Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  4. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  5. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Menschenrecht auf Abtreibung?
  8. So fühlt sich Nachhausekommen an
  9. Der Weihnachtsglaube - Sand oder Fels
  10. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  11. These: Die Wahrheit steht über der nachdrücklichen Forderung nach Einheit
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. Gegen Agenden und Aktivismus: das Kardinalskollegium hält inne
  14. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  15. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel

Asia Bibi dankt Gott für Befreiung

9. November 2018 in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Vatican Insider" berichtet über ersten Tag der jahrelang zum Tod verurteilten Christin in Freiheit - Außenministerium-Sprecher in Islamabad: Bibi eine freie Frau, bleibt aber vorläufig in Pakistan


Rom-Islamabad (kath.net/KAP) Die pakistanische Christin Asia Bibi, deren Todesurteil wegen Blasphemie in der Vorwoche aufgehoben wurde, hat ihre Freiheit bestätigt. "Dank sei Gott. Gott sei gelobt. Ich bin frei", zitierte "Vatican Insider" am Donnerstagabend erste Worte Bibis nach neun Jahren in der Todeszelle. Das italienische Nachrichtenportal berief sich dabei auf eine nicht namentlich benannte Quelle "aus dem näheren familiären Umkreis" der Frau. Bibi habe den Donnerstag - ihren ersten Tag in Freiheit - "mit ständigen Danksagungen an Gott, der ihre Gebete erhört hat" verbracht, hieß es.
In dem Bericht wird weiter auch der Direktor der Strafbehörde in der Provinz Punjab, Zawar Hussain Warrich, zitiert. Dieser bestätigte die Angaben, wonach die Christin am Mittwochabend ihre Zelle im Frauengefängnis der Stadt Multan verlassen habe und gegen 22 Uhr per Flugzeug in die Hauptstadt Islamabad geflogen. Sie sei in der Folge an einen geheimen Ort gebracht worden, wo sie auch ihren Ehemann Asiq Masih wiedergetroffen hat.


Dies alles habe unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden. Bereits im Gefängnis sei Bibi in Gefahr gewesen: Vor zwei Monate seien zwei Wachebeamten der Haftanstalt in Multan festgenommen worden, da sie ein Attentat gegen die Christin geplant hätten, berichtete "Vatican Insider" unter Berufung auf Quellen aus dem pakistanischen Justizsystem. Ebenfalls aufgrund von Morddrohungen war in der Vorwoche auch Bibis Anwalt Saiful Malook - er ist selbst Muslim - in die Niederlande geflohen.

Erneut dementierte die pakistanische Regierung am Donnerstag, dass Bibi das Land verlassen habe: Außenministeriums-Sprecher Mohamed Faisal erklärte, Asia Bibi sei "eine freie Bürgerin", werde das Land jedoch erst dann verlassen, wenn das Höchstgericht die Berufung gegen ihre Freilassung zurückweise. Mit dieser Erklärung sollten laut "Vatican Insider" jene radikalen Gruppen gebremst werden, die erneut zu Demonstrationen gegen die Freilassung der Christin aufgerufen hatte. Dem Portal zufolge hätten über 50.000 Anhänger der radikalislamischen Partei TLP in den vergangenen Tagen auf Pakistans Straßen die Todesstrafe Asia Bibis eingefordert.
Bibis Fall hatte internationale Aufmerksamkeit erregt. Die fünffache Mutter war 2009 als erste Christin in Pakistan wegen Beleidigung des Islam angeklagt und zum Tode verurteilt worden. Sie bestreitet die Vorwürfe. Im Juli 2015 ordnete ein Gericht die vorläufige Aussetzung der Vollstreckung der Todesstrafe an. Am 31. Oktober hob das Oberste Gericht Pakistans das Todesurteil auf. Dies führte zu massiven und tagelangen Protesten der radikalislamischen Partei Tehreek-e-Labbaik Pakistan (TLP). Nach der Zusicherung der Regierung, eine Revision des Urteils nicht zu blockieren und ein Ausreiseverbot für Asia Bibi zu verhängen, beendete die TLP zunächst die Proteste, drohte für den Fall des Bruchs des Abkommens jedoch mit einer "Revolution".

Bibis Ehemann Ashiq Masih hatte am Dienstag über das Hilfswerk "Kirche in Not" Italiens Regierung um Hilfe für eine Ausreise aus Pakistan und um Asyl gebeten. Italiens Regierung erklärte, die Christin aufnehmen zu wollen, und auch der italienische Parlamentsausschuss für auswärtige Angelegenheiten beschloss am Donnerstag einstimmig eine Resolution zum Schutz Bibis. "Mit diesem Entschluss versichert das italienische Parlament, die Anstrengung der internationalen Gemeinschaft und den ernsthaften und konstruktiven Einsatz der italienischen Regierung für eine positive Entwicklung dieser Angelegenheit zu unterstützen", erklärte die Ausschussvorsitzende Marta Grande.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  2. Plakolm: Christenverfolgung ernst nehmen statt relativieren
  3. USA bombardieren Islamisten nach Massaker an Christen in Nigeria
  4. Meldestelle Christenschutz: Christliche Flüchtlinge sind fassungslos über Skandal-Ausstellung
  5. Pakistan: Christen trauern ökumenisch nach Ermordung des Pfingst-Pastors Kamran Michael Naz
  6. Seine Freilassung war eine Gebetserhörung
  7. Nuntius Eterović: „Christen sind die weltweit am meisten wegen ihrer Religion verfolgten Menschen“
  8. Beobachtungsstelle: Tausende christenfeindliche Straftaten in Europa
  9. Angriffe auf Christen in Syrien: Kirchenführer schlagen Alarm
  10. Nigeria: Entführter Seminarist (16) in Geiselhaft verstorben






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  7. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  8. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  9. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  10. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  11. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  12. „Sehr brüderliche Atmosphäre, die meisten waren von Dringlichkeit der Neuevangelisierung überzeugt“
  13. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz