Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  6. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  7. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  8. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  13. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  14. Wir können NICHT schweigen!
  15. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'

Gesetz gegen ‚Hassrede’ in Irland könnte weltweite Internetzensur zur Folge haben

1. Juli 2024 in Chronik, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Etliche große Plattformen wie X und Facebook haben ihre internationalen Zentralen in Irland und könnten von dem Gesetz betroffen sein, warnt Michael Shellenberger.


Dublin (kath.net/ADF/jg)
Das in Irland geplante Gesetz gegen „Hassrede“ könnte „das gesamte Internet zensurieren“, warnt Autor und Journalist Michael Shellenberger. Bereits jetzt ist einer von vier Iren wegen der Einschränkung der Redefreiheit besorgt, wie eine aktuelle Umfrage ergeben hat.

In einer Rede vor dem irischen Parlament sagte Shellenberger im Juni, es gebe „keine Hass-Krise in Irland“. Er sieht die Beweggründe für die „Zensur“ in einer „Panik der Eliten“, deren Anliegen es sei, offene Diskussionen in der Bevölkerung Irlands zu unterbinden.

Laut dem Gesetzesentwurf wäre der Besitz (zur Verbreitung) von Material, das in Irland zu „Hass“ führen könnte, ein Vergehen. Die Strafe soll bis zu fünf Jahre Haft betragen.


Der Gesetzesentwurf würde auch Auswirkungen auf das Recht bestimmte Ansichten in den sozialen Medien zu teilen haben. Diese Folgen wären weltweit zu spüren, weil der internationale Hauptsitz großer Plattformen wie X und Facebook in Irland liegt. Die Geschäftsführer könnten von den irischen Behörden zur Verantwortung gezogen werden, wenn auf ihren Plattformen nicht näher definierte „Hassrede“ zu finden ist.

Wörtlich sagte Shellenberger: „Die Welt sieht auf Irland. Das Zensurgesetz gegen ‚Hassrede’ würde, wenn es beschlossen wird, Diskussionen nicht nur national unterbinden – als Sitz der Zentralen verschiedener internationaler sozialer Medien hätte es globale Auswirkungen darauf, was wir alle online diskutieren können.“

„Ein umfassendes Verbot nicht definierten ‚Hasses’ gibt den Behörden die Macht zu bestimmen welche Ansichten ausgesprochen werden dürfen. Die Weltgeschichte warnt uns, dass solche Macht leicht missbraucht werden kann“, warnte Shellenberger.

Am gleichen Tag hielt er eine Rede beim „Ireland Free Speech Summit“, einer Veranstaltung zur Verteidigung der Redefreiheit in Irland. Das Ziel des Gesetzesentwurfs könnte es sein, das gesamte Internet zu zensurieren, sagte er. Der Gesetzesentwurf enthalte keine klare Definition, was unter „Hass“ zu verstehen sei. Dies könnte der Strafverfolgung einer ganzen Reihe unerwünschter Meinungen zur Folge haben, die den Behörden nicht passen.

Die Redefreiheit macht der irischen Bevölkerung bereits jetzt Sorgen. Laut einer Umfrage, die von Alliance Defending Freedom (ADF) in Auftrag gegeben wurde, sagt einer von vier Iren, dass er sich bei der Äußerung seiner Ansichten und Meinung in sozialen Umfeldern wie Pubs oder dem Arbeitsplatz eingeschränkt fühlt. 90 Prozent gaben an, dass die Redefreiheit für sie „sehr wichtig“ sei.


© Foto Michael Shellenberger: ADF

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Britische Regierung verweigert finnischer Abgeordneter Räsänen die Einreise
  2. US-Lebensschützer ändern Wortwahl nicht: Abtreibung ist Tötung eines Ungeborenen
  3. Finnische Politikerin Räsänen ficht Verurteilung wegen ‚Volksverhetzung‘ vor EGMR an
  4. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  5. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  6. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  7. „Meldestellen? … Diese Einrichtungen sind so komplett überflüssig!“

Internet

  1. Papst an Mathematiker: Digitalen Raum menschlich gestalten
  2. Soros‘ Open Society Stiftungen unterstützen linke britische Internet-Wachorganisation
  3. USA: Keine Visa für Verantwortliche von Internet-Zensur
  4. Katholischer Podcast auf Platz 1 bei Apple Podcasts
  5. ‚Trusted Flagger’ – Meldestelle für fragwürdige Inhalte oder Zensur im Internet?
  6. Britische Behörden gehen rigoros gegen ‚Hassverbrechen’ in sozialen Medien vor
  7. 63 Prozent der Suchergebnisse auf Google News sind linkslastig







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  3. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  4. ‚Mundus reconciliatus Ecclesia‘ – Die Sendung der Kirche in der Welt
  5. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  6. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  7. Satire aus den USA: Ungeborene tarnen sich als Todestrakt-Häftlinge, um Schutz zu erhalten
  8. Verwandtenheirat: Darwin vs. Heilige Schrift - Die Bibel hat Recht!
  9. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  10. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  11. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  12. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  13. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  14. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  15. Papst ab Dienstag im Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz