Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  2. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  5. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  6. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  7. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  8. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  9. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  10. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  11. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  12. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  13. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  14. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  15. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“

Manche Bischöfe lassen sich political correctness-Zwangsjacke anlegen

28. November 2018 in Weltkirche, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kardinal Müller: Manche Bischöfe verunsichern die Gläubigen, weil sie in ihren Stellungnahmen nur dem Mainstream folgen. Sie lassen sich die Zwangsjacke der political correctness anlegen,in der sie sich ungelenk bewegen und sich nur lächerlich machen


Passau (kath.net)
Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat in einem Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ (PNP) neuerlich Papst Franziskus kritisiert, weil dieser sich bei Entscheidungen nicht immer an die kurienüblichen Verfahren halte. Ein Beispiel dafür sei die aus Deutschland kommende Initiative für den Kommunionempfang evangelischer Ehepartner, bei der die Glaubenskongregation übergangen wurde. Laut dem früheren Präfekten der Glaubenskongregation habe man sich bei der Initiative aus Deutschland „einen Zettel mit theologisch verwaschenen Thesen“ vom Papst signieren lassen. Dies würden der katholischen Glaubenslehre und der klaren Weisung der Glaubenskongregation widersprechen.


Auch beim Fall des Hochschulrektors Ansgar Wucherpfennig SJ sei ähnlich vorgegangen worden. Müller meinte dazu wörtlich: „Mit faulen Kompromissen untergräbt das Lehramt nur seine von Christus gegebene Autorität.“ Der Beifall von „vermeintlich progressistischer Seite“ mache laut Müller diesen „Verfall der Autorität“ nicht wett. Dieser halte auch nur solange an, wie die Verantwortlichen sich zeitgeistkonform verhalten.

Angesprochen auf die Missbrauchsfälle in der Kirche forderte Müller klar, dass Priester, die eine Straftat begangen haben, zuerst wie alle nach weltlichem Recht die Konsequenzen tragen müssen. Zusätzlich müsse auch ein kirchenrechtlicher Prozess durchgeführt werden. Der Kardinal möchte auch festhalten, dass die meisten Priester sich nicht dieser Taten schuldig gemacht haben. Die „voll berechtigte Empörung“ über die Untaten einzelner Personen dürfe daher nicht in die Ungerechtigkeit einer „kollektiven Beschuldigung“ umschlagen.

Zu Forderungen von manchen Kirchenvertretern aus Deutschland, dass die Kirche jetzt ihre Sexuallehre und den Pflichtzölibat überdenken müsse, stellte Müller klar, dass solche Forderungen die Unterstellungen enthalten, dass die Sexualethik, die Kindesmissbrauch eine Sünde nennt, „die vom Reich Gottes ausschließt“ und die freiwillig angenommene ehelose Lebensform Jesu von sich aus zu Sexualverbrechen disponieren. Einige seiner bischöflichen Mitbrüder (in Deutschland) beurteilt der Kardinal durchaus kritisch: „Manche Bischöfe verunsichern die Gläubigen, weil sie in ihren Stellungnahmen nur dem Mainstream folgen. Sie lassen sich die Zwangsjacke der political correctness anlegen, in der sie sich ungelenk bewegen und nur lächerlich machen.“

Bischöfe dürfen laut Müller „nicht zuerst politisch agieren und denken“, um dann „ihre Machtspiele“ pseudotheologisch einzukleiden. Bischöfe seien Diener des Wortes Gottes und Hirten der Gemeinde.

Archivfoto Kardinal Müller (c) Bistum Regensburg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Müller Kardinal

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  3. „Papst Leo XIV. stellt in allen seinen Predigten und Ansprachen immer Jesus Christus in die Mitte“
  4. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  5. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. Kard. Müller: „Deutsche Diözesen sind Teil der Weltkirche und nur insofern katholisch, als sie…“
  8. „Jesus ist also nicht aus religiöser Poesie geboren…“
  9. „Im Jubiläumsjahr ermutigt uns die Kirche, vom Geschenk der Barmherzigkeit Gottes zu profitieren“
  10. Kardinal Müller im „Giornale“-Interview: „Der Papst ist kein Star – Nein zum LGBTQ+-Jubiläum“







Top-15

meist-gelesen

  1. Gott inmitten von Töpfen und Geschirr
  2. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  3. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  4. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission
  5. Papst sprach auch mit Selenskyj über Lage in Frontstadt Oleschky
  6. Apostolisch und nix anderes
  7. Die Bibel schweigt nicht zur Abtreibung. Es gibt die Zehn Gebote: Du sollst nicht töten!'
  8. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  9. "Ministrant Putins": Tück übt scharfe Kritik an Moskauer Patriarch
  10. „Mehr Katholiken in Afrika als in Europa“
  11. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  12. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  13. Genesungswünsche für Papst: "Lieber Papst Leo ..."
  14. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  15. Medjugorje-Seher: "Ich bin nur ein Werkzeug"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz