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Römisches Parlament: Vorstoß zu Wiedereinführung von 5 Feiertagen

19. April 2018 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Südtiroler Bischof Muser unterstützt Initiative von SVP-Abgeordneten - Es geht um heute nicht mehr arbeitsfreien St.-Josefstag, weiters um Pfingstmontag, Christi Himmelfahrt, Fronleichnam und Peter-und-Paul


Rom-Bozen (kath.net/KAP) Im italienischen Parlament wird die Wiedereinführung von fünf staatlichen Feiertagen gefordert, darunter der Josefitag zu Ehren des Tiroler Landespatrons am 19. März, der 1977 der damaligen Erdölkrise zum Opfer gefallen ist. Mehrere Abgeordnete der Südtiroler Volkspartei (SVP) haben einen entsprechenden Antrag im römischen Senat eingebracht, berichtete die Bozener Zeitung "Dolomiten" am Mittwoch. Demnach sollen auch der Pfingstmontag, Fronleichnam, Christi Himmelfahrt sowie Peter und Paul am 29. Juni wieder als Feiertage gelten.


Seine "volle und überzeugte" Unterstützung für die Initiative unterstrich der Bozener Diözesanbischof Ivo Muser. Er empfinde die vor Jahrzehnten erfolgte Abschaffung der Festtage als "kirchlich-gesellschaftlichen Verlust", betonte er in einer Pressemitteilung. Gleichzeitig fügte er hinzu, dass es mit zusätzlicher arbeitsfreier Zeit nicht getan sei. "Wir brauchen nicht mehr freie Tage, wir brauchen unsere Feiertage", rief der Bischof von Bozen-Brixen dazu auf, religiös begründete Feiertage bewusst zu begehen. "Wenn Sonn- und Feiertage nicht mehr sind als freie Tage, nur mit der Möglichkeit, länger zu schlafen, wegzufahren, noch mehr zu konsumieren und zu produzieren, dann brauchen wir sie nicht", ist Muser überzeugt.

Sonn- und Feiertage seien ein "hohes Kulturgut im Dienst der Gemeinschaft, der verbindenden Werte, der Zusammengehörigkeit, des Glaubens", so der Bischof weiter: "Wir brauchen den Sonntag und unsere Feiertage mit ihren sozialen, familiären, kulturellen und religiösen Chancen." Mitte des christlichen Sonn- und Feiertags sei der Gottesdienst, erinnerte Muser: "Wie ernst es uns mit der Wiedereinführung der leider abgeschafften öffentlichen Feiertage ist, können wir dadurch zeigen, wie wir umgehen mit den Sonn- und Feiertagen, die wir noch haben."

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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