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Die Vollmacht des Hirten

18. September 2018 in Aktuelles, 32 Lesermeinungen
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Franziskus in Santa Marta: der Hirt ist gütig und von Herzen demütig. Er schweigt, wenn der Große Ankläger durch das Volk seine anklagende Wut entfesselt, und er betet zum Vater für die getäuschten Menschen. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) Die Vollmacht Jesu – sie entstammte seiner Demut, seiner Nähe zu den Menschen, dem Mitleid, das in Milde und Zärtlichkeit zum Ausdruck kam. Wenn dann die Dinge schlecht gingen wie auf Golgota, „sagte er nichts und betete“. Das Tagesevangelium nach Lukas (Lk 7,11-17) mit dem Wunder der Auferweckung des einzigen Sohnes einer Witwe bot Papst Franziskus in seiner Predigt bei der heiligen Messe in der Kapelle des vatikanischen Gästehauses „Domus Sanctae Marthae“ am Dienstag der 24. Woche im Jahreskreis den Anlass, Jesus als Ikone und Vorbild des Hirten herauszuarbeiten, dessen Vollmacht eine „Gnade des Heiligen Geistes“ ist und aus seiner Nähe zu den Menschen kommt, nicht aus der Nähe „zu Grüppchen von Mächtigen, von Ideologen“.

Der Papst unterstrich: Jesus habe Vollmacht vor dem Volk nicht aufgrund der Lehre, die er verkünde, „die fast dieselbe war wie die der anderen“, sondern weil „er demütig und von Herzen sanftmütig war“. Er habe nicht geschimpft, „er sagte nicht: ‚ich bin der Messias’ oder ‚ich bin der Prophet’. Er ließ nicht die Posaunen erklingen, wenn er jemanden heilte oder die Menschen lehrte oder ein Wunder wie die Brotvermehrung wirkte. Nein. Er war demütig. Er ‚machte’ und stand den Leuten nahe“.

Die Gesetzeslehrer dagegen „lehrten von der Kathedra aus und standen den Leuten fern“. Sie hätten kein Interesse an den Menschen gehabt. Ihr Interesse habe sich darauf beschränkt, den Menschen Gebote zu geben, die sie „bis auf mehr als 300 vermehrten“. Doch sie seien den Menschen nicht nahe gewesen:


„Wenn Jesus im Evangelium nicht bei den Leuten war, war er beim Vater, er betete. Und den Großteil der Zeit im Leben Jesu, im öffentlichen Leben Jesus, verbrachte er auf der Straße, bei den Leuten. Diese Nähe: die Demut Jesu, das, was Jesus Vollmacht verleiht, bringt ihn zur Nähe mit den Leuten. Er berührte die Leute, er umarmte die Leute, er blickte den Leuten in die Augen, er hörte den Leuten zu. Nähe. Und das verlieh ihm Vollmacht“.

Lukas unterstreiche das „große Mitleid“, das Jesus ergriffen habe, als er die Mutter und Witwe, die allein gewesen sei, und den toten jungen Mann gesehen habe. Er „hatte diese Fähigkeit, mit-zu-leiden. Er war nicht theoretisch“. So könne man sagen, dass „er mit dem Herzen dachte, er trennte den Kopf nicht vom Herzen“:

„Und es gibt zwei Grundzüge dieses Mitleids, die ich hervorheben möchte: die Sanftmut und die Zärtlichkeit. Jesus sagt: ‚Lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig“: von Herzen sanftmütig. Jene Sanftmut. Er war sanftmütig, er schimpfte nicht. Er bestrafte die Leute nicht. Er war sanftmütig. Immer mit Güte. Wurde Jesus zornig? Ja! Denken wir daran, als er das Haus seines Vaters sah, das zu einem Shoppingcenter geworden war, um Sachen zu verkaufen, die Geldwechsler... dort wurde er zornig, er nahm die Knute und jagte sie alle weg. Aber weil er den Vater liebte, weil er demütig vor dem Vater war, hatte er diese Kraft“.

Dann die Zärtlichkeit Jesu. Jesus habe nicht gesagt: „Nicht weinen, Frau“, während er Distanz gehalten habe: „Nein. Er ist nähergekommen, vielleicht hat er ihre Schultern berührt, vielleicht hat er sie gestreichelt. ‚Nicht weinen’. Das ist Jesus. Und Jesus tut dasselbe mit uns, denn er ist nahe, er ist mitten unter den Leuten, er ist Hirt“.

Die andere Geste der Zärtlichkeit sei dann, dass er den jungen Mann nehme und ihn seiner Mutter zurückgebe. Also: „Gütig und von Herzen demütig, nahe bei den Leuten, mit der Fähigkeit, mitzuleiden, mit Mitleid, und mit diesen beiden Grundzügen der Sanftmut und der Zärtlichkeit. Das ist Jesus“. Was er mit der Mutter und dem jungen Mann getan habe, tue er mit uns allen:

„Das ist die Ikone des Hirten“, hob Franziskus hervor, „und von dieser Ikone müssen wir Hirten lernen: den Leuten nahe, nicht nahe bei Grüppchen von Mächtigen, der Ideologen... Diese vergiften uns die Seele, sie tun nicht gut!“. Der Hirt also „muss die Macht und Vollmacht haben, die Jesus hatte, jene der Demut, jene der Sanftmut, der Nähe, der Fähigkeit zum Mitleid, der Zärtlichkeit“.

Und wenn die Dinge nicht gut verlaufen seien – was habe Jesus dann getan, frage sich der Papst:

„Als die Leute ihn an jenem Karfreitag beschimpften und schrien: ‚Kreuzigt ihn!’, schwieg er, denn er hatte Mitleid mit jenen Leuten, die von den Mächtigen des Geldes, der Macht... getäuscht worden waren. Er schwieg und sagte nichts. In den schwierigen Momenten, in den Momenten, in denen sich der Teufel entfesselt, wo der Hirt angeklagt wird, doch angeklagt vom Großen Ankläger durch die Leute, durch viele Mächtige, da leidet der Hirt, er opfert sein Leben und betet. Und Jesus betete. Das Gebet brachte er auch ans Kreuz, mit aller Stärke. Und auch dort hatte er die Fähigkeit, sich der Seele des guten Schächers zu nähern und sie zu heilen“.

„Heute wollen wir den Abschnitt aus dem Lukasevangelium, Kapitel 7, wieder lesen“, so der Papst abschließend, „um zu sehen, wo die Vollmacht Jesu liegt. Und wir wollen um die Gnade bitten, dass wir alle, die Hirten, diese Vollmacht haben: eine Vollmacht, die eine Gnade des Heiligen Geistes ist“.

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Lesermeinungen

 Alpenglühen 19. September 2018 

Es tut fast körperlich weh, wie P. Franziskus die Evangelien

u. den Glauben der RKK nach seinem Bedarf verdreht u. vor allem verfälscht! Christus hatte seine Vollmacht nicht aus der Nähe zu den Menschen, sondern von GOTT, seinem Vater. In SEINEM Auftrag u. Namen kam er auf die Erde, um uns zu erlösen. Läßt P. F. in der hl. Messe das Sanctus weg?
Zitat: „Er (der Hirte) schweigt, wenn der Große Ankläger durch das Volk seine anklagende Wut entfesselt, und er betet zum Vater für die getäuschten Menschen.“ Zitat Ende. Das ist dermaßen dreist, daß mir fast die Worte fehlen.
Sieht P. Franziskus sich etwa als Christus, der vom Teufel durch uns, das Volk beschuldigt wird? Die Vorwürfe, Mißbrauchstäter u. Vertuscher des Mißbrauchs gedeckt, auf der Karriereleiter gepusht zu haben, werden also nur erhoben, weil wir uns vom Teufel haben instrumentalisieren u. täuschen lassen? Das soll er mal den Opfern sagen, der erlittene Mißbrauch sei eine pure Täuschung. Kard. Wuerl bekam „Shame“ zu hören... P. Franziskus sollte „Vergognati!“ in den Ohren dröhnen.


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 Tonika 19. September 2018 
 

Traurig wie Glaubenstreue Bischöfe wieder mal wie das Kaninchen vor der Schlange stehen.

Traurig wie Glaubenstreue Bischöfe wieder mal wie das Kaninchen vor der Schlange stehen, in Angst und Feigheit erstarren anstatt Franziskus die Stirn zu bieten und - danke bis hier und nicht weiter sagen um die Kirche vor der Willkür und den Machtspielchen des Papstes zu schützen.

Die Synode, die eine Farce war, sollte doch für die Bischöfe eine Lehre gewesen sein.

Die Feigheit und Rückgratslosigkeit vieler Katholiken und Papolatrie ermutigen und stacheln diesen Papst geradezu an, immer dreister und heftiger die Abrissbirne gegen den Katholischen Glauben zu schwingen.

Es ist unerträglich wie im Namen der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Böses Gut genannt wird, Täter gestärkt, belohnt, Todünden relativiert, banalisiert und Unrecht zementiert und Kumpanei und Komplizenschaft mit dem Bösen betrieben wird. Niemand - weder Papst noch Franziskus-Verteidiger können Gott spotten und die Gnade Gottes dafür missbrauchen um Böses in der Kirche zu fördern.


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 Tonika 19. September 2018 
 

Franziskus verhöhnt dreist den Glauben und ist sich seiner Sache sehr sicher.

Wer Augen und Ohren hat, kann nicht übersehen, dass dieser Papst sein Amt missbraucht um der Kirche massiv zu schaden. Ein Papst, der skruppellos einen unverbesserlichen Missbrauchstäter belohnt ist nicht würdig, ein Papst zu sein. Fraziskus kann man beim besten Willen keine guten Absichten mehr unterstellen. Wir sind an einem Punkt gelangt, wo es heißt Franzikus oder Jesus. Dieser Papst ist nicht mein Papst und mir kann keiner weiß machen, dass er vom Heiligen Geist gewählt worden ist. Franziskus ist brandgefährlich und in meinen Augen ein schlechter und hinterhältiger Mensch, der heimlich schon vom Glauben abgefallen ist. Dieser Papst stehtden Gläubigen und der Kirche superfern.

Er hat eben nicht den Geruch der Herde, der schafe Christi, sondern den Schwefelgeruch der unchristlichen Welt.

Er liebt die internen und externen Kirchenhasser und will ihnen die Kirche auf dem Silbertablett präsentieren, damit sie ihren Mutwillen mit ihr treiben können.


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 Sebi1983 18. September 2018 
 

Tragisch --- Er versteht es einfach nicht...

... dass in dieser Situation Schweigen zu wenig ist... Sich selbst als Opfer zu stilisieren, ist kontraproduktiv, Zeichen für Wirklichkeitsverlust, ja Wirklichkeitsverweigerung...

Traurig, wenn man zusehen muss, wie das von den Medien hochgepuschte Idol Franziskus sich selbst demontiert... Nun zeigt sich, dass hinter der bejubelten Fassade ein Abgrund an Überforderung und Wirklichkeitsverlust gähnt.

Tragisch


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 Montfort 18. September 2018 

@Schlegl - Danke für die Korrektur, Monsignore!

Es wurden nicht 618, sondern nur 613 Ge-und Verbote aus der Heiligen Schrift exzerpiert - nach P. Spadaro SJ also 2+2 weniger. ;-)

Die Merkhilfe mit den Knöchelchen im Körper ist auch sehr gut.

Die von PF propagierte "Inkarnation" alleine ergäbe ja nur eine schwabbrige Masse aus Fleisch und Haut - da ist es doch gut, wenn es die Hauptgebote als starke Hauptknochen zur Stütze und so viele kleine Gebote für die verschiedenen Situationen des Alltags wie kleine Knochen für die unterschiedlichen Bewegungsabläufe im Körper gibt.

Inkarnation beinhaltet eben den aufrechten, freien Gang, der durch die Einhaltung der von Gott geschenkten Gebote erst ermöglicht wird.


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 SCHLEGL 18. September 2018 
 

@Montfort

Es waren 613 Gebote/Verbote,die die Pharisäer vorgeschrieben haben .Angeblich die Zahl der menschlichen Knochen/Knöchelchen im Körper, wobei Hammer, Amboss und Steigbügel im Ohr damals noch nicht bekannt waren.Msgr. Franz Schlegl


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 Einsiedlerin 18. September 2018 
 

Neues Jesusbild

So wie der Papst über Jesus spricht, kriegt man den Eindruck, der sei ein netter Wanderprediger gewesen und habe halt leider durch einen Justizirrtum am Kreuz geendet. Das rüttelt niemanden auf. Arianisch? Meiner Meinung nach ist das häretisch. Glaubt der Papst überhaupt an Jesus als den Sohn Gottes? Den Weltenrichter? Den Herrscher über die Lebenden und Toten? Alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde müssen ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund muss bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist!


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 Einsiedlerin 18. September 2018 
 

Lehre Jesu

@Kirchental und Diadochus:
Mk 1,27: Da erschraken alle (nach der Heilung eines Besessenen) und einer fragte den anderen: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine GANZ NEUE LEHRE verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
--------------------
Und ja, die Jesus hatte die göttliche Vollmacht weil er der Sohn war/ist, nicht aufgrund seiner Demut.
Außerdem war er nicht bloß freundlich und zärtlich, man denke nur an die Wehe-Rufe über die Pharisäer.


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 Stefan Fleischer 18. September 2018 

@ Samanu

Natürlich hätte uns Gott in seiner Allmacht auch anders erlösen können. Hat er aber nicht! So müssen wir annehmen, dass es keinen anderen Weg dazu gab, welcher seiner ganzen Grösse und Herrlichkeit und der ganzen Schwere unserer Sünden gerecht geworden wäre, ohne dabei unsere Freiheit antasten zu müssen. Gott ist Liebe. Und Liebe zwingt sich nicht auf. Liebe leidet lieber selber, als den anderen leiden zu lassen. So ist das Kreuz der Inbegriff der Liebe unseres Herrn zu uns. Alles andere, heilen und lehren, selbst uns nahe sein etc. etc., hätte er in seiner Allmacht problemlos "von seiner Wohnung im Himmel herab" für uns tun können. Aber um für uns leiden zu können, deshalb musste er Mensch werden. So wurde er denn Mensch und "sein Volk aus seinen Sünden zu erlösen", wie schon die Propheten weissagten und dann der Engel bestätigte.


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 Montfort 18. September 2018 

@wedlerg - Die 618 Gebote der Pharisäer...

- PF spricht seltsamerweise von 300, das ist schon "ermäßigt", aber er und seine Genossen beherrschen das mit der genauen Abrechnung nicht so - waren ja nur die Auflistung aller im mosaischen Gesetzeswerk (5 Bücher Mose) enthaltenen Einzelvorschriften, also gar nicht "eigene Erfindung".

Aber klar: Wer es nicht schafft, die 10 Gebote als verbindlich anzunehmen, der wird auch alle weiteren Gebote und Gesetze als "Unfug" verwerfen - auch die Gebote der Kirche und das Kirchenrecht!

Was bleibt, sind die Macht und die Willkürherrschaft der stärkeren Lobby oder Partei, wenn nicht gar die eines einzelnen Diktators.

Kyrie, eleison!


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 Samanu 18. September 2018 
 

@ Stefan Fleischer und Kreuzestod

Klar hat uns Jesus durch das Kreuz erlöst. Aber er hätte uns wahrscheinlich auch anders erlösen können. Gott ist ja nicht an das Kreuz gebunden (wir heute natürlich schon).


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 Stefan Fleischer 18. September 2018 

@ Wenn dann die Dinge schlecht gingen wie auf Golgota,

Verstehe ich falsch, oder liegt hinter dieser Aussage - ich gehe einmal davon aus, dass das ganz unbewusst geschah – ein der Lehre unserer Kirche diametral entgegensetztes Verständnis des Kreuzes Christi? "Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit." (1.Kor 1,23-24) Da ist im Erlösungsplan Gottes nicht etwas schlecht gelaufen. Hier hat Christus, der Sohn, den Heiligen Willen seines Vaters erfüllt. Ohne dieses Kreuz könnten wir heute nicht auf Gottes Erbarmen mit uns vertrauen. Ohne das Kreuz würden wir in unseren Sünden sterben. Hätte damals Petrus den Herrn umzustimmen vermocht, dann, ja dann wäre etwas schlecht gegangen. So aber können wir beten: "Wir beten dich an und danken dir, denn durch dein Heiliges Kreuz hast du die ganze Welt erlöst!"


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 wedlerg 18. September 2018 
 

@Montfort: Pharisäer schon

Auch die Pharisäer haben IHRE Gesetze gehalten.

Die Ehe durfte geschieden werden, sofern formal alles korrekt ablief. Die Speisevorschriften und die Zahl der Schritte am Sabbat waren zu halten.

Heute hält man sich auch an serielle Polygamie oder parallele Polygamie im Rahmen der eigenen Form: man muss in Freundschaft scheiden.

Heute hat man auch Speisevorschriften: Vegan und/oder CO2-neutral.

Der neue Sabbat heißt Tag des Migranten, Tag des Wassers, Equal-Pay-Day, etc


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 Herbstlicht 18. September 2018 
 

@Kirchental

Franziskus verkürzt Christus leider häufig auf Sanftmut und Zärtlichkeit.
Seine Aussage, Jesu Lehre sei fast dieselbe gewesen wie die der anderen, ist mehr als erstaunlich.

Jesu Worte (Johannesevangelium, Auszüge):
"Ich bin das Brot des Lebens."

"Ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht daß ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat."

"Ich bin das Licht der Welt."

"Ihr seid von dem, was unten ist,
ich bin von dem, was oben ist. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt."

"Ich bin die Auferstehung und das Leben ..."

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Wer an mich glaubt ..."

Oder Jesu Worte in der Bergpredigt:
"Ihr habt gehört, dass gesagt wurde ...",
"ich aber sage Euch...". (Mt 5,21.27. 31.33.38

Apostel Thomas zum Auferstandenen:
Mein Herr und mein Gott. (Joh 20,28)

Wüsste Christus es anders, hätte Er Thomas Aussage korrigiert.

Jesu Lehre - nicht viel anders als die anderen?
Was äussert Franziskus da nur!


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 Gambrinus 18. September 2018 
 

Skurril....

... wenn nicht gar pathologisch.


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 Montfort 18. September 2018 

Nur gut, dass Pfs "Freunde" keine Pharisäer sind!

Denn sie versuchen ja gar nicht, sich an die Gebote Gottes und der Kirche zu halten!

Und sie sind auch keine Priester/Bischöfe, denen man "Doppelmoral" vorwerfen könnte, da sie ja bereits jegliche Moral in Lehre und Praxis über Bord geworfen haben!

Das Schiff der Kirche wird anscheinend von Piraten gelenkt. Kein Wunder, dass Gott einen gewaltigen Seesturm schicken muss, damit endlich doch "die Ratten das sinkende Schiff verlassen".

Untergehen wird es nicht, solange es noch Gläubige gibt, die nach der Visuin Din Boscos an der Eucharistie und der Fürsprache Marias festhalten - und solange es den im Verborgenen betenden und sühnenden Papst BXVI gibt.


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 Samanu 18. September 2018 
 

Gefährliche Welt- und Selbstdeutung

Der Papst ist der zweite Jesus und die "konservativen" Kardinäle und anderen Leute an der Kurie sind die Pharisäer.
So hart wie Jesus mit den Pharisäern ins Gericht gegangen ist, so geht ja auch der Papst mit all denen um, die er in die Schublade
"Pharisäer" gesteckt hat.

Daneben gibt es noch die schwachen Jünger, die immer wieder mal "Fehler" machen - wohl die von ihm auserwählten Kardinäle - die man mit viel Geduld und Liebe und Nachsicht zur Heiligkeit führen muss.
Und dann gibt es noch das verblendete Volk, das ruft: Kreuzige ihn! bzw. "Tritt zurück" oder "Rechtfertige dich" oder etwas in der Art.

Bei dieser Selbst- und Weltdeutung ist man natürlich gegen jegliche Kritik immun.
Ich glaube der Papst braucht viel Gebet.


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  18. September 2018 
 

Der Wolf unter den Schafen

Und wenn der Wolf sich unter die Schafherde mischt und ein Lamm nach dem anderen reißt, sitzt dieser Hirte regungslos daneben und schweigt.


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 Christine 18. September 2018 

Der Hirte und der Wolf

Würde ein wahrer Hirte nicht GEGEN den Wolf vorgehen, der seine Schafe zerreissen will? Das ist doch Nebelwerferei...


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 Selene 18. September 2018 
 

Alles schon gesagt

von den geschätzten Mitbloggern. Da kann ich mich nur zustimmend anschließen, leider, möchte ich fast sagen.


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 wedlerg 18. September 2018 
 

Langsam psychopatisch und tragisch

"Jesus habe Vollmacht vor dem Volk nicht aufgrund der Lehre, die er verkünde, „die fast dieselbe war wie die der anderen“, sondern weil „er demütig und von Herzen sanftmütig war“. Er habe nicht geschimpft,...Er ‚machte’ und stand den Leuten nahe“.

Das ist - offen gesagt - das Bild, das Franziskus von sich selber hat.

Aber nicht das, was das Evangelium über Jesus sagt. Der war in erster Linie Gottes Sohn, sagte Dinge, die keiner hören und aushalten konnte, provozierte all seine Mitmenschen bis aufs Blut, nicht mehr zu sündigen, und war gleichzeitig wundertätig und Menschenfischer.

Im Evangelium sagt Jesus - voll Mitleid - dem Toten: "ich befehle dir, steh auf!"

Und alle wurden von Furcht ergriffen und priesen Gott.

Am Ende der Predigt: „Als die Leute ihn am ... Karfreitag beschimpften und schrien: ‚Kreuzigt ihn!’, schwieg er, denn er hatte Mitleid da sie von den Mächtigen des Geldes, getäuscht worden waren"

= glatt falsch

Merke: wer gegen PF ist, ist geldgierig!


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 Aegidius 18. September 2018 
 

Das ist wieder vollumfänglich Blödsinn. Dummes, scheinheiliges und selbstgerechtes Geschwätz möchte man sagen. Jesus wurde von der jüdischen Obrigkeit gehaßt und den Römern ausgeliefert nicht weil Er sowieso dasselbe verkündigt hätte oder weil Er so sanft gewesen wäre, sondern weil Er redete, wie einer der Vollmacht hat, weil Er sich angemaßt hat, Sünden zu vergeben, weil Er den Anspruch offen aussprach, der Sohn Gottes zu sein: "Ich und der Vater sind eins."
Mein Gott, wie lange noch?


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 Kostadinov 18. September 2018 

die Arbeit kann ich mir künftig sparen

ich hab die Predigten eigentlichen nur noch gelesen, um die handfesten Kommentare von @Hadrianus Antonius besser geniessen zu können. Für meine Nackenwirbel ist es sowieso gesünder, wenn ich mir das ständige heftige Kopfschütteln spare...


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 Montfort 18. September 2018 

Ein Papst der klaren Widersprüche:

"Er (Jesus) war sanftmütig, er schimpfte nicht. Er bestrafte die Leute nicht. Er war sanftmütig. Immer mit Güte. Wurde Jesus zornig? Ja! "

Nun, Jesus hat das Schimpfen zur rechten Zeit wohl von seinem Coisin Johannes, dem Täufer gelernt: "Da sagte er zu den Volksscharen, die hinauszogen, um sich von ihm taufen zu lassen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?" Mt 3,7; Lk 3,7

Jesus: "Ihr Nattern, ihr Schlangenbrut! Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?" Mt 23,33


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 Diadochus 18. September 2018 
 

@Kirchental

Nein, Sie irren nicht. Die gleichen Gedanken hatte ich auch. Das irritiert mich.


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 Montfort 18. September 2018 

PF streichelt die Kirche

mit seiner "Barmherzigkeit" ganz sanftmütig zu Tode.


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 Zeit f?r die Wahrheit 18. September 2018 
 

Das ist mal wieder eine Predigt,

die kein Mensch braucht. Ich erwarte von einem Papst ja nicht, dass er Tag für Tag zur Höchstform aufläuft und eine Predigt vorträgt, wie es Kardinal Müller getan hat. Aber die Art und Weise, wie es Papst Franziskus tut ist arm. Das erinnert doch sehr an die Erzählung irgendeiner Geschichte. Von Begeisterung null zu spüren (wie sehr oft übrigens). Was soll ich aus so einer Predigt für mein Leben und das meiner Mitmenschen mitnehmen? Bleibt von den Worten des Papstes in einer Woche auch nur der Hauch einer Erinnerung? Wo wird mein Leben durch so eine Predigt bereichert? Da höre ich unserem Gemeindepfarrer lieber zu, weil er lebendig ist, klar predigt und ich immer etwas Neues für meinen Alltag mitnehmen kann.


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 Kirchental 18. September 2018 

Bitte korrigiert mich, wenn ich irre

Ich dachte bis eben, Jesu Vollmacht käme aus seiner Eigenschaft als Gottessohn, und höre nun erstaunt, dass sie aus seiner Demut kommt.

Ebenso nahm ich an, seine Lehre wäre komplett neu und Aufsehen erregend gewesen. Ich habe dazu auch eine Bibelstelle im Hinterkopf - aber finde sie auf die Schnelle nicht.
Stattdessen stellt der Papst fest, Jesu Lehre sei fast dieselbe gewesen wie die der anderen? Und welche anderen?


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 JuM+ 18. September 2018 
 

und gegenüber der Sünde?

da war Jesus streng, dann muss der Hirt mahnen und nicht die Sünde mit sanften Worten hofieren:
"Der Hirt also „muss die Macht und Vollmacht haben, die Jesus hatte, jene der Demut, jene der Sanftmut, der Nähe, der Fähigkeit zum Mitleid, der Zärtlichkeit“."


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 micha2 18. September 2018 
 

Aber auch Petrus erwählt

Ja er ist und war gut- und demütig, verstehend, mitfühlend und liebend.
Aber wieso hat er ausgerechnet Petrus, den aufbrausendsten, den entschieden auftretenden, ja sogar todesmutig mit dem Schwerte, in völlig auswegloser Situation, kämpfenden Simon erwählt.
Wieso ist Simon er der Urpapst, und nicht z.B. sein Lieblingsjünger Johannes


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 la gioia 18. September 2018 
 

Ich ertrage die scheinheiligen Predigten dieses 'Papstes' nicht mehr!


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 Montfort 18. September 2018 

Katastrophe, diese Predigten,

in denen PF sich implizit selbst zum Märtyrer und Messias hochstilisiert!

"Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht." Mt 23,3


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