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Eine Kampagne als Wiedergänger in der Zeitung

9. April 2018 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
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"Eine Gesellschaft katholischer Publizisten deren Vorsitzender als Journalist kampagnenartig gegen den eigenen Erzbischof schreibt, braucht eigentlich niemand." - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Köln (kath.net)
Man ist an die besten Zeiten von Kardinal Meisner erinnert, wenn man die gegenwärtige Berichterstattung aus der Feder des Chefkorrespondenten des Hauses Schauberg- Dumont liest. Seit Wochen entfacht Joachim Frank eine kampagnenartig aufgebaute destruktive Berichterstattung gegen den Erzbischof von Köln. Das ist in dieser Form nichts neues. Kardinal Meisner stand stets im Kreuzfeuer linker Medien. Kardinal Woelki schwamm jedoch auf einer Welle medialer Begeisterung. Der Grund lag wohl in zahlreichen populistischer Aktionen des Kardinals, die wohl auf dem Mist des Anfang des Jahres entlassenen Mediendirektors des Erzbistums Köln gewachsen waren. Man konnte das durchaus kritisch sehen.

Die große Liebe der Medien war der Bischof und Kardinal der römischen Kirche ohnehin nie wirklich. Man erinnere sich, als Kardinal Woelki frisch zum Erzbischof von Berlin ernannt war. Damals stand er schon einmal mitten im Medienorkan. Angeblich war er – Au Backe – dem finsteren Netzwerk Opus Dei verbunden.


Immerhin hatte er als junger Priester an der vom Opus Dei getragenen Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom mit einer Arbeit über die Bedeutung der Pfarrei promoviert. Doch das war nicht alles. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen wurde behauptet, die Dissertertation sei nicht auffindbar. Ein Blogger drehte der gesamten deutschen Presse eine Nase mit einem Proseminar über Bibliographieren. Ein Blick in den Bibliothekskatalog (sogar online!) förderte zwei Exemplare der Doktorarbeit zu Tage.

Auch da hatte sich der Kölner Stadtanzeiger schon mit unrühmlicher Berichterstattung hervorgetan und in den Chor der Kritiker von Erzbischof Woelki eingestimmt. Letztendlich ging es aber gegen Kardinal Meisner, der ja nur seine Macht spielen ließe, so die Behauptung, indem einer seiner Weihbischöfe Erzbischof von Berlin werde.

Der Tenor ist jetzt wieder der gleiche. Es hat sich nichts geändert. Spätestens mit den klaren Worten zu Donum vitae Anfang des Jahres die Sympathiewelle gebrochen. Eine Entlassung des Generalvikars vor wenigen Wochen, die Ernennung eines Priesters der Personalprälatur Opus Dei (Au Backe!) und nun ein Brief in Sachen Interkommunion an Rom. Rumms, ist der Kardinal unten durch. Es ist müßig das ganze hier noch mal aufzurollen.

Setzt man das Unverständnis säkularer Medien für kirchliche Themen voraus, so verwundert die Art der Berichte nur wenig. Doch das Drama hat eine viel, viel giftigere Spitze als man auf den ersten Blick annehmen könnte. An vorderster Front der kampagnenartig aufgebauten Medienwelle stellt sich mit Joachim Frank ausgerechnet ein Journalist, der Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten ist. Es wäre wohl denkbar dumm, anzunehmen, nur weil jemand der GkP angehört habe er gefälligst devote Hofberichterstattung abzuliefern. Das wird zum einen niemand verlangen und zum anderen hätte jemand, der so handelte seinen Beruf klar verfehlt.

Doch was man verlangen könnte, wäre eine wohlwollende sachgerechte Berichterstattung und da mangelt es an allen Ecken und Enden. Was man ebenfalls verlangen könnte, wäre auch innerhalb einer kritischen Berichterstattung ein sentire cum ecclesia. Auch daran mangelt es in jeder Hinsicht.

Die Gesellschaft katholischer Publizisten wäre gut beraten, sich selbst und ihre Rolle an der Schnittstelle zwischen Kirche und Medienlandschaft einmal sehr kritisch zu hinterfragen. Eine GkP deren Vorsitzender als Journalist kampagnenartig gegen den eigenen Erzbischof schreibt, braucht eigentlich niemand. Dem nähme man es nämlich am Ende nicht einmal mehr ab, wenn ernsthaft Kritik zu üben wäre.


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