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Kirchenmusik: Zur Ehre Gottes und Heiligung der Gläubigen

2. Februar 2019 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Die heilige Messe verlangt die ‚Ars celebrandi’, die Kunst, den Gottesdienst zu feiern. Der sakralen Musik kommt dabei eine besodere Rolle zu, schreibt Erzbischof Alexander Sample in einem Hirtenbrief.


Portland (kath.net/CNA/jg)
Heiligkeit, Schönheit und Universalität – das sind die drei wesentlichen Kriterien guter Kirchenmusik, schreibt Alexander Sample, der Erzbischof von Portland (USA) in einem Hirtenbrief vom 25. Januar.

Er hoffe, der Brief werde gut aufgenommen und helfe bei einer „authentischen Erneuerung der heiligen Liturgie entsprechend der Lehre des Zweiten Vatikanischen Konzils und dem Geist der Kirche“, schreibt er wörtlich.

Die heilige Messe verlange die „Ars celebrandi“, die „Kunst, den Gottesdienst zu feiern“. Die Kirchenmusik habe dabei eine zweifache Aufgabe: die Ehre Gottes und die Heiligung der Gläubigen, erinnert der Erzbischof.

„Wir sollten uns immer hohe Ziele setzen, um Gott die beste und schönste Musik darzubringen“, fährt er fort. Die Musik sei kein Zusatz, etwas, das man zur Form und Struktur der Liturgie quasi von außen hinzufügen könne. Sie sei ein wesentliches Element des Gottesdienstes selbst.

Die Auswahl der Musik für eine heilige Messe sei daher nicht etwas, das einfach dem subjektiven Geschmack überlassen werden solle. Die Kirchenmusik solle die Gläubigen dabei unterstützen, die Texte der Messe besser singen und beten zu können.

Echte sakrale Musik werde sich daher immer von Unterhaltungsmusik unterscheiden. Jede Komposition, auch eine welche die typischen Merkmale einer bestimmten Kultur widerspiegle, sei daher leicht an ihrem sakralen Charakter erkennbar. Heiligkeit ist „ein universales Prinzip, das die Kultur übersteigt“, schreibt Sample wörtlich.

Der Erzbischof setzt sich für eine Wiederbelegung des gregorianischen Chorals ein, der laut dem Zweiten Vatikanum einen wichtigen Platz in der Liturgie einnehmen sollte. Auch die Gläubigen sollten dazu angeleitet werden, gregorianische Gesänge singen zu können.



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Lesermeinungen

 padre14.9. 5. Februar 2019 

@couperin

ihr schöner Name steht ja für grandiose Musik.
Ich bin auch dafür, zeitgenössische christliche Musik zu spielen. Einige Namen wären: O. Messiaen, A. Schnittke, S. Gubaidulina, R. Zechlin,M. Gorecki ... und viele mehr. Nur mit zeitgenössischer Kunst kann man das Erstaunen über Jesus Christus und die hl. Dreifaltigkeit neu erreichen.
In alten Kirchen mit alter Kunst, auch wenn diese natürlich zu uns gehört, landen wir im Museum. Der Heilige Geist weht. Heute!


0
 
 Couperin 4. Februar 2019 
 

Neue Musik

Etwas provokant gesagt: Noch in der Barockzeit und in der Periode der Wiener Klassik wurde fast nur zeitgenössische Musik gespielt. Warum soll das heute anders sein?


2
 
 Fink 2. Februar 2019 
 

Ist "moderne Kunst", ist die "neue Musik" angemessen für die Liturgie ?

Oft ärgere ich mich über Kirchenorganisten, gerade über professionelle "A-Kirchenmusiker". Diese verhalten sich oft als "autonome Künstler", neigen zur Selbstdarstellung, spielen "modern". "Die Hörgewohnheiten durchbrechen" heißt das Motto. Das Vorspiel und die Begleitung der Kirchenlieder- laut, schräg, dissonant, jede Strophe eine andere Harmonie (nur nicht die gewohnte...). Selten ein angemessenes Stück zur/ nach der Kommunionsausteilung. Bei Gottesdienst-Übertragungen im Fernsehen kann das jeder beobachten (allerdings gibt es auch erfreuliche Gegenbeispiele). Diese Organisten wollen "Künstler" sein, und die Kirche als Arbeitgeber ist dafür gerade gut genug.


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