Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:








Top-15

meist-diskutiert

  1. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  2. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  3. 'Annalena und die 10 Verbote'
  4. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  5. Die Verheißung der Schechina-Wolke
  6. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  7. Das EU-Parlament möchte ein "Recht auf Abtreibung" einführen
  8. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni
  9. Wo stehen wir mit ‚Amoris laetitia’?
  10. Belarus: Orthodoxe Kirche setzt regimekritischen Erzbischof ab
  11. Erzbischof Chaput: Transgenderismus ist ‚letzte Rebellion gegen Gott’
  12. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  13. Das Große im Kleinsten
  14. Erzbischof Lackner: Warnung vor neuer "Glaubensknappheit"
  15. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!

Eine Kampagne als Wiedergänger in der Zeitung

9. April 2018 in Kommentar, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Eine Gesellschaft katholischer Publizisten deren Vorsitzender als Journalist kampagnenartig gegen den eigenen Erzbischof schreibt, braucht eigentlich niemand." - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Köln (kath.net)
Man ist an die besten Zeiten von Kardinal Meisner erinnert, wenn man die gegenwärtige Berichterstattung aus der Feder des Chefkorrespondenten des Hauses Schauberg- Dumont liest. Seit Wochen entfacht Joachim Frank eine kampagnenartig aufgebaute destruktive Berichterstattung gegen den Erzbischof von Köln. Das ist in dieser Form nichts neues. Kardinal Meisner stand stets im Kreuzfeuer linker Medien. Kardinal Woelki schwamm jedoch auf einer Welle medialer Begeisterung. Der Grund lag wohl in zahlreichen populistischer Aktionen des Kardinals, die wohl auf dem Mist des Anfang des Jahres entlassenen Mediendirektors des Erzbistums Köln gewachsen waren. Man konnte das durchaus kritisch sehen.

Die große Liebe der Medien war der Bischof und Kardinal der römischen Kirche ohnehin nie wirklich. Man erinnere sich, als Kardinal Woelki frisch zum Erzbischof von Berlin ernannt war. Damals stand er schon einmal mitten im Medienorkan. Angeblich war er – Au Backe – dem finsteren Netzwerk Opus Dei verbunden.


Immerhin hatte er als junger Priester an der vom Opus Dei getragenen Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom mit einer Arbeit über die Bedeutung der Pfarrei promoviert. Doch das war nicht alles. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen wurde behauptet, die Dissertertation sei nicht auffindbar. Ein Blogger drehte der gesamten deutschen Presse eine Nase mit einem Proseminar über Bibliographieren. Ein Blick in den Bibliothekskatalog (sogar online!) förderte zwei Exemplare der Doktorarbeit zu Tage.

Auch da hatte sich der Kölner Stadtanzeiger schon mit unrühmlicher Berichterstattung hervorgetan und in den Chor der Kritiker von Erzbischof Woelki eingestimmt. Letztendlich ging es aber gegen Kardinal Meisner, der ja nur seine Macht spielen ließe, so die Behauptung, indem einer seiner Weihbischöfe Erzbischof von Berlin werde.

Der Tenor ist jetzt wieder der gleiche. Es hat sich nichts geändert. Spätestens mit den klaren Worten zu Donum vitae Anfang des Jahres die Sympathiewelle gebrochen. Eine Entlassung des Generalvikars vor wenigen Wochen, die Ernennung eines Priesters der Personalprälatur Opus Dei (Au Backe!) und nun ein Brief in Sachen Interkommunion an Rom. Rumms, ist der Kardinal unten durch. Es ist müßig das ganze hier noch mal aufzurollen.

Setzt man das Unverständnis säkularer Medien für kirchliche Themen voraus, so verwundert die Art der Berichte nur wenig. Doch das Drama hat eine viel, viel giftigere Spitze als man auf den ersten Blick annehmen könnte. An vorderster Front der kampagnenartig aufgebauten Medienwelle stellt sich mit Joachim Frank ausgerechnet ein Journalist, der Vorsitzender der Gesellschaft katholischer Publizisten ist. Es wäre wohl denkbar dumm, anzunehmen, nur weil jemand der GkP angehört habe er gefälligst devote Hofberichterstattung abzuliefern. Das wird zum einen niemand verlangen und zum anderen hätte jemand, der so handelte seinen Beruf klar verfehlt.

Doch was man verlangen könnte, wäre eine wohlwollende sachgerechte Berichterstattung und da mangelt es an allen Ecken und Enden. Was man ebenfalls verlangen könnte, wäre auch innerhalb einer kritischen Berichterstattung ein sentire cum ecclesia. Auch daran mangelt es in jeder Hinsicht.

Die Gesellschaft katholischer Publizisten wäre gut beraten, sich selbst und ihre Rolle an der Schnittstelle zwischen Kirche und Medienlandschaft einmal sehr kritisch zu hinterfragen. Eine GkP deren Vorsitzender als Journalist kampagnenartig gegen den eigenen Erzbischof schreibt, braucht eigentlich niemand. Dem nähme man es nämlich am Ende nicht einmal mehr ab, wenn ernsthaft Kritik zu üben wäre.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 nicodemus 10. April 2018 
 

Herzlichen Gruss nach Geseke!

Danke, Hr. Winnemöller!


3

0
 
 Lämmchen 9. April 2018 
 

Danke

wieder mal voll auf den Punkt gebracht


4

0
 
 Ginsterbusch 9. April 2018 

Wie unsagbar heilig die katholische Kirche ist...

merkt man u.a daran, wie sehr sie bekämpft wird.


9

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Katholiken sollten dem Staat misstrauen
  2. Also gut, Bischof Bätzing, reden wir über Sex
  3. Die große Flucht
  4. Das Osterlicht im zweiten Anlauf
  5. Besser ist es, den Regenbögen auszuweichen
  6. Ein Frauentag gegen das Leben nützt keiner Frau
  7. Wo bleibt das Totengedenken für die vielen?
  8. ProtesTanten-Aktion gegen die Kirche
  9. Die Kirche steckt in der Befindlichkeitsfalle
  10. Es ist synodaler Weg








Top-15

meist-gelesen

  1. „Was, wenn es doch kein Gerücht ist?“
  2. Bistum Hildesheim spricht ab jetzt in ‚geschlechtersensibler Sprache’!
  3. Kommen Sie mit - Familienwallfahrt ins Heilige Land mit P. Leo Maasburg - Oktober 2021
  4. 'Annalena und die 10 Verbote'
  5. Der Missbrauch des Missbrauchs ausgerechnet gegen den Missbrauchsaufklärer Woelki
  6. Medien: Vatikan hat US-Präsident Biden offenbar Mitfeier der Papst-Morgenmesse verweigert
  7. Du bleibst!
  8. Papst lässt 3-Monats-Frist für Amtsverzicht von Heße und Schwaderlapp verstreichen
  9. Wer hat Angst vor MISSION? - Der BDKJ
  10. Ruhe in Frieden, lieber Jürgen Liminski!
  11. Weiterhin keine Mundkommunion im Bistum Limburg
  12. Aufbruch zum geistigen Kampf
  13. Knien als Gewissenstraining - Die Champions League der Moralisten
  14. Murx 2.0: Der Krampf geht weiter ...
  15. Modehaus-Kette C&A mit eigener ‚Pride-Kollektion’ im LGBT-Monat Juni

© 2021 kath.net | Impressum | Datenschutz