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Kardinal Koch begleitet Nikolaus-Reliquien von Russland nach Bari

28. Juli 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Vatikanischer Ökumene-Chef im "Osservatore": Reliquien-Ausstellung in russischen Kathedralen war "großes ökumenisches Ereignis" und stärkte Dialog-Engagement - 2,5 Millionen Pilger sahen Reliquien in Moskau


Vatikanstadt-Moskau (kath.net/KAP) Der vatikanische Ökumeneverantwortliche, Kardinal Kurt Koch, begleitet die nach Russland ausgeliehenen Reliquien des Heiligen Nikolaus am Freitag zurück nach Italien. Die Ausleihe bezeichnete der Schweizer Kardinal als "großes ökumenisches Ereignis". Die Verehrung von Reliquien könne dazu beitragen, das Engagement der Gläubigen für den Dialog zu stärken, sagte Koch der Vatikanzeitung "Osservatore Romano" (Donnerstag). "Es ist schön, wenn die Kirchenoberhäupter sich treffen, aber es ist sehr wichtig, dass dies auch das Kirchenvolk tut", erklärte der Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen.


Laut "Osservatore" zogen die seit 21. Mai in Russland ausgestellten Reliquien des Heiligen mehr als 2,5 Millionen Menschen an. Auch Staatspräsident Wladimir Putin war Ende Mai dort. Die erstmalige Leihgabe an Moskau wurde in Folge des historischen Treffens von Papst Franziskus und dem russisch-orthodoxen Patriarch Kyrill I. in Havanna 2016 möglich. Der Vatikan-Fachmann für die orthodoxen Kirchen beim Einheitsrat, Hyacinthe Destivelle, sprach von einem "Zeichen der Freundschaft". Die Bitte um Einheit der Kirchen könne so dem Heiligen Nikolaus anvertraut werden, erklärte der Dominikaner.

Eine Delegation des Rats unter Leitung von Kardinal Koch wird die Reliquien des Heiligen Nikolaus am Freitag von Sankt Petersburg nach Bari zurückbegleiten. Bevor sie am Nachmittag die Rückreise antritt, trifft sich die Vatikan-Delegation mit einer russisch-orthodoxen Delegation unter Führung Kyrills. Die Ankunft der Reliquien in Bari wird für 19 Uhr erwartet.

Nikolaus, im 4. Jahrhundert Bischof von Myra (Demre) in der heutigen Türkei, ist einer der meistverehrten Heiligen der Christenheit. Orthodoxe Christen bezeichnen ihn als Wundertäter, in der katholischen Kirche wird er häufig als Nothelfer angerufen. Für viele Russen ist er der wichtigste Heilige überhaupt; ein Hoffnungsträger, den sie um Beistand und Schutz bitten.

Der Bischof war Mitte des vierten Jahrhunderts in Myra beigesetzt worden. Kaufleute aus Bari raubten seine Gebeine aus der durch Überfälle der Seldschuk-Türken gefährdeten Bischofsstadt und brachten sie 1087 in ihre Heimat. Trotz dieses Diebstahls verehren ihn die orthodoxe und katholische Kirche gleichermaßen.

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten
Foto Kardinal Koch (c) kath.net/Petra Lorleberg


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Lesermeinungen

  29. Juli 2017 
 

St. Nikolaus in Ruusland

Vieleicht wird ein Wunder geschehen
und Russland zusammen mit seinem Prä -
sidenten Putin einen Heiligen Weg nach
Europa in Frieden und Gerechtigkeit
finden.Dafür bete ich in Adsente Dei et
Sancti Nikolaou ; denn der Hl. Nikolaus
hat Seine Wunder vor allem Für die Armen
und Bedürftigen gewirkt durch Jesus
Christus. Es wäre schön,wenn es zur
wahren Versöhnung zwischen unseren Völ-
kern käme; denn dies setzt einen Gewiss-
Geist der Eintracht voraus und wäre-
wenn er echt wäre -eine Christliche Re-
conziliation in Ganz Europa." Der Geist
weht wo er will." Denn der Wirkliche
Frieden,aus dem Krieg heraus,ist anrührend und ein Zeichen der Liebe für
die Menschen !


5
 

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