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Münchner Erzbischof würdigt den Theoretiker des Kommunismus

1. Mai 2018 in Aktuelles, 38 Lesermeinungen
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Reinhard Marx, der mit einem monatlichen Einkommen von über 12.500 Euro ausgezeichnet vom Kapitialismus lebt, lobt erneut den Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus und meint, dass man nicht nur "auf materielle Verbesserungen" schauen dürfe


München (kath.net)
Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat am Sonntag gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) erneut Karl Marx, den Theoretiker des Sozialismus und Kommunismus, gewürdigt und sein umstrittenes Manifest als "durchaus beeindruckend" bezeichnet. Der Kardinal möchte seinen Namenskollegen, der dieses Jahr den 200. Geburtstag feiern würde, nicht für die Verbrechen des Stalinismus verantwortlich machen. Der Erzbischof gestand zwar, dass es in dessen Schriften "den einen oder anderen totalitären Gedanken" gäbe. Doch in "direkte Verbindung" zum späteren politischen Marxismus-Leninismus oder gar zu den sowjetischen Straf- und Arbeitslagern möchte er Marx nicht bringen. Marx wird vom Münchner Erzbischof dann sogar als "ein wichtiges Korrektiv des kapitalistischen Systems bezeichnet. Marx, der finanziell gut abgesichert ist und monatlich durch den Steuerzahler mehr als 12.500 Euro Einkommen bekommt, warnt dann in dem Interview, nur auf "materielle Verbesserungen zu schauen". Der Münchner Erzbischof möchte, dass man auch sehe, wer die Lasten trägt und wer die Verlieren sind. Da könne "ein Blick" auf Marx sehr hilfreich sein.



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