Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  2. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  6. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  7. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  8. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  11. 'Kirche casht ab' - Immer weniger österreichische Katholiken, immer mehr Millionen!
  12. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  13. Der evangelischen Theologischen Hochschule Basel soll die Akkreditierung entzogen werden
  14. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme
  15. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund

Weihbischof Barron: Bessere Diskussionskultur im Internet

28. September 2017 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Weihbischof von Los Angeles/USA: Dazu gehört das Bemühen, die gegnerische Position zu verstehen, nicht nur die Fehler, sondern auch die Wahrheit in den Argumenten des anderen hervorzuheben.


Menlo Park (kath.net/CNA/jg)
Robert Barron, Weihbischof von Los Angeles, plädierte in einem Vortrag in Zentrale von Facebook für eine bessere Diskussionskultur im Internet, insbesondere bei religiösen Themen.

Ein wichtiger Schritt dazu sei das Bemühen, die gegnerische Position zunächst zu verstehen, bevor man sie kritisiere. Wer nicht nur die Fehler, sondern auch Richtiges in den Argumenten des anderen hervorhebe, sei auf einem guten Weg, Sackgassen in der Diskussion zu vermeiden, sagte Barron.

Er erinnerte an die intellektuelle Tradition eines Thomas von Aquin und seiner Zeit. Um strittige Fragen zu behandeln, habe ein Professor eine öffentliche Disputation angesetzt. Dort seien alle Fragen zugelassen gewesen. Thomas von Aquin habe die Gegenargumente stets in sehr überzeugender Weise dargestellt, bevor er sich mit ihnen auseinander gesetzt habe. Neben christlichen Autoren habe er jüdische und muslimische Denker zitiert und vorchristliche Philosophen wie Aristoteles und Cicero herangezogen und diese jeweils mit großem Respekt behandelt. Echter Glaube lehne die Vernunft nicht ab, betonte Barron.


In seinem Vortrag, der via Internet direkt an etwa 2.500 Teilnehmer übertragen wurde, referierte er einige Denkweisen, die eine sinnvolle Diskussion über Religion von vorne herein ausschließen würden.

Eine dieser Einstellungen sei die Ansicht, Religion sei zu tolerieren, aber die Privatangelegenheit jedes einzelnen. Religion unterscheide sich dann kaum von anderen Hobbys. Das Christentum aber stelle den Anspruch, Wahrheit zu verkünden. Wahrheit sei immer universal und nicht privat.

Der „Szientismus“ reduziere Wissen auf den Bereich des naturwissenschaftlich Fassbaren. Die Dramen von William Shakespeare, die philosophischen Dialoge Platos hätten unter diesen Voraussetzungen keine Wahrheit über das Leben, den Tod, den Glauben und Gott zum Inhalt. Der „Szientismus“ mache darüber hinaus den Fehler, Gott nur als ein Objekt des Universums zu sehen.

Der Fehler des Voluntarismus bestehe darin, dem Willen Vorrang vor der Vernunft einzuräumen. Bezogen auf Gott bedeute dies, das Gott aus zwei und zwei fünf machen könne. In dieser Vorstellung wird Gott willkürlich und repressiv. Andere seien überzeugt, der menschliche Wille beherrsche die Vernunft und bestimme die Wahrheit mit Macht. Gott sei mit dieser Auffassung einer völlig selbstbestimmten menschlicher Freiheit unvereinbar, sagte Barron.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Internet

  1. Papst an Mathematiker: Digitalen Raum menschlich gestalten
  2. Soros‘ Open Society Stiftungen unterstützen linke britische Internet-Wachorganisation
  3. USA: Keine Visa für Verantwortliche von Internet-Zensur
  4. Katholischer Podcast auf Platz 1 bei Apple Podcasts
  5. ‚Trusted Flagger’ – Meldestelle für fragwürdige Inhalte oder Zensur im Internet?
  6. Britische Behörden gehen rigoros gegen ‚Hassverbrechen’ in sozialen Medien vor
  7. Gesetz gegen ‚Hassrede’ in Irland könnte weltweite Internetzensur zur Folge haben
  8. 63 Prozent der Suchergebnisse auf Google News sind linkslastig
  9. Benutzerfreundliche Version der ‚Summa Theologiae’ im Internet verfügbar
  10. BREAKING NEWS - Facebook sperrt kath.net-Co-Herausgeber Christof Zellenberg nach Urlaubsvideo







Top-15

meist-gelesen

  1. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  2. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  3. Der Katholik Tolkien wird in der anglikanischen Westminster Abbey ein Denkmal erhalten
  4. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  5. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  6. Was ich als Priester von Fulton Sheen gelernt habe
  7. Papst an Klausurschwestern: „Der Herr ruft euch, seine Zeuginnen in Stille, Kontemplation zu sein“
  8. Abtreibungsbefürworter begehen Farbanschlag auf Malteserklinikum in Flensburg
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  10. „Die hl. Märtyrer von Międzyrzecz waren Menschen aus Fleisch und Blut, die bereit waren…“
  11. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  12. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  13. Bemerkenswerte Geste: Wenn Papst Leo nach Frankreich kommt, werden alle Kirchenglocken läuten
  14. Wer ist der Mann auf dem Tuch?
  15. Mutmaßlicher IS-Anhänger soll Anschlag auf eine Kirche in Bremen geplant haben - Festnahme

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz