Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  6. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  7. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  8. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  9. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  12. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  13. Der Realismus der Barmherzigkeit
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. „Es gibt keinen notwendigen Widerspruch zwischen Synodalität und Tradition“

Sternbergs Sakramentendiscount

14. Mai 2018 in Kommentar, 14 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der erbärmliche Populismus des ZdK-Chefs und warum eine Praxis des Ungehorsam noch immer zu mehr Spaltung und zu mehr Unheil geführt hat - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net/pw)
Vorweg gesagt, es bekommt jeder, wirklich jeder, die Kommunion gespendet, wenn er sich nicht völlig bescheuert anstellt. Das ist eine banale Tatsache. Auch dürfte jedem klar sein, dass manche Priester - nicht nur in dieser Hinsicht - eine sehr laxe Haltung an den Tag legen. Die Fakten sind die eine Sache. Wie diese Fakten im Einzelnen zu bewerten sind, sei dahin gestellt.

Wenn es also nun der Vorsitzende des Zentralkomitees den Umstand einer lockeren Interkommunionpraxis – auch auf dem Katholikentag - für betonenswert hält, wie jüngst im Interview mit dem Bonner Generalanzeiger geschehen, dann ist das schlicht und ergreifend erbärmlicher Populismus. Das gilt umso mehr als er behauptet hat, die Laien hätten „dies Problem“ längst gelöst.

Das Problem der Trennung in der Eucharistie, dieser Skandal wider Christus, ist keinesfalls gelöst, indem man das Trennende einfach ignoriert. Dass auch in gemischtkonfessionellen Ehen nicht unbedingt ein geistlicher Hunger vorliegt, hat der Komiker von Hirschhausen auf dem Katholikentag deutlich aufgezeigt.


Eine Praxis des Ungehorsams hat noch immer zu mehr Spaltung und zu mehr Unheil geführt. Das gilt auch in der aktuellen Situation. Der Glaube der Kirche an die Eucharistie ist und bleibt untrennbar an das Amts- und Kirchenverständnis gebunden. Das findet seinen Niederschlag in Lehre, Recht und Praxis der Kirche.

Es ehrt all jene, die darunter leiden, dass es eine Trennung gibt und die diese dennoch nicht einfach unterlaufen. Dagegen ist es lehrreich, vielleicht auch für Bischöfe und Laienfunktionäre, wenn Oblaten (sic!) für Protestanten gefordert werden und Katholiken dazu applaudieren. Das ging so richtig daneben. Der Skandal der Unkenntnis des eigenen Glaubens ist dem Grunde noch peinlicher als von Hirschhausens Polemik.

Es gibt allen Unkenrufen zum Trotz nach wie vor genügend Priester, die den Glauben an die Eucharistie aktiv hoch halten. Die bei jeder nötigen Gelegenheit auch hinreichend deutlich darauf hinweisen, wer die Kommunion empfangen darf. Priester, die nicht müde werden, ihre Gemeinden zu unterweisen. Gegen Ignoranz ist leider kein Kraut gewachsen. Warum will ein Protestant das, was die Protestanten nicht glauben oder sogar entschieden ablehnen?

Wie anders ist es doch, wenn man sich den gegenseitigen Respekt über die Verschiedenheit bewahrt. Die Wahrheit, dass ein evangelisches Abendmahl nicht die Kommunion ist und vice versa, kann man nicht durch „wilde Interkommunion“ unterdrücken. Das ist zugleich ein Verstoß gegen die Wahrheit und gegen die Liebe. Dessen sollte man sich bewusst sein. Die Liebe – auch die ökumenische – muss aushalten.

Was also treibt sie um, diese Laienfunktionäre, die uns abhalten wollen, den Glauben zu wahren? Die Kirche verliert an Relevanz. Darüber machen sich die Funktionäre natürlich keine Illusion. Das ist ein Problem, denn schwindende Relevanz der Kirche ist gleich schwindender Einfluss der Kirchenfunktionäre. So gilt es also, das ist Funktionärslogik, den Einflussbereich wieder auszuweiten. Es gilt neue oder andere Relevanz zu gewinnen. Und sei es auch nur vorgetäuschte Relevanz durch billige Forderungen.

Das nämlich ist es. Eine billige populistische Forderung, der nur das Empfinden des längst kirchenfernen Zeitungsleser im Auge hat. Warum sollten diese Kirchen, die „sowieso alle dasselbe glauben“ sich nicht endlich einigen können? So als gelte es eine politische Koalition zu schließen. Leider empfinden sich immer wieder auch mal Bischöfe als Funktionäre und denken wie solche. Das hat es zu allen Zeiten gegeben. So wundert es nicht, wenn sich auch heute manch ein Bischof darin gefällt und dieselben populistischen Forderungen wie die Laienfunktionäre in die Welt zu posaunt. Das Gegenteil wäre nötig.

Der Populismus der überwiegend politisch agierenden Laienfunktionäre könnte ein glaubensstarkes und entschiedenes Korrektiv aus dem Episkopat vertragen. Das wäre ein Gewinn für die Glaubwürdigkeit.

Archivfoto Peter Winnemöller



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Die Krise des Bischofsamtes
  2. Der Bischof und der Denunziant
  3. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  6. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  7. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  8. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  9. ZDF hasst Katholiken
  10. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Der vatikanische Synodalismus ist ein Anachronismus
  3. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  4. Vor Papstbesuch in Lourdes: Alle Rupnik-Mosaike werden dauerhaft verhüllt
  5. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  6. Kopf der hl. Agatha zum 900. Jubiläum der Reliquienrückkehr gekrönt
  7. Spanischer Priester hilft mehr als 1.200 Personen, einen Ehepartner zu finden
  8. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  9. Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat
  10. Erzbischof von Sydney kritisiert TV-Sender wegen einseitiger Berichterstattung zu Sterbehilfe
  11. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  12. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  13. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  14. Christus ist der Fels, der uns trägt
  15. 50 Jahre Jugendkonferenzen in Steubenville

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz