Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  5. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  8. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  9. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  10. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  11. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  12. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  13. Die Krise des Bischofsamtes
  14. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  15. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren

Alles scheint so vergebens und doch müssen wir weiter streiten

28. Mai 2018 in Kommentar, 50 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Die Wahrheit wird am Ende immer wieder über Barbarei siegen. Doch die, denen sie anvertraut ist, die Christen, müssen sie hüten. Das gilt heute nicht weniger als im antiken Rom." Der Montagskick von Peter Winnemöller zur Todesabstimmung in Irland


Irland (kath.net/pw)
„Manchmal“, so kommentierte eine Nutzerin im Facebook unter einem Posting zum irischen Abtreibungsreferendum, „glaube ich, wir beten vergebens.“ Das klingt sehr krass und sehr verzweifelt. Wer sich bioethische und lebensrechtliche Entscheidungen in Politik und Justiz aus den letzten Jahren ansieht, könnte solch einen Eindruck gewinnen.

Neu geschaffenen bioethische Rechtsnormen entsprechen durch die Bank nicht im mindesten katholischen Moralvorstellungen. Seit rund drei Jahrzehnten bekommen wir kein Gesetz in diesem Sektor, in dem sich die Sicht der Kirche insbesondere zum Schutz des menschlichen Lebens von seinem Anfang bis zu seinem natürlichen Ende hätte umsetzen lassen. Dabei ist es ganz gleich, ob es um Abtreibung, um offene oder verdeckte Sterbehilfe oder um den Schutz menschlicher Embryonen vor Forschung und wirtschaftlicher Verwertung geht. Weitreichende Eingriffe in die menschliche Keimbahn sind inzwischen keineswegs mehr das Tabu, welches sie sein sollten. Ganz gleich, in welchen Bereich wir schauen, wir verlieren immer mehr Terrain.

Dabei bedeutet „verlieren“ nicht, was es im Sinne eines Wettbewerbs gleichrangiger Möglichkeiten bedeuten könnte. Wir verlieren tatsächlich etwas, was wir danach nicht mehr haben. Es geht natürliche Humanität verloren, wenn man Humanität als von Gott gegebene Fähigkeit mit dem anderen Menschen zu fühlen auffasst. Diese Art Humanität, die eben mit dem kleinen, im Mutterleib heranwachsenden Menschen ebenso fühlt, wie mit dem sterbenden Greis, geht mit jeder Entscheidung gegen das Leben im Großen wie im Kleinen ein Stück mehr verloren.


Nun ist von dieser Kontinentalplatte humanistischen Denkens und Handelns in Europa wieder ein Stück zerbröselt, indem per Referendum in Irland nun eine Gesetzgebung geschaffen werden wird, die Abtreibungen ermöglichen soll. Die Geschichte hat gezeigt, dass solche Fehlsteuerungen sehr wohl auch rückgängig gemacht werden können. Es geschieht selten, doch es passiert. Deshalb sollten wir auch im politischen Kampf bei aller Vergeblichkeit nicht aufgeben oder resignieren, selbst wenn es zuweilen so ermüdend sinnlos scheint.

Selbst in einer Gesellschaft, die in wildeste Barbarei zurückgefallen wäre, bräuchte es die, die um das Gute, das Wahre und das Schöne wissen. Es braucht die, die danach handeln, auch wenn die ganze Welt gegen sie ist. Dazu gehört unbedingt das Wissen um dem Wert des menschlichen Lebens. Zuweilen geht es in unseren Tagen in unseren Breiten nur noch darum, diese Wahrheit über den geistigen Winter, jene grausige Nacht der Barbarei, zu bringen, in die Europa und weite Teile der westlichen Welt zu fallen drohen.

Die Wahrheit wird verdreht: Das Übel kommt als das Gute daher und zeiht das Gute und Wahre der Lüge. Man wirft den Schützern des Lebens vor, die Menschen einer Freiheit zu berauben. Jeder Streiter für das Leben muss sich vorwerfen lassen, Freiheiten zu verhindern oder eben Frauen unterdrücken zu wollen. Es ist zuweilen kaum mehr möglich, sich angemessen zur Wehr zu setzen, weil man gegen die Agenda eines linkselitären Mainstreams streitet, der längst die Lufthoheit über das gedachte und erst recht über das geschriebene Wort erlangt hat.

Dennoch! Es gilt dem zu widerstehen und hier wie auch in anderen Bereichen die Rolle der gesellschaftlichen Minderheit zu akzeptieren. Die Weigerung, an Abtreibungen mitzuwirken, kann schon heute zu Ausgrenzung und Diskriminierung führen. Solchen faktischen Ausschluss von bestimmten Berufen gibt es bereits. Da wirkt, nebenbei bemerkt, eine allzu hochtrabende Ablehnung der Thesen der „Benedikt Option“ geradezu lächerlich, weil sie schon per Zwang von außen beginnen sich zu verwirklichen.

Es wird jedoch genau diese Klarheit sein, die der Welt das Christentum als eine gangbare Alternative zeigen wird. Schon einmal rieb man sich in Europa verwundert die Augen, weil es in der untergehenden Welt der Spätantike eine Gruppe gab, die ihre Kinder nicht tötete und die sich der Kranken annahm und sogar Spitäler baute.

Die Wahrheit wird am Ende immer wieder über die Barbarei siegen. Doch die, denen sie anvertraut ist, die Christen, müssen sie hüten. Das gilt heute nicht weniger als im antiken Rom. Und aus diesem Grund ist kein Gebet vergebens.

Archivfoto Peter Winnemöller



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Die Krise des Bischofsamtes
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  6. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  7. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  8. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  9. ZDF hasst Katholiken
  10. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  3. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  4. Stift Heiligenkreuz: Abt Maximilian Heim tritt zurück
  5. Papst Leo XIV. nimmt Rücktrittsgesuch von Bischof Wiesemann an
  6. 'Was ich am Katholizismus schon immer toll fand...'
  7. Neues Eigentümer-Ehepaar lässt Ex-Epstein-Ranch drei Tage lang exorzieren
  8. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  9. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  10. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  11. Passauer Bischof Oster warnt in Altötting vor Verfall des christlichen Menschenbildes
  12. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  13. Erzbischof Cordileone: 'Lasst unsere Nonnen in Ruhe!'
  14. US-Bischof Coakley: 'Wir haben noch nicht das letzte Wort zu Traditionis custodes gehört'
  15. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz