Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Papst äußert sich skeptisch zu fundamentalen Risiken der KI
  8. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  9. ‚Tritt hinter mich!’ Der Weg des Messias führte über das Kreuz
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  12. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet

Vermittelt Johannes Hartl 'subtil katholische Inhalte'?

10. Oktober 2017 in Kommentar, 13 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Geradezu tröstlich für mich zu hören, weil diese Vorwürfe offenbar immer dieselben sind, bei allen Protestanten.“ „Seit Jahrhunderten erklären wir, dass wir Maria verehren wie der Erzengel, nicht anbeten.“ kath.net-Klartext von Bischof Andreas Laun


Salzburg (kath.net) Eigentlich habe ich den Text von Johannes Hartl, „An die geschätzten Protestanten unter meinen Kritikern“ erschüttert gelesen, so sehr mir sein Witz und seine Gedanken fast ganz und gar gefallen haben. Es drängt mich, eine Art Ergänzung zu schreiben und zwar ausgehend von einer Kritik an Hartl, über die wir bei unserem Kennlernen sicher einig werden können. Er will antworten auf den „Vorwurf“, es ginge ihm „um eine subtile Vermittlung katholischer Inhalte!“. Das gewährt Hartl auch, und ich möchte dazwischenrufen: Natürlich, hoffentlich!

Er erklärt, was ihm seine protestantischen Freunde dabei vorwerfen: Katholiken glauben an die schrecklichsten Dinge, „zum Beispiel, dass man neben Gott auch noch die Himmelskönigin anbeten, mit Toten kommunizieren und sich den Himmel durch Ablassbriefe verdienen solle.“ Geradezu tröstlich für mich zu hören, weil diese Vorwürfe offenbar immer dieselben sind, bei allen Protestanten. Mein liebster protestantischer Freund sagt auch immer eben das: Dass wir Katholiken Maria anbeten usw. Tröstlich ist das nur, weil die Vorwürfe so harmlos, so leicht widerlegbar wären, wenn, ja wenn sie nicht so „praktisch“ für die Kritiker wären, ganz beruhigt weiter Protestanten bleiben zu können und sich nicht einmal die Frage stellen zu müssen, ob und wo Jesus „Kirchen“ in der Mehrzahl “ auf einen, mehrere oder eben doch nur einen Felsen, „welchen eigentlich?“ bauen wollte?


Ich antworte immer: Seit Jahrhunderten erklären wir euch, dass wir Maria verehren, wie der Erzengel Gabriel auch, und nicht anbeten, wie der Engel auch nicht, und dass wir keine Toten „beschwören“ (wie Saul den Propheten Samuel 1 Sam 28,13) und mit ihnen „kommunizierend“ Spiritismus betreiben, sondern uns verhalten wie die Jünger auf dem Berg Tabor, die lebendigen Heiligen, Mose und Elia, und nicht Toten begegneten und wissen, dass sie bei Gott und daher nicht im heidnischen Sinn „tot“ sind, auch nicht was ihre Liebe zu uns angeht.

Und übrigens: Manche konnten, durften bei der Auferstehung Jesu aus den Gräbern kommen! Ach ja, ich will gar nicht anfangen aufzuzählen, was viele, viele Würdenträger in ihrer lutherischen Gemeinschaft (nicht „Kirche“) längst leugnen, obwohl es in der Bibel steht, die sie als ihren einzigen Maßstab so gerne hervorheben.

Vor allem aber, liebe evangelische Schwestern und Brüder, mir fehlt bei euch (vielfach auch bei uns Katholiken) die brennende Sehnsucht nach Einheit, brennend wie die Sehnsucht des hl. Paulus nach der Einheit mit seinen jüdischen Brüdern, die übrigens auch unsere sein sollte! Bitte nachlesen im Römerbrief, statt der „Feier“ der Scheidung von den Katholiken! Liebe lutherische Freunde, wie lange, wie viele Jahrhunderte wollt ihr noch protestieren? Ist das nicht geradezu pubertär? Und wie lange wollt ihr Euren Luther verehren trotz seiner menschlichen Defizite, trotz seines Judenhasses und anderen Entgleisungen? Dass es auch bei den Katholiken Irrtum und Sünde gab und gibt, wissen wir und geben es auch zu. Aber der Verweis auf Andere, „die doch auch“, ist eine Strategie von streitenden Kindern, sie ändert nichts an der kritischen Anfrage „Wie lange noch?“!

An dieser Stelle noch eine Richtigstellung zu dem, was Hartl schrieb: Natürlich wünsche ich mir, dass alle Menschen katholisch werden, und ich würde natürlich gerne den Dalai Lama und alle anderen Würdenträger anderer Religionen taufen und zu Christus bringen. Die Menschen anderer Religionen werde ich immer achten und ehren, aber wünschen würde ich mir, gerade weil ich sie achte, dass sie sich von Jesus finden lassen, dass sie Jesus finden katholisch werden, im Licht leben dürfen und nicht im Schatten ihrer Irrtümer, die in jeder anderen Religion enthalten sind.

Ist nicht Jesus unser aller Maßstab? Und Er hat Seine Kirche gegründet, nur eine Kirche, und ihr Seine Ordnung mitgegeben mitsamt der Thora, also dem Gottesrecht. Heißt Ökumene nicht, dass wir uns nach Wiedervereinigung sehnen und wirklich leiden unter der Wunde unserer Scheidung, die so viel Unglück über die Welt gebracht hat?

Wenn wir die Reformation feiern, kommt es mir vor, als ob wir die erste Atombombe, einen Tsunami und ein Erdbeben „feiern“ würden. Ohne die Trauer über das Geschehene und ohne die Sehnsucht nach neuer, nein der alten Einheit wird Ökumene ihr Ziel niemals erreichen, weil sie dann kein Ziel mehr hat, ihr Ziel verloren hat. Ein gemeinsamer Besuch des Oktoberfestes, um ein Bild von Hartl aufzugreifen, ohne dass wir uns dabei die Krüge auf den katholischen oder lutherischen Kopf schlagen, weil wir doch ökumenisch sind, ist ein Fortschritt und heute vielleicht lustig, aber viel zu wenig! Jesus wollte mehr, Er wollte die Einheit der Seinen im Glauben, auch aber nicht nur in der Liebe.

Archivvideo



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Laun

  1. Requiem für Bischof Andreas Laun am 13. Januar im Salzburger Dom
  2. Wir sehen uns (hoffentlich) im Himmel wieder, lieber Andreas!
  3. Hat Corona mit Gott zu tun?
  4. Abtreibung – das globale Blutbad im Blutrausch der Welt
  5. NEIN. NEIN und nochmals NEIN!
  6. „Gott liebt auch die Tiere“
  7. Wenn ein Rechtsstaat (ungeborene) Kinder schreddern lässt
  8. „Mich mit dieser Entscheidung vor Gott stellen“
  9. Woran die Kirche leidet
  10. „Es hat in meinem Leben nie eine Kirchen-Situation gegeben wie heute“






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  4. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  5. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  8. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  9. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  10. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  11. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus
  12. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  13. Polizei in Papst-Städtchen auf E-Bikes im Einsatz
  14. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  15. Goethes Lieblingsheiliger: Ein Meister der Freude und der Seelenschau

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz