem, wofür man steht. Das ist nicht nur unredlich, das führt zu noch mehr Ablehnung. Es wäre eine gute Idee, wenn Bischöfe weniger Interviews in Gazetten gäben und stattdessen mehr Katechesen in Kathedralen hielten. Damit wäre allen mehr gedient.



Gefühle als Herrscher! Montag #3 from kath.net on Vimeo.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Ein neuer Beginn in der DBK ist möglich
  2. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  3. MEHR hippe Missionare in Augsburg
  4. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel
  5. Die Skandalchristmette im SWR verstört und verärgert
  6. Hippe Missionare sind brandgefährlich
  7. Bischof sein in Opferperspektive
  8. Ein entscheidungsrelevantes „We shall see“ zur Synodalkonferenz
  9. Das Ende der Säkularisierung hat begonnen
  10. Die Kirche bleibt der Welt fremd






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Bischof Oster legt nach: Grundsatzkritik am (deutsch-)Synodalen Weg
  4. Voll in die Falle getappt
  5. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  6. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  7. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  8. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  9. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  10. Wohltuende Überraschung: Papst beruft norwegischen Bischof Erik Varden OCSO zu seinem Fastenprediger
  11. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  12. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  13. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  14. Die große Täuschung
  15. Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz