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Vatikan: Früherer Bischofspräfekt Kardinal Re wird 85

27. Jänner 2019 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Rund 30 Jahre lang gehörte der Vertrauensmann von Johannes Paul II. zu den einflussreichsten Personen in der Kurie - Er hatte sich im Jahr 2000 gegen eine Versetzung des US-Erzbischofs McCarrick nach Washington ausgesprochen


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Kardinal Giovanni Battista Re (Archivfoto), früher langjähriger "Innenminister" des Papstes und Leiter der vatikanischen Bischofskongregation, wird am kommenden Mittwoch, 30. Jänner, 85 Jahre alt. Rund 30 Jahre lang gehörte der Norditaliener und Vertrauensmann von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) zu den einflussreichsten Personen im Vatikan. Nach seiner Pensionierung leitete er im März 2013 das Konklave, aus dem Franziskus als Papst hervorging.


Geboren wurde Re am 30. Jänner 1934 in Borno nahe dem Gardasee. Er studierte Kirchenrecht, wirkte einige Zeit in seiner Heimatdiözese Brescia und absolvierte dann die Päpstliche Diplomatenakademie. Nach dem Tod Johannes Pauls II. im April 2005 übernahm Papst Benedikt XVI. Re als Leiter der Bischofskongregation; das blieb er bis 2010.

Ein Jahr zuvor geriet Re noch einmal in die Schlagzeilen, weil er das Dekret zur Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe der lefebvrianischen Piusbruderschaft unterschrieben hatte, darunter die des Holocaust-Leugners Richard Williamson. Verantwortlich für die missglückte Initiative war aber die zuständige Vatikan-Kommission "Ecclesia Dei".

Als im November 2000 der US-Erzbischof Theodore McCarrick von Newark in die Hauptstadt Washington versetzt wurde, hatte sich Kardinal Re als gerade ernannter Chef der zuständigen Bischofskongregation dagegen ausgesprochen. Wie im Sommer 2018 öffentlich wurde, waren damals im Vatikan wohl bereits Informationen über McCarricks sexuelles Fehlverhalten gegenüber Seminaristen bekannt.

Copyright 2019 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Cosmas 28. Jänner 2019 
 

wäre nicht viel besser gewesen

Re ist zwar sicher intellektuell brillant, galt aber immer als glasklarer Vertreter der "Konzils"linie Pauls des VI mit allen dazugehörigen (liturgischen) Negativa.


1
 
 Eichendorff 28. Jänner 2019 
 

Ihn hätte ich 2013

gern als Papst gesehen


4
 

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